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B 96, Beirat, IHK, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Verkehr, Wirtschaft

Nach Jahren des Verzugs und der Diskussion soll der Ausbau der Bundesstraße B 96 stetig weiter vorangetrieben werden. Das erklärte der Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestern dem Entwicklungsbeirat B 96 – Mecklenburgische Seenplatte in der IHK Neubrandenburg. Reinhard Meyer betonte in dem Gremium, dass der Ausbau der Bundesstraße Priorität beim Land genießt. Er bezeichnete die Verbindung als „wichtige Magistrale für Mecklenburg-Vorpommern“ zur Anbindung an den Berliner Raum.
Das sahen die meisten anwesenden Vertreter des Beirates genauso. Für die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, die sich seit Jahrzehnten für den Ausbau gegenüber dem Land und dem Bund stark macht, sind das gute Nachrichten. „Die B 96 ist für die rund 20.000 ansässigen Unternehmen zwischen Neubrandenburg und Oranienburg von herausragender Bedeutung, um eine sichere, leistungsfähigere sowie verlässlichere Anbindung an den Großraum Berlin zu erhalten. Nur so können wir uns im Wettbewerb der Wirtschaftsregionen weiterhin behaupten“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch.
Die von einigen Kommunalvertretern geäußerte Kritik an der fehlenden Kommunikation zu
konkreten Planungsfragen von Seiten des Landes nahm Wirtschaftsminister Reinhard Meyer
an. Er machte deshalb das Angebot, dass er künftig dazu direkt kontaktiert werden könne.
Außerdem sollen die betreffenden Gemeinden und der Beirat regelmäßig über die
Planungsschritte informiert werden.
Im Mittelpunkt der jüngsten Zusammenkunft des Entwicklungsbeirates standen die aktuellen
Planungsstände der einzelnen Abschnitte zwischen Brandenburg und der Autobahn A 20 bei
Neubrandenburg. Über den Fortschritt im benachbarten Bundesland berichtete die
Bundestagsabgeordnete Ariane Fäscher als Vorsitzende des Entwicklungsbeirates B 96 –
Oberhavel.

In Zeiten der propagierten Verkehrswende aufgrund drohender Klimakatastrophen, die auch um Deutschland keinen Bogen machen werden, ist der Ausbau der Verkehrswege für Autos vorsintflutlich, hirnrissig und anachronistisch. Aber die Autolobby ist stark und rücksichtslos gegenüber Klima, Natur und Umwelt. Viele der betroffenen Anwohner sind mit ganzem Herzen gegen einen Ausbau der B 96 im Interesse der Umwelt und der einzigartigem Landschaft, die durch die geplanten Maßnahmen verwüstet und geschändet werden wird. Nieder mit den Ausbauplänen, die obendrein Unmengen an Ressourcen und finanziellen Mitteln fressen werden, die dringend für Infrastruktur und zum Erhalt von Lebensgrundlagen in MV (Schulen, Arztpraxen, Kitas, soziale Einrichtungen etc.) heute auch in Zukunft benötigt werden!