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Der Kulturkosmos e.V. geht fest davon aus, dass Großveranstaltungen und Festivals im kommenden Sommer wieder stattfinden werden. Der Verein plant eine Fusion vom 29. Juni bis 3. Juli 2022, „wie wir sie vor Corona gefeiert haben mit 65.000 Gästen“, heißt es im jüngsten Newsletter.

„Da wir das Pandemiegeschehen nicht einfach wegtanzen können, zahlen wir jetzt alle den Preis für die Verantwortungslosigkeit derer, die sich aus Dummheit, Ignoranz, Angst oder verballerter Rebellion nicht haben impfen lassen. Und für das Politikversagen, das genauso wie das Verhalten der Impfgegner:innen zum jetzigen Desaster beigetragen hat“, so die Fusionisten.

Niemand könne heute sagen was nächsten Sommer gilt und inwieweit es kommenden Sommer noch eines Testkonzepts bedürfe. „Wir hoffen aber, dass uns das erspart bleibt. Ob dann Ungeimpfte noch Zugang zu Veranstaltungen bekommen scheint eher fraglich. An dieser Stelle müssen wir aber klar sagen, dass wir nicht wie erhofft, Zehntausende innerhalb kürzester Zeit PCR testen können. Eine Neuauflage unseres diesjährigen Testkonzeptes kann es nicht geben – also lasst euch impfen, sonst hat die Scheiße nie ein Ende!“

„Trotz Pandemie nicht aufgeben“ sei die Ansage 2021 gewesen, und am Ende wurden mit viel Aufwand in diesem Sommer drei Planetenfestivals mit je 10.000 Gästen veranstaltet, dazu ein kleines „be:tween Theaterfest“ mit gut 2.000 Besucher:innen. Ausnahmslos alle wurden bei Ankunft PCR getestet. „Wir freuen uns bis heute, dass so ein abgefahrenes Leuchtturmprojekt mit den richtigen Leuten und kompetenten Crews möglich war“, heißt es weiter.

Auf allen Veranstaltungen zusammen wurde 37.000 Gästen und 16.000 Crewmenschen das Stäbchen in die Nase gesteckt. Somit wurden mit dem eigenen mobilen PCR Hochleistungs-Labor mehr als 50.000 PCR-Tests ausgewertet. Dabei habe es nur eine Handvoll positiver Tests und folglich bei jedem Fest nur ein paar Leute gegeben, die nicht auf das Gelände durften, sondern direkt in Quarantäne geschickt wurden. Nach der Planet C beta wurden eine Handvoll Besucher:innen positiv getestet, dabei konnte aber nicht geklärt werden, ob es kurz vor- oder während des Festivals zu einer Infektion gekommen ist.

Trotz Corona und zweier gecancelter Festivals steckten die Veranstalter noch nicht „knietief im Dispo“. „So wie es momentan aussieht, haben wir auch noch ausreichend Reserven, um die kommende Fusion, trotz zu erwartender Preissteigerungen, finanziell zu stemmen.“ Mehr zur finanziellen Situation und zu den Tickets 2022 findet sich auf der Webseite unter

https://www.fusion-festival.de/de/2022/news