Schlagwörter

, , , , , ,

Wolf Leo

Die Kunstausstellung „Bilder & Figurinen“ mit Werken von Wolf Leo sowie eine Videoinstallation von Dr. Marcus Doering werden am kommenden Freitag, den 22. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz eröffnet. Dazu gibt es eine Lesung von Karin Hartmann.

Die Arbeiten von Wolf Leo sind von sehr unterschiedlicher Art. Er „spielt“ mit den unterschiedlichsten Materialien, die entsprechende Ergebnisse bringen. Jedes Material hat eine andere Ursächlichkeit und verlangt im Prozess eine neue Stilistik. Das Gesamtwerk schließt das dann als Ergebnis zusammen. Das ist wie eine Reise ohne Karte und Kalender – eines ergibt sich aus dem anderen.

„Kunst“ ist für Wolf Leo der gestaltete Widerspruch, d.h. Inhalt und Form haben eine Aufgabe die sich nicht aufgibt um nicht verdientes Geld zu verdienen. Der „Kunstbegriff“ ist so unklar, dass er ihn sehr wenig interessiert – er denkt mehr an Gestaltung von Gedanken, Visionen und Träumen. So ist sein „Spiel“ mit den Materialien ein Versuch der anderen Möglichkeit von Kommunikation – eine Brücke, eine Sendung – nur wer sich auf etwas einlässt, wird etwas herausbekommen. „Kampf und Streit sind für mich keine negativen Möglichkeiten – meine Arbeiten zeigen hoffentlich, dass ich nicht nach Gemütlichkeit strebe“, so Wolf Leo.

Wolf Leo, in Berlin geboren, studierte an der Fachschule für angewandte Kunst. Seit 1972 trat er mit Buchgestaltungen, Illustrationen und Plakaten hervor. Ab 1979 wandte er sich verstärkt freien Arbeiten zu, besonders auf den Gebieten der Druckgrafik, der Malerei, der Plastik und der Installation.

Mit Förderung durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wird die Vernissage erweitert durch eine immersive Videoinstallation des Labors für darstellende Kunst und Digitalität unter Leitung von Dr. Marcus Doering und eine Lesung von Karin Hartmann zu Wolf Leos Texten.

Unter dem Titel “Resonante Figurinen” sind BesucherInnen eingeladen, sich selbst als Figurinen zu präsentieren. Platziert auf einem Podest, werden BesucherInnen in verschiedenen Videoinstallationen passgenau beleuchtetet, die sie selbst kontrollieren können. Eine einzigartige Installation resonanter und immersiver Strukturen zum Gemüt der Kunstbetrachtung.

Für die Teilnahme an der Vernissage am 22. Oktober wird um eine vorherige telefonische Anmeldung unter 03981 203145 gebeten. Für die Veranstaltung gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln.