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Artur Bednarczyk (Zweiter von rechts) steigt zum 1:1 hoch.

Die Freude im Neustrelitzer Parkstadion kannte heute Nachmittag keine Grenzen. In der Nachspielzeit schlägt die TSG Neustrelitz im Oberliga-Punktspiel Eintracht Mahlsdorf mit 2:1 (0:0). Das umjubelte Siegtor schoss der Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselte Dustin Keil, nachdem Tino Schmunck einen Konter über die rechte Seite vorgetragen und seinen im Zentrum vorgepreschten Mannschaftskameraden blitzsauber bedient hatte.

Dustin Keil (links) und Tino Schmunck, der die Vorarbeit leistete, haben für das 2:1 gesorgt.

Die Gäste waren nach einer Halbzeit ohne Höhepunkte per Strafstoß in der 52. Minute durch Denis Mrkaljecic nicht unverdient in Führung gegangen. Für den Ausgleich sorgte nach Ecke von Marcus Niemitz Artur Dawid Bednarczyk mit seinem Kopfball in der 62. Minute. Der robuste, groß gewachsene Pole hatte damit einen Einstand nach Maß auf neuer Position. Coach Maximilian Dentz hat ihn nach dem Ausfall gleich mehrerer Offensivkräfte aus dem Mittelfeld in die Sturmspitze geschickt, und der gelernte Stürmer hat seine Sache gut gemacht.

Aufsteiger Mahlsdorf war taktisch gut ausgerichtet, störte früh und profitierte immer wieder von Fehlern der Gastgeber. Besonders nach dem verwandelten Elfmeter waren die Berliner nahe dran nachzulegen. Bis zum Abpfiff haben sie sich nicht geschlagen gegeben.

Jubel der TSG Neustrelitz nach dem Siegtreffer.

„Wir sind eine Familie und haben heute auch für unser verletztes Teammitglied Tom Kliefoth gespielt“, so Maximilian Dentz nach dem Match im Gespräch mit Strelitzius. „Das war heute ein Riesenschritt, und wir machen so weiter, Woche für Woche.“ Die TSG Neustrelitz ist jetzt, den Pokal mitgerechnet, sechs Spiele in Folge ungeschlagen. „Das ist schon eine Serie“, so mein Blogpartner. „Ich freue mich, dass die Mannschaft meine Vorgaben umsetzt. Sie lebt, sie hat Bock.“ Der Coach bestätigte die gute Leistung von Bednarczyk, will ihn zunächst im Angriff belassen und ist gespannt, wie er sich da weiter entwickelt. Besonders freue ihn natürlich der Siegtreffer von Dustin Keil im Parkstadion, der ja ein TSG-Eigengewächs ist.

Das letzte Wort hatte heute TSG-Präsident Hauke Runge, es fiel denkbar kurz aus: „Nach dem 0:1 war es noch ein verdienter Sieg.“ Die TSG ist mit dem heutigen Erfolg auf Platz 10 der Tabelle vorgerückt, punktgleich mit dem davor liegenden FC Mecklenburg-Schwerin, der ein Spiel mehr hat. Am kommenden Sonnabend treten die Neustrelitzer beim Tabellensiebenten RSV Eintracht 1949 im brandenburgischen Stahnsdorf an.

Dustin Keil schießt das Siegtor. „Ich habe noch gedacht, du darfst jetzt bloß nicht verziehen“, so der überglückliche etatmäßige Abwehrspieler gegenüber Strelitzius.

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