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Nur wenige Minuten dauerte es, dann hatte der Bagger die Rohre abgerissen. Fotos: Neubrandenburger Stadtwerke

Parallel zur Modernisierung des Fernwärmenetzes in der Neubrandenburger Oststadt (Strelitzius berichtete) wird derzeit auch die Erneuerung einer wichtigen Fernwärmetrasse in der Stadt fortgesetzt. Im Zuge der Arbeiten „wandern“ oberirdische Leitungen unter die Erde. Heute fiel ein sogenannter Hochdehner direkt an der Hochstraße.

Das ging schneller als gedacht. Mit Schweißbrenner und Bagger rückten die Bauarbeiter am Morgen an, um die Leitung an der Tilly-Schanzen-Straße zu kappen und abzureißen. Schon nach wenigen Minuten waren die Rohre samt der meterhohen Stützpfeiler auf die Seite gelegt. Hochdehner waren beim Bau der Leitungen einst als Durchfahrtsmöglichkeit gebaut worden.

Die Arbeiten sind Teil der Sanierung des sogenannten Süd-Ost-Stanges. Bis 2027 investiert neu.sw gut acht Millionen Euro in die Erneuerung der 3,5 Kilometer langen Trasse, die in den 1970er Jahren gebaut wurde. Sie führt von der Ihlenfelder Straße über das Burgholz bis zur Tilly-Schanzen-Straße. Alle neuen Leitungen werden unterirdisch verlegt.

In einer ersten Etappe waren im vergangenen Jahr die alten Stahlrohre zwischen Sponholzer und Tilly-Schanzen-Straße auf rund 260 Metern gegen Kunststoffmantelrohre ausgetauscht worden. Die neuen sind samt Isolierung 67 Zentimeter dick. Ihr Innendurchmesser beträgt knapp 45 Zentimeter, um das heiße Wasser für die Fernwärme durch die Stadt zu transportieren.

Gebaut wird am Fernwärmenetz übrigens immer nur im Sommer, also in der heizfreien Zeit. Das erklärt auch die lange Dauer des Projektes, mit dem die Wärmeversorgung der Stadt für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt wird.

Das sehen auch Bauarbeiter nicht alle Tage.