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Im Neustrelitzer Antiquariatsspeicher am Stadthafen, geöffnet derzeit dienstags bis sonnabends und zu Pfingsten von 14 bis 18 Uhr, bin ich heute von Blogfreunden gefragt worden, wann ich denn ein Kochbuch herausbringe. Zu viel der Ehre! Ich profitiere bei meinen Kochexperimenten ja nur von einer unaufhörlich wachsenden Sammlung, das müssen inzwischen ein paar tausend Rezepte sein. Auch mein heutiger Besuch im Büchertempel am Zierker See hat sich diesbezüglich gelohnt. An den Vorlagen lasse ich mich dann kreativ aus. Und gelingt der Balanceakt, dann landet das Ergebnis hier im Blog.

Zweite Vorbemerkung: Nach einer Reha werde ich momentan über die geniale Online-Therapieplattform „Caspar„, erste ihrer Art hierzulande, ein Jahr lang orthopädisch weiter betreut. Die Gesundheitsexperten bitten mich mit wöchentlich wechselnden Programmen nicht nur mehrmals auf die Trainingsmatte, sondern haben im Kapitel „Wissen“ unter anderem auch Empfehlungen für gesundes Essen parat.

Heute habe ich das leichte „Caspar“-Blumenkohlsommersüppchen ein klitzekleines bisschen kalorienreicher gemacht, bin aber davon überzeugt, kein Verbrechen begangen zu haben. Außerdem war noch der restliche Stangensellerie vom vergangenen Wochenende (Strelitzius berichtete) zu verarbeiten.

Ich habe 300 Gramm TK-Blumenkohl und zwei in Scheibchen geschnittene Selleriestangen sieben Minuten in Salzwasser gekocht, abgegossen, abgeschreckt und im Sieb geparkt. Dann habe ich eine klein geschnittene Zwiebel und drei gewürfelte Kartoffeln sowie weitere vier in Scheibchen geschnittene Selleriestangen und noch einmal 200 Gramm Blumenkohl in einem Esslöffel Rapsöl angedünstet, einen Liter Gemüsebrühe aufgefüllt und die Suppe 20 Minuten lang zugedeckt köcheln lassen.

Anschließend habe ich 200 Milliter Milch dazugegeben und die Suppe mit dem Pürierstab auf Trab gebracht. Petersilie, Muskat, Salz und Pfeffer sowie zwei Esslöffel Orangensaft, besser aus der Frucht als bei mir aus der Flasche, runden das Gericht ab. Jetzt noch die Gemüseeinlage aus Sellerie und Blumenkohl dazugeben, zusätzlich 150 Gramm Schinkenwürfel (kleine Sünde und verzichtbar!!!) einstreuen, alles aufkochen und mit einem Klecks Naturjoghurt sowie Schnittlauch auf dem Teller servieren.

Das alles ohne Sahne und Mehl! Dank an die Therapeuten von Caspar für die Anregung, das Essen war unbedingt lecker, und die minimale Fleischeinlage spielte, hallo, auch noch in der Light-Klasse.