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Falk Jagszent

In Stavenhagen wird derzeit eine Anlage zur Trocknung und Verbrennung von Klärschlamm geplant. Die Antragsunterlagen liegen nun öffentlich im StALU Mecklenburgische Seenplatte aus. Die Möglichkeit zur Einsichtnahme hat nun die Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN genutzt. „Unsere Hauptkritik richtet sich gegen den drohenden Abfalltourismus und die damit verbundene Umweltverschmutzung“, sagt der Fraktionsvorsitzende Falk Jagszent.

„Der Klärschlamm soll hauptsächlich aus Berlin und Brandenburg angeliefert werden. Bei voller Auslastung der Anlage bedeutet dies, dass jährlich 19.000 LKW durch Stavenhagen zur Anlage hin und von dort wegfahren. Dies ist den Bürger*innen in Stavenhagen und den Orten auf dem Weg nach Stavenhagen nicht zuzumuten. Eine Anlieferung per Bahn will der Betreiber alleine aus wirtschaftlichen Gründen nicht“, so Jagszent.

„Es ist auch nicht einzusehen, weshalb der Klärschlamm aus Berlin und Brandenburg in MV verbrannt werden soll. Durch den weiten Transport entstehen den Klärwerken voraussichtlich höhere Entsorgungskosten, die diese an die Bürger*innen weitergeben.“, erklärt Jagszent weiter. Besonders absurd werde es, wenn man bedenke, dass zukünftig Klärschlamm aus Neustrelitz und anderen Städten und Gemeinden aus der Seenplatte mit Lkw nach Rostock gefahren und dann dort verbrannt werden soll (Strelitzius berichtete). Klimaschutz und lokale Kreisläufe gingen mit Sicherheit anders.