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Mit Besorgnis hat der Verein queerNB den sogenannten „Spaziergang“ mehrerer hundert Menschen am Montagabend durch die Neubrandenburger Innenstadt kommentiert. Sie waren einem Aufruf über die sozialen Netzwerke gefolgt, um gegen die aus ihrer Sicht überzogenen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren. Eine Gegendemonstrantin sei verletzt worden, so der Verein in einer Pressemitteilung. Seitens der Polizei gibt es bislang keine Angaben zu der Aktion. Der nächste „Montagsspaziergang“ sei bereits angekündigt worden, heißt es bei queerNB.

Vereinsvorsitzender Marcel Spittel: „Bei dem gestrigen Protest haben sich Gruppen zusammengetan, die bislang vermeintlich keine Berührungspunkte hatten.“ Seite an Seite seien AfD- und CDU-Ratsherren mit Esoteriker*innen und Verschwörungstheoretiker*innen gelaufen. „Aufgegriffen wurden dabei Narrative, die bereits seit dem Aufschwung der neuen Rechten zu beobachten sind. Teils berechtigte und ernstzunehmende Sorgen vermengen sich dabei mit wirrer Kritik ‚gegen die da oben’und dem Aufruf zum ‚Widerstand‘. Auch wenn die Demonstrierenden gestern versuchten sich harmlos zu zeigen, bilden sie das Einfallstor für demokratiefeindliche Positionen“, so Spittel.

Gewalt gegen Andersdenkende dürfe in Neubrandenburg keinen Platz haben und sei durch nichts zu rechtfertigen! „Die Krise können wir nur solidarisch und friedlich meistern.“