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Tagesarchiv 14. November 2015

Sanders-Preisträgerin will Wert der Heimat bewusster machen

14 Samstag Nov. 2015

Posted by Strelitzius in Kultur

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Schlagwörter

Geschichte, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg, Preis

Gudrun Mohr, flankiert von Michael Körner (rechts) und Ulrich Spanka, Schatzmeister der Stiftung.

Gudrun Mohr, flankiert von Michael Körner (rechts) und Ulrich Spanka, Schatzmeister der Stiftung.

Mit der Neubrandenburgerin Gudrun Mohr (Jahrgang 1942) ist heute eine Frau, die „zur kulturellen Bereicherung vieler Menschen in der Region beiträgt“, mit dem Daniel Sanders Preis für Kultur und Demokratie geehrt worden. Die ehemalige Bibliothekarin und Mitbegründerin der Annalise-Wagner-Stiftung erhielt die Auszeichnung im Neustrelitzer Kulturquartier für ihr Lebenswerk, zu dem unter anderem mehr als 100 Publikationen zu regionalgeschichtlichen, naturkundlichen und biografischen Themen sowie mehrere Bücher gehören.

„Gudrun Mohr verfügt über einen unverzichtbaren kulturellen Erfahrungsschatz, ihr Name ist mit vielen kulturellen Errungenschaften der Region verbunden“, hob Laudator Dr. Rolf Voß, Leiter des Regionalmuseums Neubrandenburg, weiter hervor. Herzliche Worte der Anerkennung fand auch Olga Herzogin von Mecklenburg als Vertreterin des Hauses Mecklenburg-Strelitz.

Die Preisträgerin betonte in einer kleinen Ansprache, dass die Bewahrung jedes historischen Zeugnisses wichtig sei, erst recht in einer Region, die in ihrer Geschichte immer wieder von Kulturverlusen betroffen war. Ihr Anliegen sei es, „den Wert der Heimat“ für die hier lebenden Menschen bewusster zu machen und Gästen zu zeigen, „dass wir mehr zu bieten haben als eine schöne Landschaft“. Es gebe noch viele Themen, die der Aufarbeitung harren. Damit wende sie sich vor allem an die junge Generation, der heute die Welt offen stehe, die aber auch Bedingungen brauche, „wie die Zugvögel zurückzukehren und sich hier ihr Leben einzurichten“.

In seiner Festrede würdigte Staatssekretär a.D. Thomas Freund den Neustrelitzer Ehrenbürger Daniel Sanders (1819 bis 1897) als Sprachwissenschaftler der Moderne. Im Auftrag von Landrat Heiko Kärger (CDU) dankte Beigeordneter Michael Löffler (SPD) der Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz für die Fortführung des Daniel Sanders Preises, nachdem er im Ergebnis der Kreisgebietsreform nicht mehr vom Landkreis vergeben wurde. Die Auszeichnung soll künftig wieder alle zwei Jahre vorgenommen werden.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Michael Körner, bezeichnete den Blick in die Vergangenheit von Mecklenburg-Strelitz als Bereicherung für die Gegenwart. Er regte eine stärkere Zusammenarbeit zwischen seiner Einrichtung und der Annalise-Wagner-Stiftung an. Mit Blick auf den Veranstaltungsort hoffe er, die nächste Preisverleihung an gleicher Stelle in einem Daniel Sanders Saal vornehmen zu können. Ein Vortragsprogramm zum 200. Jahrestag des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz schloss sich an.

Süßsauer eingecremte Rübe führt direkt in die Sucht

14 Samstag Nov. 2015

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ 7 Kommentare

Schlagwörter

Essen, Kochen

Steckrübensuppe

Meine Tochter ist nun nicht gerade das Küchenwunder. Umso erstaunter war ich bei der Vorstellung meines wochenendlichen Kochplans, dass dem Goldkind Sour Cream geläufig ist. Bis ich erfuhr, dass die an jeder Ecke gereicht wird, wo es Ofenkartoffeln gibt. Was nun wiederum ich als Fast-Food-Muffel nicht wusste. So war es mir ein innerer Parteitag, als mir meine Hamburger Deern am Ende zugestand, dass meine Sour Cream um einiges besser schmeckt als das, was sie sonst so unter diesem Namen verschnabuliert hat.

Wobei es mir eigentlich um die Steckrübe ging. Spätherbstzeit und Winterzeit sind Rübenzeit. Je 300 Gramm Steckrüben, Kartoffeln und Schalotten geschält und zerteilt in 1,5 Litern Wasser 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren. Nach dieser Anfängerübung erfolgt die Aufwertung. Ich habe 200 Gramm Crème fraiche mit 500 Gramm Magerquark und einem TK-Päckchen Kräutermischung, einer fein gewürfelten Zwiebel und drei gepressten Knoblauchzehen zusammengebracht. Dazu gesellen sich drei Esslöffel Weißweinessig, ein Esslöffel Zucker, ein Teelöffel Salz und ein halber Teelöffel Pfeffer.

Alles gut vermischen und Teller für Teller löffelweise unter die Suppe rühren. Dazu frisches Brot. Auf dem übrigens Sour Cream nicht weniger schmeckt. Auch am nächsten Tag, und am übernächsten… Das Zeug macht süchtig. Für Risiken und Nebenwirkungen fühle ich mich nicht zuständig. Und wer trotz der jüngsten Attacken auf Fleisch und Wurst immer noch kein Vegetarier ist, rieselt sich ein paar angebratene Schinkenwürfel zwischen die Rüben. Nur keine falsche Bescheidenheit!

Bahnaktivisten drängen Kommunen zum Handeln

14 Samstag Nov. 2015

Posted by Strelitzius in Bahn

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Schlagwörter

Bahn, Bürger, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Verkehr

Will die Kleinseenbahn eine Zukunft haben, müssen auch ihre Bahnhöfe attraktiver werden.

Will die Kleinseenbahn eine Zukunft haben, müssen auch ihre Bahnhöfe attraktiver werden.

Die Zukunft der Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow steht und fällt auch mit ihren Bahnhöfen und deren Umfeld. Darauf hat Christiane Bongartz, Sprecherin der Bürgerinitiative Pro Schiene, in einem Gespräch mit Strelitzius verwiesen. Die Initiative arbeitet in Auswertung des jüngsten Gutachtens im Auftrag des Landes an einem Maßnahmekatalog, den sie im Januar in den Stadtvertretungen sowie beim Landkreis vorstellen will. „Höchste Eile ist geboten, bereits 2016 müssen wichtige Dinge umgesetzt werden, denn 2017 erfolgt bereits die endgültige Bewertung der Bahnlinie im Auftrag Schwerins und damit die Entscheidung, ob sie über das Pilotprojekt hinaus Bestand haben wird“, so die Aktivistin. Da habe man keine Chance, wenn nichts getan worden ist.

Parallel bemüht sich die Bürgerinitiative im Kontakt mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) um die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine mögliche Überführung der Bahn in den „Normalbetrieb“ über 2017 hinaus. Der Landesvater hatte bei einer Sprechstunde mit BI-Vertretern Vermittlungshilfe angeboten.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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