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Gudrun Mohr, flankiert von Michael Körner (rechts) und Ulrich Spanka, Schatzmeister der Stiftung.

Gudrun Mohr, flankiert von Michael Körner (rechts) und Ulrich Spanka, Schatzmeister der Stiftung.

Mit der Neubrandenburgerin Gudrun Mohr (Jahrgang 1942) ist heute eine Frau, die „zur kulturellen Bereicherung vieler Menschen in der Region beiträgt“, mit dem Daniel Sanders Preis für Kultur und Demokratie geehrt worden. Die ehemalige Bibliothekarin und Mitbegründerin der Annalise-Wagner-Stiftung erhielt die Auszeichnung im Neustrelitzer Kulturquartier für ihr Lebenswerk, zu dem unter anderem mehr als 100 Publikationen zu regionalgeschichtlichen, naturkundlichen und biografischen Themen sowie mehrere Bücher gehören.

„Gudrun Mohr verfügt über einen unverzichtbaren kulturellen Erfahrungsschatz, ihr Name ist mit vielen kulturellen Errungenschaften der Region verbunden“, hob Laudator Dr. Rolf Voß, Leiter des Regionalmuseums Neubrandenburg, weiter hervor. Herzliche Worte der Anerkennung fand auch Olga Herzogin von Mecklenburg als Vertreterin des Hauses Mecklenburg-Strelitz.

Die Preisträgerin betonte in einer kleinen Ansprache, dass die Bewahrung jedes historischen Zeugnisses wichtig sei, erst recht in einer Region, die in ihrer Geschichte immer wieder von Kulturverlusen betroffen war. Ihr Anliegen sei es, „den Wert der Heimat“ für die hier lebenden Menschen bewusster zu machen und Gästen zu zeigen, „dass wir mehr zu bieten haben als eine schöne Landschaft“. Es gebe noch viele Themen, die der Aufarbeitung harren. Damit wende sie sich vor allem an die junge Generation, der heute die Welt offen stehe, die aber auch Bedingungen brauche, „wie die Zugvögel zurückzukehren und sich hier ihr Leben einzurichten“.

In seiner Festrede würdigte Staatssekretär a.D. Thomas Freund den Neustrelitzer Ehrenbürger Daniel Sanders (1819 bis 1897) als Sprachwissenschaftler der Moderne. Im Auftrag von Landrat Heiko Kärger (CDU) dankte Beigeordneter Michael Löffler (SPD) der Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz für die Fortführung des Daniel Sanders Preises, nachdem er im Ergebnis der Kreisgebietsreform nicht mehr vom Landkreis vergeben wurde. Die Auszeichnung soll künftig wieder alle zwei Jahre vorgenommen werden.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Michael Körner, bezeichnete den Blick in die Vergangenheit von Mecklenburg-Strelitz als Bereicherung für die Gegenwart. Er regte eine stärkere Zusammenarbeit zwischen seiner Einrichtung und der Annalise-Wagner-Stiftung an. Mit Blick auf den Veranstaltungsort hoffe er, die nächste Preisverleihung an gleicher Stelle in einem Daniel Sanders Saal vornehmen zu können. Ein Vortragsprogramm zum 200. Jahrestag des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz schloss sich an.