Die Grüneberg-Orgel in der Neustrelitzer Stadtkirche. Foto: Wilfried Baganz
Orgelpfeifen werden seit Jahrhunderten aus Holz, Zinn und Blei gefertigt. Diese haben jedoch gesundheitliche und technologische Nachteile. Das Unternehmen Historische Tasteninstrumente Schmidt aus Kritzmow sowie die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock und die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Mecklenburg-Vorpommern GmbH wollen jetzt gemeinsam eine Alternative entwickeln. „Mit dem Vorhaben soll ein innovativer Ansatz zur Fertigung von Orgelpfeifen verfolgt werden. Das traditionelle Handwerksunternehmen und die Forschungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um die Potentiale von Aluminium-Legierungen beim Bau von Orgelpfeifen zu prüfen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides vor Ort.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung neuartiger metallischer Orgelpfeifen auf der Basis von geeigneten Aluminium-Legierungen und die Erarbeitung eines neuartigen handwerklich anwendbaren Fertigungsverfahrens dafür. Die Materialien weisen gegenüber den herkömmlichen Legierungen aus Zinn und Blei zahlreiche Vorteile wie Unbedenklichkeit als Gift, vollkommene Kriechbeständigkeit – damit keine Verformung – und eine bessere Korrosionsbeständigkeit auf.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 978.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 758.000 Euro für alle drei Partner.
Im Juli waren in der Seenplatte 54 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Juni, insgesamt 10.657. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind es 253 Arbeitslose weniger. Arbeitsagenturchef Besse: „Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im Seenplattelandkreis bereits den fünften Monat in Folge gesunken, trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, einsetzender Sommerpause und nachlassender Dynamik im längerfristigen Vergleich. Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiterhin hoch und führt zu Engpässen in einigen Berufen und Regionen. Gleichwohl bleiben Herausforderungen – mit denen sowohl die heimische Wirtschaft als auch die Arbeitsuchenden konfrontiert sind – bestehen.“
Thomas Besse. Foto: B4B MV
Besse erklärte, „dass die nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in der Region hauptsächlich auf die Folgen des Krieges in der Ukraine, die Inflation und den Problemen in den Lieferketten zurückzuführen ist.“ Zusätzlich machen sich Demografie und der Fachkräftemangel bemerkbar. Der Agenturchef nannte außerdem drei weitere Gründe für die nachlassende Dynamik die für den Julimonat typisch sind: „Erstens ist der 30. Juni ein Kündigungstermin, an dem traditionell (befristete) Beschäftigungsverhältnisse enden. Zweitens laufen auch Ausbildungsverhältnisse aus, und viele junge Menschen beginnen erst nach den Sommerferien ihre berufliche Laufbahn. Drittens warten viele Unternehmen oft bis zum Ende der Sommerferien, bevor sie neue Mitarbeiter einstellen. All diese Faktoren tragen zur Situation auf dem Arbeitsmarkt in diesem Monat bei.“
Im Juni waren in der Seenplatte 299 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai, insgesamt 10.711 Bürer. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind es 194 Arbeitslose mehr. „Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Seenplattelandkreis den vierten Monat in Folge gesunken. Der saisonal typische Rückgang ist ein ermutigendes Zeichen, das auf eine gewisse Stabilität hinweist. Trotzdem sollten wir die gegenwärtige Situation mit Vorsicht betrachten, da die Dynamik am Arbeitsmarkt nicht mehr so stark ist, wie vor der COVID-19 Pandemie“, sagte der Neubrandenburger Arbeitsagenturchef Thomas Besse heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.
Der längerfristige Vergleich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit – von Mai auf Juni – macht die saisonale Dynamik sichtbar: „Im Juni 2021 verzeichneten wir einen bemerkenswert starken Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 819 Personen. Dies war der stärkste Rückgang in den vergangenen acht Jahren. Im Vergleich dazu ist der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr – mit einem Minus von 250 Personen – deutlich geringer ausgefallen“, betonte Besse.
„Die niedrigeren Rückgänge der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum langfristigen Trend zeigen, dass wir uns möglicherweise in einer Phase des Plateaus befinden. Diese Entwicklung erfordert unsere gesamte Aufmerksamkeit und gemeinsame Anstrengungen – aller relevanten Akteure am Arbeitsmarkt. Dazu werden wir weiterhin eng mit den Unternehmen und anderen relevanten Akteuren zusammenarbeiten, um die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu stärken und Arbeitsuchende bestmöglich zu unterstützen.“
Thomas Besse. Foto: B4B MV
„Es ist interessant zu beobachten“, stellte Besse heraus, „dass im Vergleich zum Juni 2021 die Anzahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigung beenden konnten, im Juni dieses Jahres deutlich gesunken ist.“ Von 1.169 im Vorjahresmonat auf 692 im aktuellen Juni. Das zeigt die veränderte Dynamik am Arbeitsmarkt aber auch, dass Betriebe im schwierigen Umfeld zurückhaltender bei der Neueinstellung von arbeitslosen Menschen geworden sind.“
Besse erklärte, dass die Ursachen für die nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in der Region vor allem auf die Folgen des Krieges in der Ukraine, der Inflation und den Problemen in den Lieferketten zurückzuführen sind. Auch machten sich Demografie und der Fachkräftemangel bemerkbar.
Erfreulich sei, so der Agenturchef, dass sich die Zahl der Stellenmeldungen weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt. Das zeige die relativ hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Seit Jahresbeginn wurden den beiden Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagentur und Jobcentern im Landkreis knapp 2.950 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. „Allein im Juni haben unsere Arbeitgeberservice-Teams 469 freie Stellen akquiriert. Nur 43 weniger als im Vorjahreszeitraum“, so Besse
Verarbeitendes Gewerbe, Pflege- und Gesundheitsbranche am stärksten von Fachkräfteengpässen betroffen
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mangelt es an Fachkräften. Vor allem im Bau- und verarbeitenden Gewerbe sowie in sozialen und technischen Berufen fehlen qualifizierte Menschen. Um dieser Situation erfolgreich zu begegnen, intensivieren die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Landkreis ihre Bemühungen zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten. „Die Pflege sowie das verarbeitende Gewerbe gehören seit vielen Jahren zu den Engpassberufen im Seenplattelandkreis. Nicht viel besser sieht es aus bei den Verkehrs- und Logistikberufen, Bau- und Ausbauberufen sowie IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen sowie bei den Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen. Auch hier ist der Bedarf an Fachkräften ungebrochen hoch“, sagte Besse. Seit Monaten übersteigt die Zahl der gemeldeten Stellen – für Fachkräfte – die Zahl der Arbeitslosen. Allerdings: Bei den weniger qualifizierten Hilfskräften ist die Situation umgekehrt. Hier gibt es mehr Bewerber als Stellen. Deshalb ist die Qualifizierung für den Arbeitsagenturchef „eine entscheidende Säule.“ Wir müssen uns noch mehr auf die Förderung von Bildung – auch im Betrieb – konzentrieren, um sicherzustellen, dass die Arbeitskräfte den Anforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarktes gerecht werden können.“
Zum Abschluss ging Besse auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt im Seenplattelandkreis ein. „Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres. Aber: Der Ausbildungsmarkt bietet weiterhin Chancen für alle, die noch auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle sind. Es gibt noch so viele Unternehmen, die interessante Ausbildungsplätze anbieten. Darum kann ich denen, die bisher vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, nur empfehlen: Meldet Euch bei der Berufsberatung. Nutzt darüber hinaus für die Ausbildungssuche die AzubiWelt-App der Bundesagentur für Arbeit. Die App ist kostenlos und wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entwickelt. Es gibt die App für Smartphones mit Apple oder Android Betriebssystem. Und wer noch Tipps rund um das Thema Bewerbung benötigt, ist auf der Seite www.planet-beruf.de genau richtig.
Fachkräftesicherung: Berufsabschlüsse erfolgreich gestalten – mit Assistierter Ausbildung
„Ich möchte an die Personalverantwortlichen appellieren“, unterstrich Besse, „nutzen Sie, neben der Einstiegsqualifizierung (EQ), das Instrument der ‚Assistierten Ausbildung‘. Mit der Assistierten Ausbildung unterstützen wir Sie und Ihre Nachwuchskräfte auf dem Weg zum Berufsabschluss. Wir helfen Ihnen dabei, dass Ihre Auszubildenden ihre Lehre erfolgreich abzuschließen. Auch Ihr Unternehmen kann davon entscheidend profitieren! Wenden Sie sich bei Fragen gerne an unsere Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis. Dort werden Sie kompetent beraten.“
Im Mai waren in der Seenplatte 384 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im April. Insgesamt 11.010. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 %. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind es 975 Arbeitslose mehr.
Stephan Bünning
Stephan Bünning, Vizechef der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, auf der monatlichen Pressekonferenz: „Im Mai ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Seenplattelandkreis wie für den Monat üblich gesunken. Trotz vieler Unwägbarkeiten, die derzeit die Wirtschaft in der Seenplatte und auch global bewegen, hat sich der Arbeitsmarkt bislang saisonüblich entwickelt – vom leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar und Februar, dann der spürbare Schub für die Beschäftigung durch die Frühjahrsbelebung im April und die dadurch in den vergangenen beiden Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen. Das ist eine gute Nachricht für uns in der Seenplatte.“
„Erfreulich sei“ – so der Vizeagenturchef – „dass die Arbeitslosigkeit bei allen Alters- und Personengruppen sinkt. Speziell die Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitslosen – 55 Jahre und älter – hat im Vormonatsvergleich mit einem Minus von 137 oder 4,4 % – deutlich abgenommen. Damit ist die Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe im Mai am kräftigsten gesunken.“
Bedarf an zusätzlichem Personal ungebrochen hoch
Über 3.100 freie Arbeitsstellen haben Unternehmen den Arbeitgeberservice-Teams gemeldet. „Zum überdurchschnittlich hohen Niveau des Vorjahres fehlen damit allerdings gut 240 Stellen in der Seenplatte“, so Bünning. Besonders im Baugewerbe, im verarbeitenden Gewerbe; im Gesundheits- und Sozialwesen; im Gastgewerbe; im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe werden Mitarbeitende gesucht.
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mangelt es an Fachkräften. Vor allem im Bau- und verarbeitenden Gewerbe sowie in sozialen und technischen Berufen fehlen qualifizierte Menschen. Um dieser Situation erfolgreich zu begegnen, intensivieren die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Landkreis ihre Bemühungen zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten.
„Die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Seenplattelandkreis erkennen die dringende Notwendigkeit“, sagte Bünning, „Arbeitslose und Beschäftigte gezielt in ihren Qualifikationen zu fördern, um ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Dabei ist es von großer Bedeutung, die vorhandenen Potenziale zu nutzen und die Kompetenzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken. Denn die Fachkräftesicherung stellt eine der größten Herausforderungen für die kommenden Jahre dar, der wir uns im Landkreis verstärkt widmen müssen. Darum setzen die Arbeitsagentur und die Jobcenter auf eine intensive Qualifizierungsoffensive, um das Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt auszugleichen und den Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften zu decken.“
Breites Spektrum an Maßnahmen
Die Qualifizierungsmaßnahmen umfassen ein breites Spektrum an Angeboten, die individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt werden. Dazu zählen berufliche Weiterbildungen, Umschulungen, Praktika und Coachings. „Unser Ziel ist es“, betonte Bünning, „die vorhandenen Fähigkeiten zu erweitern, neue Kompetenzen zu erwerben und somit die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden nachhaltig zu verbessern.“ Und weiter sagte Bünning: „Durch die Qualifizierungsmaßnahmen erhalten Arbeitslose die Möglichkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu positionieren und attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Beschäftigte können durch gezielte Weiterbildungen ihre Karrierechancen erhöhen und den steigenden Anforderungen in der Arbeitswelt gerecht werden.“
Die Arbeitsagentur und die Jobcenter stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während des gesamten Qualifizierungsprozesses beratend und unterstützend zur Seite. Gemeinsam werden individuelle Bildungswege erarbeitet und passende Qualifizierungsangebote vermittelt.
Arbeitgeber im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte werden ermutigt, von den Qualifizierungsmaßnahmen zu profitieren und eng mit den Arbeitgeberservice-Teams – von Arbeitsagentur und den beiden Jobcentern im Landkreis -zusammenzuarbeiten. „Durch die gezielte Förderung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern können Unternehmen ihre Fachkräftesicherung langfristig gewährleisten und gleichzeitig den regionalen Wirtschaftsstandort stärken“, ist sich Bünning sicher.
Im April waren in der Mecklenburgischen Seenplatte 582 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im März, insgesamt 11.394. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,9 Prozent. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind es 1.048 Arbeitslose mehr.
Arbeitsagenturchef Thomas Besse: „Nachdem die Frühjahrsbelebung im März schwächer ausgefallen ist als erwartet, gewinnt der Arbeitsmarkt – trotz vieler Unwägbarkeiten, die derzeit die Wirtschaft in der Seenplatte und auch global bewegen – deutlich an Fahrt. Insbesondere die Stellenmeldungen haben zugelegt. Insgesamt sind rund 3.200 offene Stellen gemeldet, 159 mehr als im Vormonat. Gleichzeitig haben mehr als 1.100 Menschen eine neue Arbeitsstelle gefunden – und damit ihre Arbeitslosigkeit beendet“
Die Frühjahrsbelebung sorgt im April für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit. „So ist allein in Röbel – um nur ein Beispiel zu nennen – die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der einsetzenden Tourismussaison um 106 oder 15,4 Prozent gegenüber dem Vormonat März gesunken“, so der Agenturchef. Fast alle Alters- und Personengruppen – bis auf Ausländer – profitieren von der Belebung auf dem Arbeitsmarkt im Frühling: „Ob unter 25 oder über 55, ob Langzeitarbeitsloser oder Bewerber mit Schwerbehinderung – gegenüber dem Vormonat März und dem April des Vorjahres ging bei allen Gruppen die Arbeitslosigkeit zurück“, sagte Besse.
Auch Langzeitarbeitslose und Behinderte profitieren
„Dabei freut es mich im Besonderen“ – so Besse – „dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Seenplatte auch für zwei Gruppen auszahlt, die es besonders schwer am Arbeitsmarkt haben: die Menschen mit Behinderung und die Langzeitarbeitslosen. Für beide geht die jeweilige Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich zurück.“
Den Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis wurden seit Jahresbeginn 1.970 offene sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Der Bedarf an zusätzlichem Personal ist ungebrochen hoch. Besonders im verarbeitenden Gewerbe; im Gesundheits- und Sozialwesen; im Gastgewerbe; im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe werden Mitarbeitende gesucht. Insgesamt verzeichnet die Agentur in der Seenplatte 3.223 gemeldete offene Arbeitsstellen.
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist – es liegen die September-Daten vor (!) – im Vergleich zum Vorjahr um 581 oder um 0,6 Prozent gesunken: von 94.573 auf 93.992. Bei Erziehung, Sozialarbeit Heilerziehungspflege (+300), in der Altenpflege (+270) Gesundheitswesen (+210) sowie im Vertrieb (+120) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. In der Werbung und Marketing (-590), Verkauf von Lebensmitteln; (-310) sowie Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (-170) sind Arbeitsplätze verlorengegangen.
Entwicklung am Ausbildungsmarkt
Zum Abschluss ging Besse auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. „Allen Arbeitsmarktpartnern ist bewusst, dass es immer schwerer wird, freie Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Aktuell sind 857 freie Ausbildungsplätze gemeldet. Ihnen stehen 658 ‚unversorgte‘ Jugendliche gegenüber. Für den Arbeitsagenturchef zeigen die Daten: „Neben der allgemeinen demografischen Entwicklung wollen viele Jugendliche nach dem mittleren Schulabschluss lieber höhere Abschlüsse erreichen, viele auch studieren. Auch dadurch wird es für Unternehmen und Betriebe immer schwieriger Ausbildungsstellen zu besetzen.“
An die Abiturienten gerichtet sagte Besse: „Eine duale Ausbildung kann auch für junge Menschen mit Abitur eine tolle Alternative zum Studium sein – und die Karrierechancen mit einer Ausbildung sind vielfältig – nahezu perfekt. Man kann seinen Meister machen, einen Betrieb übernehmen oder einen Fachwirt aufsetzen. Junge Menschen sollen den Weg einschlagen, der zu ihnen und ihren Talenten passt.“
E-Mobilität und Wärme aus Ökostrom – die Neubrandenburger Stadtwerke zeigen zum Tag der Erneuerbaren Energien, welchen Beitrag sie zur Nachhaltigkeit in der Daseinsvorsorge leisten können. Dazu lädt neu.sw am 28. April von 14.00 bis 17.00 Uhr gleich an zwei seiner Standorte ein. In der Warliner Straße öffnen sich sowohl die Tore der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) als auch der Power-to-Heat-Anlage auf dem Gelände des Heizkraftwerks nebenan. Bus-Experten sowie Ingenieure und Meister ermöglichen vor Ort Einblicke in die Technik und beantworten Fragen.
Nach Jahren des Verzugs und der Diskussion soll der Ausbau der Bundesstraße B 96 stetig weiter vorangetrieben werden. Das erklärte der Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestern dem Entwicklungsbeirat B 96 – Mecklenburgische Seenplatte in der IHK Neubrandenburg. Reinhard Meyer betonte in dem Gremium, dass der Ausbau der Bundesstraße Priorität beim Land genießt. Er bezeichnete die Verbindung als „wichtige Magistrale für Mecklenburg-Vorpommern“ zur Anbindung an den Berliner Raum.
Das sahen die meisten anwesenden Vertreter des Beirates genauso. Für die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, die sich seit Jahrzehnten für den Ausbau gegenüber dem Land und dem Bund stark macht, sind das gute Nachrichten. „Die B 96 ist für die rund 20.000 ansässigen Unternehmen zwischen Neubrandenburg und Oranienburg von herausragender Bedeutung, um eine sichere, leistungsfähigere sowie verlässlichere Anbindung an den Großraum Berlin zu erhalten. Nur so können wir uns im Wettbewerb der Wirtschaftsregionen weiterhin behaupten“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch.
Zur Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt in der Seenplatte sind noch 688 Jugendliche ohne Lehrstelle – neun mehr als im Vorjahr. Dem standen bis Mitte März noch 878 unbesetzte Ausbildungsplätze – 184 weniger als im Vorjahr – gegenüber. Die Neubrandenburger Arbeitsagentur erwartet noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt, heißt es in einer Pressemitteilung. Rein rechnerisch entfallen auf jeden Bewerber 1,5 Ausbildungsstellen.
Thomas Besse. Foto: B4B MV
Anlässlich der Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt resümierte Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur: „Die Unternehmen in der Seenplatte suchen händeringend nach Fachkräften. Daran haben auch die Pandemie, sowie die wirtschaftlichen und geopolitischen Einflüsse nichts geändert. Umso erfreulicher ist es, dass die Unternehmen im Landkreis an ihrer hohen Ausbildungsbereitschaft festhalten. Damit haben Bewerberinnen und Bewerber sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten! Und die Wirtschaft braucht dringend junge Nachwuchskräfte zur Sicherung der Fachkräftebedarfe. Meine Empfehlung: Junge Menschen sollen den Weg einzuschlagen, der zu ihnen und ihren Talenten passt.“
Im März waren in der Mecklenburgischen Seenplatte 312 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Februar, Insgesamt 11.976. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,3 Prozent. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind es 1.110 Arbeitslose mehr.
Thomas Besse, Chef der Arbeitsagentur Neubrandenburg: „Trotz der wirtschaftlichen und geopolitischen Einflüsse haben die Vorboten der saisonalen Frühjahrsbelebung die Arbeitslosenzahlen im März – in der Seenplatte – wieder unter die 12.000er Marke sinken lassen. Allerdings sind die Unternehmen weiterhin zurückhaltend bei der Neumeldung von Arbeitsstellen. Insbesondere die nun kräftig einsetzende Tourismussaison stimmt mich auch für die kommenden Monate zuversichtlich.“
Da der Unternehmensalltag nach wie vor stark von der Suche nach einer verlässlichen, bezahlbaren und möglichst nachhaltigen Energie- und Rohstoffversorgung bestimmt wird, haben die Stadt Waren (Müritz) und die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) Unternehmen aus Stadt und Region Waren (Müritz) am heutigen Montag zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung ins Warener Haus des Gastes geladen.
Unter dem Titel „Impulse für ein kosteneffizientes und nachhaltiges Energiemanagement im Unternehmen“ präsentierten Arne Rakel (Technischer Berater der Landes- und Klimaschutzagentur M-V/ LEKA M-V) und Dirk Klein (Manager für Nachhaltigkeit und Digitalisierung Hotel- und Ferienanlage HAFFHUS GmbH) den rund 40 UnternehmerInnen vor Ort nützliche und umsetzbare Informationen zu einem nachhaltigen Energiemanagement im eigenen Betrieb.
Erfahrener Berater: Keine Panik
Nach der Begrüßung durch Norbert Möller, Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz) und Sabine Lauffer, Geschäftsführerin der WMSE, gab der erfahrene LEKA-Energieberater Rakel zunächst einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten für Unternehmen, durch Effizienzsteuerung und mit erneuerbaren Energien Verluste, Kosten und Emissionen zu senken. Von der Erfassung des Energieverbrauchs, der Identifizierung bzw. Verringerung der Verluste über die THG-Bilanzierung (klimarelevante Treibhausgase) spannte er den Bogen zu den Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energiequellen inklusive Wasserstoff, unterschiedliche Speichersysteme für Strom und Wärme, den Einsatz von Elektromobilität im Unternehmen bis hin zu den Fragestellungen der Energieeffizienz von Dienstleistern, PPA-Energielieferverträgen (langfristige Energielieferverträge) und aktuellen Fördermöglichkeiten. Rakel betonte, dass bei allen anstehenden Anforderungen gerade Unternehmen nicht in Panik geraten sollten.
Natürlich kann sich ein Unternehmen selbst mit der Frage nach effizienter und nachhaltiger Energieversorgung auseinandersetzen. Man sollte aber auch immer die Versorger und die Kommune einbeziehen, da es sich bei den anstehenden Herausforderungen auch um Fragen einer energetischen Infrastruktur handelt und damit um eine Standortfrage. Rakel verwies abschließend auch noch einmal darauf, dass die LEKA M-V im Rahmen der Kampagne MVeffizient Unternehmen kostenlos hinsichtlich Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und E-Mobilität berät – vor Ort und in regelmäßigen Online-Stammtischen und -Veranstaltungen mit zahlreichen Beispielen erfolgreich umgesetzter Maßnahmen.