Neubrandenburger Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für ihre Stadt. Dazu trafen sich am Donnerstag, 27. Oktober, rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Hochschule Neubrandenburg, um sich über Probleme, Visionen und neue Kommunikationsstrukturen in den Stadtvierteln West und Mitte auszutauschen.
Der diesjährige Tag des Friedhofes am Sonnabend, 17. September, widmet sich einem ganz besonderen Ereignis für Neubrandenburg. In diesem Jahr besteht der Neue Friedhof in der Oststadt seit 100 Jahren. Zum Jubiläum dieser bedeutsamen Friedhofsanlage lädt die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg um 10 Uhr zu einer feierlichen Veranstaltung und Besichtigung auf dem Neuen Friedhof in der Oststadt ein.
Falko Gildhorn ist der neue Citymanager in Neustrelitz. Der 42 Jahre alte Kaufmann für Marketing und Kommunikation bringt für seine Tätigkeit in der Residenzstadt umfangreiche Erfahrungen in der Pressearbeit und im Marketing mit. Der Neubrandenburger ist sehr heimatverbunden und auch privat mit der Familie viel in der Region rund um Neustrelitz unterwegs.
Bürgermeister Henry Tesch begrüßt Claudia Lamm, die am 1. September ihre Tätigkeit als Stadtplanerin in Mirow für das Areal Unteres Schloss aufnehmen wird. Foto Stadt Mirow
Mirow hat mit Claudia Lamm aus Blankenförde ab dem 1. September eine Stadtplanerin. In den Vorhabenbeschluss zum Unteren Schloss in Mirow aus dem Jahr 2021 waren verschiedene Aspekte aufgenommen worden, darunter die Ausschreibung einer Stelle für diesen Bereich.
Im Kern geht es um die Sicherung und Restaurierung sowie Nutzung des leerstehenden Unteren Schlosses mit barockem Flügelgebäude in der Mitte der Stadt Mirow und Einbeziehung der dazugehörigen Außenanlagen. Die Stadt Mirow hat mit der Ausschreibung der Stelle diesen Prozess in Angriff genommen. Das Untere Schloss ist Bestandteil des Schlossensemble Mirow.
Jahrelange Erfahrungen als Bauingenieurin
„Ich bin so etwas wie eine Rückkehrerin“, sagt Claudia Lamm, die seit 2020 ihren Lebensmittelpunkt in Blankenförde hat. „Meine Mutter kommt aus Kakeldütt.“ „Claudia Lamm hat jahrelange Erfahrungen in ihrer Tätigkeit als Bauingenieurin in einer brandenburgischen Kleinstadt mit historischem Stadtkern“, so Bürgermeister Henry Tesch.
„Auf mich hat die Ausschreibung der Stadt Mirow von vornherein elektrisierend und motivierend gewirkt,“ so die 58jährige, die ihren Abschluss seinerzeit am Technikum in Alt-Strelitz gemacht hat. „Ich bin absolut davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, dass die Stadt Mirow dieses Areal in Eigenregie für Einwohner, Gäste und Urlauber entwickelt, auch wenn es ein Stück harter Arbeit ist.“
„Claudia Lamm hat sowohl im Bewerbungsverfahren seitens der Findungskommission als auch bei ihrer Vorstellung im Hauptausschuss der Stadt Mirow überzeugt“, ergänzt Henry Tesch. Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet.
Weitere Unterlagen über den Sommer auf den Weg gebracht
„Wir haben darüber hinaus die Zeit jetzt im Sommer wieder intensiv genutzt und weitere Schreiben und Unterlagen auf den Weg gebracht. So habe ich mich als Bürgermeister an den Innen-und Bauminister Christian Pegel gewandt. Ich hatte auch Gelegenheit, Christian Pegel vor Kurzem das Areal insgesamt vor Ort zu zeigen. Ebenso haben wir uns mit weiteren Unterlagen an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gewandt“, berichtet Henry Tesch weiter.
Die Stadt Mirow hat erfolgreich 2,8 Millionen Euro Förderung beim BKM für dieses Vorhaben eingeworben. „Das sind insgesamt immer lange Prozesse mit sehr viel Arbeit, die oft nicht gesehen werden“, verdeutlicht Henry Tesch, „aber der Erfolg gibt uns recht.“
Notsicherung des Rotdornhauses wird ausgeschrieben
In Kürze sollen zudem die Vorbereitungen für die Ausschreibungen für das Flügelgebäude (Rotdornhaus) abgeschlossen sein. „Hier geht es dann um die Vergaben für die ausgeschriebenen Leistungen für die sogenannte Notsicherung. Hier konnten wir erfolgreich 203.800 EUR vom Land Mecklenburg-Vorpommern einwerben“, berichtet der Bürgermeister.
„Insgesamt gefällt mir auch“, sagt Claudia Lamm, „wie bereits jetzt mit der Kulturbühne sowie der Alten Feuerwehr das Areal kulturell belebt und ins Bewusstsein zurückgeholt wird.“ Apropos Alte Feuerwehr, hier wird Claudia Lamm ab 1. September ihren Arbeitsplatz haben.
Wasserwanderrastplatz erfordert Umdenken
„Auch in diesem Bereich mussten wir umdenken. Die von uns als Stadt aufwändig erarbeite Planung für den Wasserwanderrastplatz ist nach einem Arbeitsgespräch in diesem Jahr im Wirtschaftsministerium des Landes als zu teuer und nicht förderfähig seitens des Landes eingeschätzt worden. Wir haben das Projekt jetzt quasi aufgeteilt. Die Idee sieht nun vor, die Alte Feuerwehr als Einzelprojekt fördern zu lassen. In einem weiteren Schritt werden wir auf das Wirtschaftsministerium des Landes mit einer neuen Variante für den Wasserwanderrastplatz zu gehen. Die Gesprächsbereitschaft seitens des Landes liegt bereits vor. Wir werden jetzt mit den Gremien der Stadt, vorrangig zunächst mit dem Bauausschuss, dazu beraten“, informiert Henry Tesch.
Abschließend möchten Claudia Lamm und Henry Tesch noch einen Aufruf starten: „Wir sind an sämtlichen Unterlagen, Fotos, Dokumenten bis hin zu Erinnerungen zum Unteren Schloss interessiert. Kommen Sie auf uns zu.“
Das Foto-Studio Jung in der Residenzstadt hat seinen Kalender „Neustrelitz im Wandel der Zeit“ für 2023 in den Handel und gleichzeitig mir auf den Tisch gebracht. Es bleibt seiner Idee treu und stellt auch diesmal historische und neue Aufnahmen in der Residenzstadt einander gegenüber. Fotografenmeisterin Ines Jung selbst hat die Gestaltung übernommen.
Der Kalender führt in die Strelitzer Straße, zum Husarenmarkt, auf den Neuen Markt, in den Schlossgarten, an den Bahnhof, zum Rathaus und an den Zierker See. Weiter geht der Spaziergang in die Tiergartenstraße, zum Carolinenstift, auf den Markt und zurück in die Strelitzer Straße.
Die Edition ist im Foto-Studio Jung, in der Buchhandlung Wilke und in der Tourist-Information Neustrelitz erhältlich.
Vom Residenzschlossverein Neustrelitz unterstützte virtuelle Präsentation des Schlosses auf der Weltausstellung 2022 in Dubai.
Es gibt offensichtlich anhaltende Unstimmigkeiten im Residenzschlossverein Neustrelitz rund um die am Wochenende schließende Sonderausstellung „Der Neustrelitzer Schlossberg im Wandel. Geschichte – Gegenwart – Zukunft“ (Strelitzius berichtete). Laut Impressum handelt es sich um eine Ausstellung des Residenzschlossvereins Neustrelitz e.V., die in Zusammenarbeit mit dem Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart unter Leitung von Professor Dipl.-Ing Alexander Schwarz und dem Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz entstanden ist. Das ist aus dem Vereinsvorstand heraus jetzt in einer Strelitzius zugeleiteten Stellungnahme korrigiert worden. Die Vorsitzende Angelika Groh habe an dieser Erklärung nicht mitgewirkt, wie ich auf Nachfrage erfuhr.
„Die Ausstellung in der Schlosskirche ist keine Ausstellung des Residenzschlossvereins Neustrelitz e.V. Die Universität Stuttgart ist inhaltlich nicht vom Residenzschlossverein beauftragt worden, Entwürfe zur Bebauung des Schlossbergs zu erarbeiten. Der Verein freut sich vielmehr über die von der Stadtvertreterversammlung einstimmig getroffene Entscheidung zugunsten des Wiederaufbaus des Turms – im historischen Gewand“, ist nun seitens der Vorständler zu erfahren.
Paweł Strojek, Direktor des Kulturzentrums Koszalin; Piotr Jedliński, Monika Modła, stellvertrtende Direktorin des Kulturzentrums Koszalin, Peter Modemann (von links).
Das Interreg Va-Projekt „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“ hat den Sonderpreis der Kammerunion Elbe/Oder „Saphir 2022“ für die modellhafte grenzüberschreitende Zusammenarbeit gewonnen. Neubrandenburgs Vizebürgermeister Peter Modemann nahm die Auszeichnung am Dienstagabend stellvertretend für den Preisträger Oberbürgermeister Silvio Witt in Stettin entgegen. Koszalins Stadtpräsident Piotr Jedliński war persönlich zugegen.
Lange hat eine Ausstellung in Neustrelitz nicht so polarisiert, wie die derzeitige in der Schlosskirche mit studentischen Ideen zum Füllen der schmerzlichen Lücke im Stadtbild auf dem benachbarten Schlossberg. Zu denen, die sich sofort begeistert von den Ideen zeigten, gehört der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund (Strelitzius berichtete). Die Position des Residenzschlossvereins ist sehr diffus.
Jetzt hat sich auch der Neustrelitzer Holger Wilfarth zu Wort gemeldet. Meine Leser kennen ihn gleichermaßen als Aktivisten für den Wiederaufbau des Schlosses, vorrangig zunächst des Turmes, aber auch als Initiator, der Neustrelitz auf den Weg zum offiziell anerkannten Ort der Demokratiegeschichte in Deutschland gebracht hat.
2019 war durch Abriss in der Lindenstraße ein Baufeld entstanden. Hier soll neben kleinteiligen Wohnhäusern auch die neue Kita entstehen.
Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann wird der Stadtvertretung einen Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer weiteren Kita in der Woblitzstadt vorlegen, um die Meinung der Abgeordneten zu dem Vorhaben einzuholen. Die ISBW gGmbH, die bereits in Neustrelitz in der Glambecker Straße die Kita SpielZeiT betreibt, will als Träger der Wesenberger Einrichtung fungieren.
In der Lindenstraße hinter dem Plattenbau 17 a bis c ist auch ein entsprechendes Baufeld gefunden. Das Vorhaben beeinträchtigt nicht die dort vorhandenen Wohnungsbaupläne (Strelitzius berichtete), wie mir der Bürgermeister auf Anfrage berichtete.
Die momentane Ausstellung in der Neustrelitzer Schlosskirche zur Gestaltung des Schlossberges (Strelitzius berichtete) hat bei den Neustrelitzer Münzfreunden die Alarmglocken läuten lassen. Strelitzius hat sich ausführlich mit dem Vorsitzenden Karl-Heinz Rossow unterhalten und kann nach dem Besuch der Exposition dessen Befürchtungen nachvollziehen. „Mit der geplanten Wiederherstellung und Begehbarkeit des Schlosskellers, sowie dem Bau des prachtvollen Schlossturms mit seiner historischen Fassade haben wir nach langen Bemühungen in Brief- und Gesprächsform mit der Landesregierung und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg viel erreicht. Die Planungen für die genannten Vorhaben sind gut vorangeschritten und sollten nicht durch die Vorstellungen zum Bau eines modernen Schlosses in Gefahr gebracht werden, so dass diese eventuell abgesagt werden. Hier heißt es aufzupassen“, sagte mir der engagierte Residenzstädter.
Der Neubau eines modernen Schlosses, wie mehrfach in der Ausstellung in Entwürfen zu sehen, lasse kaum etwas von der Schönheit des historischen Residenzschlosses erkennen und könnte in jeder anderen Stadt in Deutschland stehen. „Wir lehnen diese Form des Wiederaufbaus ab“, bekräftigte Rossow.