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Bürgermeister Henry Tesch begrüßt Claudia Lamm, die am 1. September ihre Tätigkeit als Stadtplanerin in Mirow für das Areal Unteres Schloss aufnehmen wird. Foto Stadt Mirow

Mirow hat mit Claudia Lamm aus Blankenförde ab dem 1. September eine Stadtplanerin. In den Vorhabenbeschluss zum Unteren Schloss in Mirow aus dem Jahr 2021 waren verschiedene Aspekte aufgenommen worden, darunter die Ausschreibung einer Stelle für diesen Bereich.

Im Kern geht es um die Sicherung und Restaurierung sowie Nutzung des leerstehenden Unteren Schlosses mit barockem Flügelgebäude in der Mitte der Stadt Mirow und Einbeziehung der dazugehörigen Außenanlagen. Die Stadt Mirow hat mit der Ausschreibung der Stelle diesen Prozess in Angriff genommen. Das Untere Schloss ist Bestandteil des Schlossensemble Mirow.

Jahrelange Erfahrungen als Bauingenieurin

„Ich bin so etwas wie eine Rückkehrerin“, sagt Claudia Lamm, die seit 2020 ihren Lebensmittelpunkt in Blankenförde hat. „Meine Mutter kommt aus Kakeldütt.“ „Claudia Lamm hat jahrelange Erfahrungen in ihrer Tätigkeit als Bauingenieurin in einer brandenburgischen Kleinstadt mit historischem Stadtkern“, so Bürgermeister Henry Tesch.

„Auf mich hat die Ausschreibung der Stadt Mirow von vornherein elektrisierend und motivierend gewirkt,“ so die 58jährige, die ihren Abschluss seinerzeit am Technikum in Alt-Strelitz gemacht hat.
„Ich bin absolut davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, dass die Stadt Mirow dieses Areal in Eigenregie für Einwohner, Gäste und Urlauber entwickelt, auch wenn es ein Stück harter Arbeit ist.“

„Claudia Lamm hat sowohl im Bewerbungsverfahren seitens der Findungskommission als auch bei ihrer Vorstellung im Hauptausschuss der Stadt Mirow überzeugt“, ergänzt Henry Tesch. Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet.

Weitere Unterlagen über den Sommer auf den Weg gebracht

„Wir haben darüber hinaus die Zeit jetzt im Sommer wieder intensiv genutzt und weitere Schreiben und Unterlagen auf den Weg gebracht.
So habe ich mich als Bürgermeister an den Innen-und Bauminister Christian Pegel gewandt. Ich hatte auch Gelegenheit, Christian Pegel vor Kurzem das Areal insgesamt vor Ort zu zeigen. Ebenso haben wir uns mit weiteren Unterlagen an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gewandt“, berichtet Henry Tesch weiter.

Die Stadt Mirow hat erfolgreich 2,8 Millionen Euro Förderung beim BKM für dieses Vorhaben eingeworben. „Das sind insgesamt immer lange Prozesse mit sehr viel Arbeit, die oft nicht gesehen werden“, verdeutlicht Henry Tesch, „aber der Erfolg gibt uns recht.“

Notsicherung des Rotdornhauses wird ausgeschrieben

In Kürze sollen zudem die Vorbereitungen für die Ausschreibungen für das Flügelgebäude (Rotdornhaus) abgeschlossen sein. „Hier geht es dann um die Vergaben für die ausgeschriebenen Leistungen für die sogenannte Notsicherung. Hier konnten wir erfolgreich 203.800 EUR vom Land Mecklenburg-Vorpommern einwerben“, berichtet der Bürgermeister.

„Insgesamt gefällt mir auch“, sagt Claudia Lamm, „wie bereits jetzt mit der Kulturbühne sowie der Alten Feuerwehr das Areal kulturell belebt und ins Bewusstsein zurückgeholt wird.“ Apropos Alte Feuerwehr, hier wird Claudia Lamm ab 1. September ihren Arbeitsplatz haben.

Wasserwanderrastplatz erfordert Umdenken

„Auch in diesem Bereich mussten wir umdenken. Die von uns als Stadt aufwändig erarbeite Planung für den Wasserwanderrastplatz ist nach einem Arbeitsgespräch in diesem Jahr im Wirtschaftsministerium des Landes als zu teuer und nicht förderfähig seitens des Landes eingeschätzt worden. Wir haben das Projekt jetzt quasi aufgeteilt.
Die Idee sieht nun vor, die Alte Feuerwehr als Einzelprojekt fördern zu lassen. In einem weiteren Schritt werden wir auf das Wirtschaftsministerium des Landes mit einer neuen Variante für den Wasserwanderrastplatz zu gehen. Die Gesprächsbereitschaft seitens des Landes liegt bereits vor. Wir werden jetzt mit den Gremien der Stadt, vorrangig zunächst mit dem Bauausschuss, dazu beraten“, informiert Henry Tesch.

Abschließend möchten Claudia Lamm und Henry Tesch noch einen Aufruf starten: „Wir sind an sämtlichen Unterlagen, Fotos, Dokumenten bis hin zu Erinnerungen zum Unteren Schloss interessiert. Kommen Sie auf uns zu.“