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Enttäuschung nach der Niederlage bei unseren Jungs.

Die Oberligisten der TSG Neustrelitz haben ihr Heimspiel gegen Hertha 03 Zehlendorf am Abend im Parkstadion mit 0:1 (0:1) verloren. Das Tor für die Gäste schoss Jason Rupp in der 32. Minute zu einem Zeitpunkt, als die Neustrelitzer die Feldüberlegenheit errungen hatten und das Spiel machten. Die Zehlendorfer hatten bis dahin wenig Initiative gezeigt und offensichtlich auf einen Fehler der Platzherren gelauert. Ballverlust, langer Pass, und der letzte Mann bei der TSG bekommt den schnellen Rupp nicht mehr kontrolliert, der am herauseilenden Keeper Nicolas Jesus Delpino vorbei einnetzt.

Zuvor hätte die TSG gut und gern in Führung gehen können, dann wäre das Spiel unter Umständen ganz anders verlaufen. Artur Bednarczyk, Nils Röth und Kevin Riechert waren sämtlich nicht mit Fortuna im Bunde. Nach dem Gegentreffer zeigten unsere Jungs Wirkung, fast hätten sie in der 41. Minute noch das 0:2 kassiert. Kurz vor der Pause scheitert auch noch Marcus Niemitz in aussichtsreicher Position.

Nils Röth zeigte wieder eine starke Leistung. Foto: Fin Lukas Bahn

Nach dem Seitenwechsel die Zehlendorfer stärker, die nun zumindest auf eine Vorentscheidung drängten und dazu auch mehrere klare Gelegenheiten hatten. Gleichzeitig gaben sie sich in der Abwehr aber keine Blöße, die Neustrelitzer eigentlich nur noch über Standards gefährlich. Mit der Einwechslung von Justin Schultze und Sebastian Jarosz kam noch einmal Dampf unter den TSG-Kessel, in der Schlussoffensive warfen die Gastgeber alles nach vorn, aber es sollte heute nicht sein.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, so TSG-Coach Jörg Buder nach der Partie im Gespräch mit Strelitzius. Sie hat eine geschlossene Leistung gezeigt und engagiert gekämpft. Irgendwie fehlte das Quäntchen Glück. Aber auch das kommt noch. Ein Unentschieden wäre durchaus gerechtfertigt gewesen.“ „Köpfe hoch!“, rief der Trainer seinen Jungs zu, die doch ein wenig deprimiert auf dem Rasen saßen.

Auch TSG-Sprecher Stephan Neubauer, dem ich heute das letzte Wort gegeben habe, zog ein insgesamt positives Resümee. „Wir dürfen nicht unzufrieden sein. Der Weg ist der richtige, wir finden zu alten Tugenden zurück und spielen aus einer geordneten Defensive. Was uns noch fehlt, ist der Schub nach vorn. Aber wir sind gar nicht so weit davon entfernt, an die Leistung anzuknüpfen, die wir zum Ausklang der vergangenen Saison gezeigt haben. Und wir stehen ja erst am Anfang der neuen Spielzeit.“

Am kommenden Freitag treten die Residenzstadtkicker bei Union Fürstenwalde an. Mit der heute über große Strecken gezeigten Leistung sollte Zählbares einzuplanen sein.

In der ersten Hälfte war die TSG Neustrelitz über weite Strecken überlegen. Foto: Fin Lukas Bahn
Die Zehlendorfer Abwehr gab sich keine Blöße.
Der eingewechselte Kevin Schultze wurde mehrmals in aussichtsreicher Position von den Beinen geholt.