Mirow staunte an diesem besonderen Abend gestern gewissermaßen über sich selbst: Das Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) „Alte Feuerwehr“ war bis auf den letzten Platz gefüllt – und das aus gutem Grund. Erstmals gelang es den drei Vereinen Inselverein Mirow, Johanniter-Kirchturm-Verein und Residenzschlossverein Mirow, eine gemeinsame Idee auf den Weg zu bringen, Sponsoren wie Owe Gluth und Michael Arndt zu gewinnen und gemeinsam mit Unterstützung der Stadt einen großartigen Konzertabend zu organisieren. Anlass war der neue Flügel, der künftig die kulturellen Angebote der Kommune bereichern wird. Die Mittel dafür hatten Vereine, Kommune und Sponsoren zusammengebracht.
Ein Gruppenbild zur Erinnerung: vorn Zweiter von rechts Henry Tesch mit Lisa Kriegel, in der Mitte hinten Dr. Christoph Wunnicke (links) und Jochen Schmidt (rechts).
Großer Auflauf heute Nachmittag auf dem Dorfanger in Qualzow. Anlass war die Einweihung von zwei Informationstafeln zur Geschichte der Orte Qualzow und Schillersdorf sowie der Luftwaffen-Erprobungsstelle im benachbarten Rechlin 1926 bis 1945. Eine weitere Infotafel ist in Schillersdorf aufgestellt worden.
CDU/FDP-Fraktionschef Andreas Petters, Max Odebrecht, Baudezernent Nico Ruhmer, Beate Lehmbeck vom Ortschaftsrat Fürstensee und Bürgermeister Andreas Grund (von links) eröffnen den neuen Badesteg in Fürstensee.
In Fürstensee ist heute nach langem Tauziehen der neue Badesteg seiner Bestimmung übergeben worden. Am Freitag erfolgt die Übergabe des neuen Stegs in Klein Trebbow. „Ich wünsche allen eine schöne und sichere Badesaison, viel Spaß beim Schwimmen und Entspannen, und bitte passt gut auf euch auf, wenn Ihr die Stege nutzt“, so Stadtpräsident Max Odebrecht nach der heutigen Eröffnung.
Die Funktionsweise der zahlreichen neuen Maschinen im Kompetenzzentrum Holztechnik konnten die Auszubildenden den Gästen näherbringen. Fotos: LK MSE
Das Regionale Berufliche Bildungszentrum (RBB) Müritz in Waren ist erweitert worden. Am heutigen Donnerstag wurde das Digitale Kompetenzzentrum für Holztechnik feierlich eingeweiht, das modernste Ausbildungsstandards durch eine Anpassung der Raumausstattung und technische Modernisierung erreicht.
„Wir freuen uns sehr, in diese Schule zu investieren, denn hier ist der Fortschritt zu sehen, der unserem Bundesland manchmal abgesprochen wird.“ sagte Thomas Müller, 2. Stellvertreter des Landrates. „Wir als Landkreis werden nicht aufhören, das RBB zu modernisieren, so, wie alle unsere kreislichen Schulen.“
Zahlreiche Mitarbeitende von DRK und Landkreis waren bei der Einweihung der neuen Halle anwesend. Fotos: LK MSE
In dieser Woche wurde in Neubrandenburg eine neue Halle für den Katastrophenschutz in der Seenplatte eingeweiht. Auf 1.900 Quadratmetern bietet sie Platz für 29 Fahrzeuge und Anhänger, ein Lager und Büros. Außerdem sind Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume, ein Ausbildungsraum für 35 Teilnehmer und ein Sanitätslager vorhanden. In einer ebenfalls eingerichteten Großküche können bis zu 500 Portionen zubereitet werden. Ein eigener Waschplatz dient dazu, die Fahrzeuge nach den Einsätzen zu reinigen.
Fußball-Kreisoberligist MSV Priepert will am kommenden Sonntag, 20. Oktober, um 10 Uhr, mit dem Derby gegen den FSV Mirow/Rechlin seinen neuen Platz gebührend einweihen. „Es werden sehr viele Zuschauer erwartet, und wir freuen uns mega auf diesen Moment“, schreibt mir Tomy Richter vom MSV. „Wir, der gesamte Verein mit seinen 42 Mitgliedern, sind so stolz auf das Erreichte. Da war sehr viel Eigenregie und Vereinsarbeit notwendig, um das zu schaffen.“
Die Kosten für den Platz beliefen sich bisher auf ca. 33.000 Euro. Davon hat der Verein 14.000 Euro aus diversen Förderungsmaßnahmen erhalten und 19.000 Euro aus Eigenkapital aufgebracht. Die Fertigstellung der Flutlichtanlage wird nochmals mit ca. 22.000 Euro zu Buche schlagen, von denen der MSV 10.000 Euro berappt, hinsichtlich des Restes hofft der Verein ebenfalls auf Fördergeld.
Am heutigen Tag wurde in der Neustrelitzer Straße 120 in Neubrandenburg ein neuer Gedenkort am ehemaligen Stasi-Gefängnis eingeweiht. Die Veranstaltung, die von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern der Zivilgesellschaft und der Medien begleitet wurde, diente der Erinnerung an die Opfer des SED-Regimes und unterstrich die Bedeutung eines freiheitlich-demokratischen Grundkonsenses in unserer Gesellschaft.
André Rohloff, Sprecher der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), eröffnete die Veranstaltung mit eindringlichen Worten: „Die Schrecken der SED-Diktatur dürfen wir niemals vergessen. Viel zu viele Menschen wurden damals wegen geringster Vergehen und völlig zu Unrecht inhaftiert. Während ihrer Haft erlitten sie Demütigungen und Misshandlungen, und einige überlebten diese Zeit nicht.“ Rohloff betonte die Wichtigkeit, den Opfern Gehör zu verschaffen und die Verbrechen dieser Zeit klar zu benennen.
Natalie Weber, die die Junge Union Mecklenburgische Seenplatte (JU MSE) vor Ort vertrat, hob hervor, dass dieser Gedenkort eine Brücke zur Zukunft schlagen soll. „Unser Ziel ist es, eine offene und freie Gesellschaft zu fördern, die fest auf den Werten von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit basiert,“ sagte Weber. „Dabei dürfen wir niemals zulassen, dass die Vergangenheit von extremen Kräften, sei es von links oder rechts, instrumentalisiert wird. Unsere Aufgabe ist es, im Zentrum der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und das Vermächtnis des friedlichen Widerstands zu bewahren.“
Natürlich wurde auch ein Band durchgeschnitten: Bürgermeister Steffen Franz (rechts) und Gemeindevertreter Auriel Tschaikowski mit Junior Alvar.
Zu einem ganz besonderen Einsatz ist die Wustrower Kinder- und Jugendfeuerwehr, geführt von Kerstin Tobien, heute Nachmittag ausgerückt. Dem Nachwuchs oblag es, das neue Spielschiff in Canow zu entern und damit seiner Bestimmung zu übergeben. Was die Lütten auch mit sichtbarer Freude taten. Die Aufgabe hatten sie nicht zufällig übertragen bekommen. Schließlich waren sie in die Projektarbeit einbezogen worden, ebenso wie die Kita-Kinder und Waldorf-Grundschüler aus Seewalde.
Die neue Spielstätte dürfte eine der schönsten weit und breit sein und auch die vielen Touristenfamilien entzücken, die den anerkannten Erholungsort besuchen. Im November 2021 war bei einer Dorfbegehung die Idee dazu entstanden. Nicht nur, dass das Schiff eines der größten seiner Art in der Region ist, sondern auch der gewählte Platz unter hohen, alten Bäumen mit Seeblick mitten im Ort ist schlichtweg eine geniale Wahl. Und wenn es dann noch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee gibt, wie heute genossen, ist die Welt so was von in Ordnung. Danke von Strelitzius für die Einladung zu dieser gelungenen Einweihung.
Peter Modemann (stellv. Oberbürgermeister von Neubrandenburg, Dirk Biermann (COO von 50Hertz), Staatssekretär Jochen Schulte, Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, Kraftwerksleiter Dennis Reincke, Vizelandrat Torsten Fritz und neu.sw Geschäftsführer Reinhold Hüls (von links) weihten die Power-to-Heat-Anlage gemeinsam ein. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) und der Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz haben in der Vier-Tore-Stadt die neu gebaute Power-to-Heat-Anlage offiziell eingeweiht. Sie wandelt überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie in klimaneutrale Wärme um. Für neu.sw und die Stadt Neubrandenburg ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu grüner Fernwärme.
Die Stromnetze können nicht immer den gesamten erzeugten Ökostrom transportieren, weil sie noch nicht entsprechend ausgebaut sind. In solchen Fällen entstehen Netzengpässe, die zu einer Überlastung der Übertragungsleitungen und somit zu einer Gefährdung des elektrischen Systems führen können. Normalerweise müssen in solchen Situationen Windräder – und in Zukunft vermehrt auch Photovoltaikanlagen – abgeregelt werden. Ihr Potenzial bleibt ausgerechnet dann ungenutzt, wenn viel Wind weht oder die Sonne am wolkenlosen Himmel scheint. Dafür erhalten die Betreiber eine Entschädigung. Mit der Power-to-Heat-Anlage kann dieser überschüssige grüne Strom nun nach dem Motto „Nutzen statt Abregeln“ volkswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll noch besser genutzt werden.
Erst abgerufen, wenn gebraucht
Drei jeweils sieben Meter hohe Elektrodenkessel mit einer Leistung von jeweils 10 Megawatt bilden die Kernelemente der Power-to-Heat-Anlage. Sie sind mit Wasser gefüllt, das durch den Strom erhitzt wird. Die damit erzeugte Wärme wird anschließend ins Fernwärmenetz der Stadt geleitet oder im nebenstehenden Kurzzeitwärmespeicher eingelagert und erst dann abgerufen, wenn sie gebraucht wird. Sobald die Power-to-Heat-Anlage anspringt, kann die Leistung des Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerkes (GuD-HKW) reduziert werden und es macht dem Ökostrom Platz. Dadurch werden fossile Brennstoffe, CO2-Emissionen und damit auch Kosten eingespart.
Reinhold Hüls, technischer Geschäftsführer neu.sw: „2017 haben wir die grüne Wärme-Wende in Neubrandenburg eingeleitet. Wir freuen uns sehr, mit der Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage den nächsten Schritt gehen zu können. Voraussetzung war zunächst der Bau des Kurzzeitwärmespeichers. Er ist die Basis dafür, dass wir mit der neuen Anlage jetzt auch erneuerbare Energien für das Wärmenetz der Stadt nutzen können. Aus Ökostrom wird Wärme. Damit wird Umweltschutz ganz praktisch greifbar.“
Dr. Dirk Biermann, Chief Operations Officer (COO) von 50Hertz: „In Neubrandenburg nehmen wir die neunte Power-to-Heat-Anlage in unserem Netzgebiet gemeinsam mit regionalen Partnern in Betrieb. Damit stehen unserer Systemführung rund 300 Megawatt elektrische Leistung zur Verfügung, die sie zur Entschärfung von Netzengpässen einsetzen kann. Auch die Region um Neubrandenburg ist gekennzeichnet durch eine hohe Einspeisung von Windenergie. Bereits heute beträgt der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch im Osten Deutschlands über 70 Prozent und er soll auf 100 Prozent ansteigen.“
Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, M-V: „Hier in Neubrandenburg wird die Energiewende greifbar. Die innovative Nutzung überschüssiger elektrischer Energie für die Wärmeversorgung trägt nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern auch zum Klimaschutz. Diese Anlage zeigt, wie mit modernster Technologie und partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können – für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung.“
Das Schmuckstück: Links sind die Rettungsschwimmer und ein Lagerraum untergekommen, in der Mitte die Umkleidekabinen und rechts der Sanitärbereich.
„Wir können alle miteinander stolz sein, dass wir das erreicht haben, eine tolle Leistung, und das zurück zu den Wurzeln“, so Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann am heutigen Nachmittag am Strand des Weißen Sees anlässlich der offiziellen Übergabe des Ersatzneubaus des Sanitär- und Umkleidegebäudes. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die neue Steganlage ihrer Bestimmung übergeben worden war (Strelitzius berichtete), kann nun auch Abschnitt Nummer 2 abgehakt werden. Baubeginn dafür war im September vergangenen Jahres.
Beeindruckt zeigte sich Vizelandrat Thomas Müller, seit neun Jahren Kreisverwalter, von dem Objekt nach historischem Vorbild. Es passe sich hervorragend ein und mache den Weißen See noch mehr zur Attraktion bei Einheimischen und Touristen. Müller hatte sich schon in seiner Zeit als Amtsvorsteher der Kleinseenplatte mit dem Projekt Badeanstalt am Weißen See beschäftigt. „Was lange währt, wird gut“, kommentierte Müller. Bereits 2017 war wegen der desolaten Situation ein Arbeitskreis gebildet worden, der sich mit der Entwicklung der Badeanstalt beschäftigt hatte. Zunächst geriet das Projekt ins Stocken bevor es wieder Fahrt aufnahm.
Steffen Rißmann
Steffen Rißmann machte für sich geltend, dass das schlechte Wetter der letzten Tage eigens bestellt worden sei, um noch vor den ersten Badegästen fertig zu werden. Ganze 48 Stunden ist es her, dass die Bauabnahme stattgefunden hat. Pünktlich lenke nun Petrus um. „Eine Punktlandung, die da hingelegt wurde, wie auch bei der Steganlage“, so das Stadtoberhaupt an die Adresse der diesmal beteiligten Firmen, aber auch an die Amtsverwaltung, vor allem an Ressortchef Thomas Reggentin und dessen Mitstreiter Peter Vorwerk sowie die LEADER-Gruppe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.
Das rund eine halbe Million Euro teure Projekt, in etwa hälftig von der Kommune mit ihren entschlussfreudigen Stadtvertretern und mit LEADER-Fördermitteln aufgebracht, wurde bauseitig von den regionalen Unternehmen Thomas Splett Wesenberg (erweiterter Rohbau), Dachdeckerei Marko Schulz aus Strasen, der Bauschlosserei Kobs, Inhaber Kay Nimke (Fenster und Außentüren), der MMT GmbH (Trockenbau), dem Malerbetrieb Krüger, der Heineking GmbH (Sanitär), sämtlich aus Neustrelitz, Elektro Ganter aus Mirow, der Schrötter Bau GmbH Priborn (Außenanlagen und Ersatzpflanzungen) sowie der Brunkow Büro + Objekt GmbH aus Waren (Möblierung) erledigt. Unbedingt hervorzuheben ist, dass das Gebäude penibel genau ausgerichtet wurde. So führt sein Durchgang direkt auf den Badesteg, umgekehrt, mit dem See im Rücken, wird durch den Durchgang auf eine scheinbare Allee bis hoch zum Bahnübergang geblickt. Das hat schon Klasse!