
Lenzgefühle in der Gemüseabteilung des Konsumtempels, ich bin davon nicht verschont geblieben. Eins, fix, drei hatte ich trotz März Mairübchen, grünen Importspargel und Frühlingszwiebeln im Einkaufswagen. Und bin die auch für mich schönste Jahreszeit mal scharf angegangen. Letztlich ist es ja nicht von der Hand zu weisen, sich in diesen Tagen vor Ostern innerlich zu reinigen. Das hat so was vom Rohr… Gute Entscheidung, sagte die Holde, und auch mein Enkel schien begeistert, wobei wir dem knapp Zweieinhalbjährigen natürlich eine deutlich abgemilderte Version unserer Kraftspende mit Weckfunktion aufgetischt haben.
Bei den 250 Gramm Spargel habe ich das minimale Holzende abgeschnitten, den Schaft im mundgerechte Stücke geteilt und die edlen Spitzen beiseite getan. Das Bund Frühlingszwiebeln wurde in Röllchen verwandelt, wobei ich das Grüne zur späteren Deko vom Weißen getrennt habe. Die drei Mairübchen wurden geputzt und in Scheibchen geschnitten. Dann habe ich noch eine Hand voll Pflaumentomaten halbiert.
An den Herd: Zunächst zwei Liter Wasser mit einem Teelöffel Salz zum Kochen bringen und die Spargelteile fünf, die Spitzen zwei Minuten garen. Das Gemüse in einem Sieb abgießen, das Wasser auffangen, und darin 300 Gramm kurze Nudeln (Penne, etc.) bissfest kochen. Die Pasta abgießen und abtropfen lassen.
Zwischendurch in einer großen Pfanne 60 Milliliter Olivenöl erhitzen und darin 125 Gramm Schinkenwürfel anbraten. Spargel, Rübchen und Nudeln dazugeben, bei hoher Hitze ordentlich durchschwenken. Am Ende die Tomatenhälften dazugeben. Das Essen auftischen und mit geriebenem Parmesan sowie den grünen Zwiebellauchröllchen krönen. Und erst jetzt mit der Pfeffermühle über dem Teller zwei, drei Mal kreisen. Den Frühling mit Durst begrüßen, geht gar nicht. Ich hatte ein Darguner „Märzen“, der „Maibock“ aus meiner Lieblingsbrauerei ohne Werbevertrag ist auch schon vorfristig zu haben und prompt gebunkert. Die Holde hat sich einen trockenen Weißwein schmecken lassen. Willkommen Frühling, und guten Appetit.









