
Karfreitag und Fisch, das gehört sicherlich nicht nur bei uns zusammen. Wobei wir hier in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte damit gesegnet sind, die Havelfischer vor der Haustür zu haben. Also mit einem schönen Spaziergang über den Jungfernsteig zwischen Siedlung und Altstadt die Feiertage eingeleitet und an Wesenbergs Wasserkante zwei ansehnliche Saiblinge erworben. Merke: Die sind in der Vitrine so weit in Eis eingegraben, dass sie kleiner wirken, als sie tatsächlich sind.
Übrigens war gut Betrieb im Laden, neben den Einheimischen wissen auch die von auswärts das Angebot zu schätzen. Schlange stehen am Tresen, Faustgruß getauscht mit Seenfischerei-Chef Martin Bork, der in der Küche mitwirbelt. Während im Gastraum die Tische alle besetzt waren, gab es im Außenrevier mit Woblitzblick noch ein paar freie Plätze. Ich habe einen halben Liter Gerstensaft vom Hahn ins Freie getragen, ihn dann aber über Gebühr schnell gekippt, damit mir die nicht so kälteresistente Holde im schneidigen Wind nicht erfriert. Trotzdem, hier lässt es sich bei besseren Wetterbedingungen unbedingt verweilen.
Womit die mit meinen Rezepten gemeinhin einhergehende einleitende Geschichte auch schon erzählt ist. Die beiden küchenfertigen Fische habe ich noch einmal in lauwarmem Wasser vom Schleim befreit und anschließend mit Küchenpapier trocken getupft. Dann wurden die Saiblinge außen und innen gepfeffert und gesalzen sowie mit fein gehacktem Knoblauch, Thymian- und Majoranblättchen vom Hochbeet gefüllt. Schließlich habe ich die Saiblinge in Alufolie gewickelt, die zuvor mit Olivenöl eingestrichen wurde. Die Fischpakete wurden im Ofen bei 160 Grad Ober- und Unterhitze eine halbe Stunde lang gegart.
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