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Ausstellung, Burg Stargard, Malerei, Marie-Hager-Haus, Marie-Hager-Kunstverein, Mecklenburg in Farbe, Mecklenburg-Strelitz

Der Marie Hager-Kunstverein-Burg Stargard lädt zur neuen Sonderausstellung „Mecklenburg in Farbe“ ins Marie-Hager-Haus in Burg Stargard ein. Gezeigt werden Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken berühmter norddeutscher Maler. Ausstellungseröffnung ist am 16. März um 14 Uhr.
Die Erste Internationale Kunstausstellung im Münchener Glaspalast 1869 hatte eine große Wirkung auf die deutschen Künstler und das Publikum. Im Glaspalast waren französische Realisten, wie Courbet, Corot, Millet, Daubigny, Manet, Rousseau und weitere ausgestellt worden. Die Freilichtmalerei in der Landschaftsmalerei setzte sich daraufhin auch in Deutschland durch. Die Maler der neuen Generation waren begeistert und orientierten sich in der Landschaftsmalerei an den französischen Vorbildern. Die Akademien nahmen diese Einflüsse als moderne Richtung in der Landschafts- und Genremalerei auf.
Berlin wuchs in der Gründerzeit rasant und wurde zur größten Industriestadt Europas. Hier entstand eine sezessionistische Szene von Künstlern, die zum Teil einige Zeit in Frankreich studiert hatten. So schuf Max Liebermann neben seinen Darstellungen von Menschen in der Großstadt auch atmosphärische Gemälde voller Licht und Farbigkeit, blühende Gärten und sonnige Alleen. Die Wirkung der Farbe auf die Sinne und ihre Intensivierung wurde Gegenstand der Malerei. Das Gegenständliche trat zugunsten der Impressionen in den Hintergrund. Winterbilder kamen in Mode, die extrem differenzierte Licht- und Farbeffekte wiedergeben. Unter Liebermanns Führung gründete sich 1898 die Berliner Sezession.
Von den Akademien in Düsseldorf, Weimar, Karlsruhe, München und Berlin schwärmten die Künstler in reizvolle Gegenden Deutschlands aus, um sich der Freilichtmalerei zu widmen. Das Meer, Flüsse, Bäume, der Himmel, intime Landschaften unter wechselndem Licht und pittoreske Kleinstädte, Dörfer, Mühlen usw. als auch die einfache ‚folkloristische‘ Landbevölkerung gaben die Motive. „Atmosphäre“ war das Zauberwort. Licht- und Farbreflexe zauberten stimmungsvolle Eindrücke.
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