Wie zuletzt in der Halle der Bundespolizei gegen die Gäste aus Essen, war es wieder ein Spiel auf des Messers Schneide, diesmal allerdings mit dem besseren Ende für den PSV Neustrelitz. Unsere Volleyballer in der 2. Bundesliga Nord haben am Abend ihre Heimpartie gegen die TSGL Schöneiche mit 3: 2 (25:16, 24:26, 25:14, 19:25, 15:11) gewonnen und können damit wenigstens zwei Zähler auf ihr Konto buchen.
Ausgezeichnet: Jacob Genzmer (links) und Sebastian Grösch.
„Ich freue mich über den Sieg, ärgere mich aber über den vergebenen Punkt“, so PSV-Volleyballchef nach Abpfiff im Gespräch mit Strelitzius. „Wir hätten heute die reale Chance gehabt, die volle Ernte einzufahren, uns aber immer wieder Nachlässigkeiten geleistet. Das ist für mich schwer zu akzeptieren. Es fehlt einfach die Kontinuität.“ Besonders gut, so mein Blogpartner, habe ihm heute der Auftritt von Neuzugang Jordan Heyer als Mittelblocker gefallen, der bislang noch nicht so viel Einsatzzeit hatte.
„Gewonnen ist gewonnen. Leider haben wir uns das Leben wieder unnötig schwer gemacht“, so Außenangreifer Jesco Genzmer. „Ich kann auch nicht erklären, warum wir so unausgeglichen spielen. Die Schöneicher haben gut gegengehalten, aber wir hätten die Begegnung klarer gewinnen müssen. Auf jeden Fall war es schön, vor heimischem Publikum diesmal als Sieger aus der Halle zu gehen.“
Als bester Spieler bei den Neustrelitzern wurde Libero Jacob Genzmer ausgezeichnet, bei den Schöneichern Diagonalspieler Sebastian Grösch. Nächster Gegner des PSV ist am 2. Dezember auswärts der SV Warnemünde.
Vorstandsmitglied Barbara Toennieshen beweist bei den traditionellen Hammerschlägen unter der Richtkrone Kraft und Augenmaß. Ihr zur Seite vom Vorstand Anna Pelz und Elizabeth Baumann (von vorn) sowie Architekt Wito Tröschel.
Den wenigsten Rohbauten sind gleich zwei Richtfeste beschieden. So geschehen an diesem Wochenende in Wesenberg. Es gab aber auch sehr Besonderes zu feiern. Das Dach über der neuen Mehrzweckhalle mit Galerie der brenn:werk-Genossenschaft an der mehr als 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Brennerei in der Bahnhofstraße ist geschlossen.
Gestern wurde mit den Bauleuten auf das denkwürdige Ereignis angestoßen. Die nahmen allerdings die Richtkrone wieder mit, so dass heute für Mitglieder und Freunde der Genossenschaft eine neue aufgezogen wurde. Und nach Richtspruch, Hammerschlägen und traditionellem Schluck wurden nicht nur wie von alters her das Glas aus luftiger Höhe auf den Boden geworfen, sondern als Zugabe auch noch eine Flasche mysteriösen Getränks, die bei Aufräumarbeiten entdeckt worden war und gut und gern vor vielen Jahrzehnten abgefüllt worden ist. Wenn das kein Glück bringt! Welches die Brenn:werker auch weiterhin bei ihrem ambitionierten Vorhaben in großen Mengen gebrauchen können. Zumal die jüngsten Nachrichten aus der Bundeshauptstadt nicht unbedingt zu Optimismus anregen, was Fördermittel angeht, auf die auch die Genossenschaft dringend angewiesen ist.
Bernhard Keller, Steffen Rißmann und Wito Tröschel (von links).
Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Keller blickte sich einfach nur froh in der neue Halle um, einem „Raum, in dem wir sein und Dinge tun können“. Das sei „schon abgefahren“. Das Projekt voranzubringen, mache jede Menge Spaß, zumal die Initiatoren nach dem Kauf der Brennerei Ende 2021 in Wesenberg großartig aufgenommen worden seien und inzwischen viele Einheimische und Leute aus der Umgebung das Vorhaben mittragen. Die Genossenschaft funktioniere gut, „eine tolle Sache“. Allen voran sei aber dem jungen Architekten und Genossenschaftsmitglied Wito Tröschel zu danken, der mit seiner Diplomarbeit 2017 über die Brennerei den Grundstein gelegt habe.
Visionär Wito Tröschel, gebürtiger Wesenberger, sprach sichtlich gerührt von einem „Herzensprojekt städtischer und regionaler Bedeutung, das Form annimmt und bei dem immer mehr Leute mitmachen“. Mit der Mehrzweckhalle werde „ein großer Schritt hin zu dem getan, was das Brenn:werk werden kann“. Er jedenfalls sei gespannt, was noch alles wird.
Ein Quartier, auf das man stolz sein kann
Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann verwies auf zahlreiche Anbahnungen der Stadt, um das Umfeld des Brenn:werkes aufzuwerten. Entstehen solle „ein Quartier, auf das man stolz sein kann und das Lebensqualität widerspiegelt. Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen hin zu einem fundamentalen Erfolg für Wesenberg und die Kleinseenplatte.“
Irgendwann zwischen Frühjahr und Sommer kommenden Jahres wird die Halle in Betrieb genommen. Sie bietet niedrigschwellig Platz für ein Café, die Stadtbibliothek, Veranstaltungen, Feiern, Kurse und vieles mehr. Hier trifft man sich in Wesenberg. Hinzu kommen ebenfalls im kommenden Jahr ein Biobrauerei und ein Biergarten. Für 2024 stehen Wohnbauten auf dem Programm der Genossenschaft, 2025 soll das historische Hauptgebäude in Angriff genommen werden. Strelitzius wird den Fortschritt hier im Blog weiter begleiten. Und natürlich sucht die Genossenschaft noch mehr Mitglieder und Investoren.
Meine Holde war mal wieder an der Reihe vorzugeben, was bei uns auf den Tisch kommt. Die hat ganz Hausmeisterin einen Blick in den Tiefkühlschrank geworfen und eine Schweinelende ans Tageslicht geholt. Da auch unser Wok Letzteres lange nicht gesehen hatte, fiel die Wahl in meiner ständig wachsenden Rezeptesammlung auf ein chinesisch angehauchtes Gericht: Sichuan-Schweinefleisch mit viel Gemüse. In diesen häufig trüben Tagen kommt Farbe auf den Teller, und der November-Blues kann zumindest vorübergehend Leine ziehen.
Die Lende habe ich ordentlich abgewaschen und in schmale Scheiben geschnitten. Das Fleisch habe ich dann mit zwei Esslöffeln Sojasauce und reichlich Chiliflocken in einer Schüssel zusammengebracht, die Zutaten ordentlich vermengt und zugedeckt zum Marinieren eine Stunde in den Kühlschrank verfrachtet. Nach der Hälfte der Zeit noch mal durchmengen.
Jetzt geht es ans Gemüseschnipseln. Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: diese Phase schätze ich beim Kochen besonders, sie verläuft entspannt, man kann dabei trefflich seinen Gedanken nachhängen oder auch schwatzen, Musik hören und ein Schlückchen oder auch zwei nehmen. Ich habe zwei Lauchstangen in Ringe geschnitten, drei rote Paprika in Streifen, einen Zucchino und eine Karotte in Stifte und eine Packung braune Champignons in Viertel. Fallen die Pilze kleiner aus, reicht das Halbieren, wir wollen sie ja wiederfinden.
Immer schön pfannenrühren!
Im Wok habe ich zwei Esslöffel Olivenöl erhitzt und die Fleischscheibchen unter emsigem Pfannenrühren mit dem Holzspatel fünf Minuten gebraten. Fleisch herausnehmen, zwei Esslöffel Öl nachfüllen und zunächst Poree und Paprika einfliegen. Immer schön rühren! Nach drei Minuten kommen Zucchino- und Möhrenteilchen sowie die Pilzviertel dazu, und noch mal drei Minuten rühren! Salz- und Pfeffermühle ziehen über dem Wok ein paar Kreise, auch ein paar Chiliflocken dürfen es noch sein.
Zieleinlauf: 250 Milliliter Wasser, drei Esslöffel Speisestärke, einen Esslöffel Branntweinessig und vier Esslöffel Sojasauce verquirlen und über das Gericht geben. Noch ein paar Minuten rühren, bis die Flüssigkeit andickt. Mit Reis servieren, ich schätze da eine Mischung aus Langkörnigem und Wildem. Qǐng xiǎngyòng!
Der König und sein Müller: Schauspieler und Bühnen-Schwedt-Intendant André Nicke mit Radiomoderator und Autor Andreas Flügge. Foto: Udo Krause
Seit den 90er Jahren erfreut die Morgensatire „Friedrich II. und der Müller von Sanssouci“ die Hörer von Antenne Brandenburg. Auch auf der Bühne sorgt die Serie regelmäßig für Begeisterung: Das aktuelle Liveprogramm „Hunde, die pellen, beißen nicht“ ist am Samstag, 2. Dezember, ab 19 Uhr im Schlosstheater Rheinsberg zu erleben. Mit von der Partie sind selbstverständlich die Originaldarsteller des Formats: André Nicke und Andreas Flügge verkörpern seit Jahren die titelgebenden Figuren nicht nur im Äther, sondern auch auf der Bühne. Immer wenn sich der Alte Fritz und der Müller in die Haare kriegen, trifft herrlicher Klamauk auf tiefgehende Weisheiten, und nicht nur die Politik bekommt da ihr Fett weg.
Das Comedy-Format fußt im Losen auf historischen Tatsachen: Friedrich der Große ließ sein Schloss Sanssouci unweit einer Mühle bauen, was beim Müller Grävenitz wenig Begeisterung hervorrief. Der ging von da an dem König auf die Nerven und trieb die Bittstellerei auf die Spitze. Ideales Material für die Legendenschreiber, um einen Nachbarschaftsstreit zwischen Fußvolk und der Aristokratie zuzuspitzen. Andreas Flügge, der Autor der Serie und selbst Darsteller des Müllers, erkannte das Potenzial dieser König-Müller-Konstellation, die gut aufbereitet auch mit heutigen Themen wunderbar funktioniert.
Felix Reuter ist Pianist und Musikkomödiant, Improvisationskünstler und Entertainer. Er ist ein Genie im Kombinieren von Komödie und klassischer Musik und steht für exzellente Unterhaltung auf höchstem Niveau. Am kommenden Freitag, den 1. Dezember, gastiert er um 19.30 Uhr im Landestheater Neustrelitz.
In seiner Show wird musiziert, geplaudert und gerätselt. Woher stammt z. B. das Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“? Wer hat es geklaut? Woher hat J. S. Bach die Melodie von „Jesu bleibet meine Freude“ – von „Sind die Lichter angezündet“!! Jingle Bells kommt in Bachs Kompositionen zum ersten Mal in verkürzter Form vor, – oder was hat die Ode an die Freude von Beethoven mit einem Weihnachtslied zu tun? – Sehr viel!!!
TICKETS unter 03981 20 64 00 oder einfach online buchen unter https://tog.de
Im Rahmen der Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung hält Dr. Felix Lühning von der Stiftung Planetarium Berlin am Donnerstag, den 30. November, um 19 Uhr, im Kulturquartier einen Vortrag über den „Weihnachtsstern und seine (Be-)deutung“. Nach dem Vortrag stehen Dr. Lühning sowie der Kosmonaut Aidyn Akanowitsch Ajymbetow (Raumflug 2015 zur ISS) für Gespräch und Diskussion bereit. Der Abend wird moderiert von Eugen Reichl und Uwe Schmaling von „Raumfahrt Concret“.
Der Eintritt ist frei. Für eine bessere Planung der Bestuhlung wird um Anmeldung gebeten unter 03981-2390999 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de
Am gestrigen Freitag um 16.04 Uhr ereignete sich auf der B 193 zwischen Neustrelitz und Brustorf ein Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person. Ein 71-jähriger VW-Fahrer kam aus unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich mit seinem Auto, welches auf dem Dach liegend in einem Waldstück zum Stillstand kam. Bei dem Unfall wurde der Fahrer in seinem PKW eingeklemmt. Nachdem er durch die Feuerwehr befreit wurde, kam er zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Neustrelitz.
Es kam zu einer 45-minütigen Vollsperrung und anschließend zur halbseitigen Sperrung der B 193, bis die Bergung des Fahrzeugs abgeschlossen war. Es entstand ein Gesamtschaden von 12.000 Euro.