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Am gestrigen Dienstag kurz nach 14 Uhr haben Röbeler Polizeibeamte einen Exhibitionisten gefasst, der sich mindestens seit Anfang August im Bereich des Elefantenspielplatzes mehrfach vor jugendlichen Mädchen befriedigt hat (Strelitzius berichtete).

Durch die früheren genauen Täterbeschreibungen und die Sensibilisierung der Bürger für Auffälligkeiten in diesem Bereich Röbels reagierte nun eine 15-Jährige mutig und durchdacht. Als der Tatverdächtige auf einer Bank sitzend vor ihr onanierte, rief sie sofort den Notruf der Polizei. Sie hatte dabei den Zeugenaufruf der Polizei im Hinterkopf. Kurz bevor Einsatzkräfte den Tatort erreichten, war der Exhibitionist zu Fuß weggegangen. Mit entsprechendem Abstand folgte die Jugendliche dem Mann, bis sie mit den Polizisten zusammentraf. Er wurde festgenommen und als ein 20-jähriger Rumäne identifiziert, der sich nach ersten Erkenntnissen zu Besuch in der Stadt aufhalten soll. Sein Aussehen entsprach exakt den bisherigen Beschreibungen von Zeugen und Bildmaterial, so dass er dringend tatverdächtig ist, auch für die anderen Fälle von Exhibitionismus in Frage zu kommen.

Auf dem Polizeirevier Röbel wurde er erkennungsdienstlich behandelt und musste anschließend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen werden, da ein Haftbefehlsantrag abgelehnt wurde. Die Ermittlungen wegen exhibitionistischer Handlungen werden fortgesetzt.

Die junge Zeugin hat wirklich vorbildlich gehandelt, da sie zunächst sofort die Polizei gerufen und den Sachverhalt klar und konkret beschrieben hat. Selbstverständlich sollte ein mögliches Verfolgen von Tatverdächtigen oder Einschreiten bei Straftaten generell immer unter dem Aspekt der eigenen Sicherheit erfolgen.