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Bürger, Internet, Kommunales, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Medien, Neustrelitz, Wahl

Am 12. März hat im Borwin-Heim in Neustrelitz auf Einladung dreier Vereine (Strelitzius berichtete) ein Online-Podiumsgespräch zum Thema Kultur mit den KandidatInnen stattgefunden. Wie wichtig sind den KandidatInnen zum Beispiel das Theater, die Tanzkompanie, die Musikschule und das Kulturquartier oder auch die Kultureinrichtungen in „privater“ Initiative. Es wurden Fragen gestellt zur Außendarstellung der Stadt, auch zum Tourismus und zu den ganz persönlichen Visionen für die Entwicklung von Neustrelitz.
Über 170 Endgeräte waren an dem Abend dazugeschaltet, ca. 300 Interessierte haben live zugeschaut und die zweieinhalbstündige Veranstaltung von Anfang bis zum Ende interessiert verfolgt. Dieser live-stream ist nunmehr auf der Internetseite der basiskulturfabrik (www.basiskulturfabrik.de) in voller Länge abrufbar. Dies ist ein gute Gelegenheit, sich im Vorfeld der Wahl ein detailliertes Bild über die KandidatInnen und ihre Visionen für die kulturelle Entwicklung von Neustrelitz zu machen.
Zu dem erlebten Podiumsgespräch schreibt mir Lars O. Lüke aus Lindenberg:
Wir sahen einen Amtsinhaber, der trotz 18-jähriger Amtszeit nervös wie ein Schuljunge wirkte, der schlecht vorbereitet zur Prüfung gekommen ist. Bei sich einen Zettelberg, in dem selbst er gänzlich die Übersicht verloren hatte. Souverän und überzeugend, auch inhaltlich, war da sehr wenig.
Dazu einen SPD Mann, der jede, also wirklich jede Antwort auf die Fragen (die man den Kandidaten offensichtlich vorher zur Verfügung gestellt hatte) abgelesen hat. Priebes Märchenstunde. Uninspiriert, blutleer und ohne klare Haltung. Dass die SPD in einem schlechten Zustand ist, ist bekannt, aber dass es so schlimm um die SPD steht, ist dann doch erschreckend.
Als nächstes ein Kandidat einer Partei, die sich rechtsaußen verortet. Nun, im Gegensatz zu Herrn Priebe, der hatte die Fragen wenigstens vorher gelesen, hatte sich dieser Kandidat gar nicht vorbereitet. Ist das Unfähigkeit oder Ignoranz gegenüber dem Amt des Bürgermeisters, für das er sich ja wohl bewirbt?
Kommen wir zur letzten Kandidatin Angelika Groh. Endlich ein Lichtblick. Souverän. Gut vorbereitet. Klare Haltung und Konzepte. Und auch noch sympathisch. Kein nervöses Herumgehampel. Man nimmt ihr ab, dass sie wirklich etwas verändern will, und sie weiß auch was. Man hätte sich gewünscht, sie wäre noch ein bisschen angriffslustiger gewesen. Aber das kann ja noch werden.