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Das fabrik.kino 1 in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz beendet die coronabedingte Zwangspause und nimmt den Spielbetrieb am kommenden Pfingstsonntag, 31. Mai, wieder auf. Zur Wiedereröffnung  wird anläßlich des Todes des berühmten französischen Schauspielers Michel Piccoli der 1966 gedrehte Film „Belle de Jour – Schöne des Tages“ von Luis Bunuel mit Michel Piccoli und Catherine Deneuve in den Hauptrollen gezeigt.

Horst Conradt, Kinoleiter am Sandberg teilt mit: „Das ist der Auftakt für einen Filmkunstmonat Juni, der unsere leidenschaftlichen Kinostammgäste genauso erfreuen kann, wie viele andere Liebhaber guter Filme, die in unserer Region erfreulicherweise zahlreich zu finden sind.“ Das fabrik.kino 1 spielt wegen der coronabedingten sehr reduzierten Platzzahl in zwei Vorstellungen (17.30 und 20.15 Uhr) jeweils denselben Film, damit alle, die ihn sehen wollen, auch die Chance haben.

Nach dem Filmkunstauftakt mit „Belle de Jour“, geht es los mit „Die Kunst der Nächstenliebe“, Frankreich 2018 mit Agnès Jaoui in der Hauptrolle. Dann folgt „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa al-Mansour von 2019, den also eine Frau gemacht hat, die Emanzipationsgeschichte einer mutigen Ärztin zeigt und einen Einblick gibt in das gemeinhin verborgene Leben der Frauen in einem islamisch geprägten Land. „Paris Calligrammes“, der neue Film von Ulrike Ottinger, auch von 2019, folgt gleich danach und führt in die wilde Zeit der 60er Jahre in Paris. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf einen vergnüglichen autobioigrafischen Film freuen, der das Leben dieser Jahre in den Salons, Cafés und Kinos zeigt. Nach all den (Fernseh-)Bildern der letzten Wochen über Paris, sind die Kinomacher sehr gespannt, welche Gefühle dieser Blick in eine vergangene Zeit hervorrufen wird.

Ende des Monats wird der neue Film „La Vérité – leben und lügen lassen“ gezeigt – erneut mit Catherine Deneuve, der Grande Dame des französischen Films, in der Hauptrolle: Nur ist sie hier schon ein halbes Jahrhundert älter als in dem Film „La belle de Jour“ vom Anfang des Monats.

Das fabrik.kino 2 spielt wieder ab dem 4. Juni und startet – in Kooperation mit der Initiative „Projektraum Neustrelitz“ – die „Filmreihe Künstlerporträts“ neu mit dem neuen Dokumentarfilm von Rita Ziegler „Albrecht Schnider – Was bleibt“. Der in Luzern geborene Maler und Zeichner, der seit 30 Jahren in international bekannten Galerien ausstellt, steht für ein spontanes, unverfälschtes Erzeugen von Kunst. Der Film beobachtet den Künstler während einer neuen Schaffensphase und zeigt einen Mann, der an die Magie des Moments glaubt. Aus Anlass des Todes von Michel Piccoli hat sich der Filmklub in der Alten Kachelofenfabrik für den Filmklassiker von Jean-Luc Godard entschieden: „Die Verachtung“ von 1969 mit Michel Piccoli, Brigitte Bardot und Fritz Lang in den Hauptrollen.

In der Filmreihe „ Vielfalt und Toleranz“ zeigt das Kino den Film „newcomers“. Hier erzählen Flüchtlinge ihre eigene Geschichte und bekommen so auch ganz bildlich ihr eigenes Gesicht.  Und zum Schluss diese Kinomonats beginnt eine neue Filmreihe „Kino zum Zuhören“ mit Astor Piazolla, dem wichtigsten lateinamerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Das Team in der Alten Kachelofenfabrik freut sich auf die alten und neuen Kinogäste und bitten alle um vorherige telefonische Platzreservierung unter Angabe der Namen und der Telefonnummer. Die coranabedingten behördlichen Auflagen erfordern eine genau Platzierung der Gäste. Horst Conradt erklärt: „Wir hoffen, daß die Gäste sich von den Einschränkungen nicht abhalten lassen, ins Kino zu kommen. Jeder Film des Juni-Programms lohnt den Besuch! Und wir vertrauen auf die Kinoleidenschaft unserer Besucherinnen und Besucher und sind sicher, daß wir aus den derzeitigen Widrigkeiten wieder hinausfinden werden!“