Wer zu Himmelfahrt noch nichts vor hat, der könnte im Regattahafen in Röbel genau richtig sein. Alle Jahre wieder am Feiertag spielt die „Turmgesellschaft“ auf, vielen noch bekannt von ihren legendären Auftritten in Sietow. Neben Livemusik direkt am Wasser gibt es Schwein am Spieß und anderes Gegrilltes, Erdbeerbowle, eine Weinbar und natürlich einen Bierwagen.
Der Eintritt ist frei, der Seglerverein freut sich auf viele Besucher. Und wer es nicht einrichten kann: Am Freitagabend dieser Woche spielen die gestandenen Musiker um Lokalmatador Reinhard Gust, verstärkt durch Schwiegertochter Laura und Sohn Christoph Gust, dann noch einmal am Hafen in Sietow.
Zur besten Kaffeezeit werden vor dem Programm ab 15 Uhr sowie in der Pause im Foyer neben Kaffee und Kuchen auch kalte Getränke angeboten. Es bietet sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Markus Escher (hinten Mitte) und seine Mitstreiter. Es fehlt im Bild Henrike-Augustine Birkholz. Foto: Nebenan-Festival
Die Blankenseer Gemeindevertretung hat sich im März einstimmig für das Nebenan-Festival vom 4. bis zum 6. August in Wanzka am See ausgesprochen. Festivalerfahrene wissen, dass ein so einmütiges Votum der Kommunalpolitik Seltenheitswert genießt. Es spricht für die Überzeugungskraft der Macher um Markus Escher, vor allem aber für ihr nachhaltiges Konzept. Nach einem erfolgreichen Probelauf im vergangenen Sommer mit rund 300 Partygästen hofft die Crew diesmal auf maximal die zehnfache Besucherzahl.
Neben dem 25jährigen Kaufmann Escher, der aus Neuhof bei Wanzka stammt und jetzt in Neustrelitz lebt, gehören Christian Düsing, Enrico Glöde, Robert Rathsack, Janosh Wielandt und Henrike-Augustine Birkholz zum Nebenan-Team. Da ist schon einiges an Festivalerfahrung versammelt, wobei alle auf Newcomer Escher schwören. Der hat eigens eine GmbH gegründet und als alleiniger Gesellschafter auch das obligatorische Stammkapital eingebracht. Gestern Abend haben die jungen Leute in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz bei einer Info-Gala ihr Projekt vorgestellt, über ihre Mission und ihre Vision gesprochen.
Seit Oktober laufen die Vorbereitungen, zu denen nach Aussage Eschers „auch die eine oder andere schlaflose Nacht gehörte“. 99 Prozent aller Eventualitäten seien abgewogen. In den kommenden zwei Wochen sollen der Kartenvorverkauf zu sehr moderaten Preisen starten und die beteiligten Künstler bekanntgegeben werden. Es wird Tages- und Wochenendtickets geben, letztere berechtigen auch zum Campen auf dem insgesamt rund 50.000 Quadratmeter großen, strukturierten Gelände, das zusätzlich ausreichend Parkmöglichkeiten bietet.
Strelitzius stellt dem Nebenan-Team seinen Blog als Werbeplattform zur Verfügung, damit möglichst viele Leute erreicht werden. „Wir wollen in der Region etwas bewirken. Die Besucher sollen bei uns Spaß haben, auch die Anwohner. Die Wanzkaer brauchen keinen Eintritt zu bezahlen, ein kleines Danke. Wir glauben an die Idee, nicht an das große Geld“, betonte Escher, der neben dem Ticketverkauf auf Sponsoren und Investoren setzt. „Es kann auch nebenan ganz schön sein.“
Am Freitag, 19. Mai, um 19.30 Uhr, wird im Landestheater Neustrelitz die Premiere von „Der Liebestrank“ gefeiert. Regisseurin Barbara Schöne inszeniert die komische Oper von Gaetano Donizetti kunstvoll und klar und erschafft so ein sehr heutiges Opernerlebnis.
Bereits an diesem Sonntag, 7. Mai, 11 Uhr, kann man einen Eindruck der Inszenierung bekommen. Regisseurin Barabara Schöne und Ausstatterin Jeannine Cleemen erläutern ihr Konzept zur Regie und zur visuellen Umsetzung – Bühnenbild und Kostüme werden gezeigt. Es gibt eine Talkrunde mit der Regisseurin, Intendant Sven Müller, Dramaturg Lukas Rosenhagen und Tenor Andrés Felipe Orozco. Und es gibt natürlich musikalische Kostproben von den Solisten Laura Scherwitzl, Robert Merwald und Ryszard Kalus. Sie werden vom musikalischen Leiter Daniel Klein am Klavier begleitet. Der Eintritt ist frei und wir laden alle Interessierte herzlich ein!
Im Jahre 1832 komponierte Gaetano Donizetti in angeblich nur 14 Tagen sein Meisterstück. Schon der erste Tropfen von seinem „Liebestrank“ machte das Publikum süchtig nach den süßen, verschwenderischen Melodien, die der Komponist auch der berühmtesten Arie des Stückes einträufelte: Nemorinos berührender Klage „Una furtiva lagrima“, die als eine der berühmtesten Tenor-Arien in die Operngeschichte einging.
Ein Sonntag des Singens – „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ Unter dieser Überschrift wird zu einem Gospelgottesdienst am 7. Mai um 14.30 Uhr in die Mirower Johanniterkirche eingeladen. Dabei tritt die Gospelunion unter Leitung von Linda Psaute auf.
Das Bild zeigt die Klaus Düe und Thomas Zander (links) vor dem Haus der Familie Zwein in der Seestraße. Das Wetter spielte auch mit.
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.“ Und wie er gekommen ist, der Wonnemonat! In der Wesenberger Innenstadt erklang das beliebte Frühlingslied am vergangenen Montag aus einer Drehorgel. Die Idee, mit Musik und Gesang einen „Weckruf“ in der Woblitzstadt wieder aufleben zu lassen, hatten die Burgvereinsmitglieder Thomas Zander und Klaus Düe. Nach dem Aufstellen des Maibaums (Strelitzius berichtete) eine weitere schöne Aktion in Wesenberg. Vom Tanz in den Mai ganz zu schweigen!
Dass der Mai an der Woblitz mit Musik begrüßt wird, ist nicht neu. Wie der Ur-Wesenberger Uwe Thedran erzählte, sind in den 1950er Jahren die Wesenberger Schallmeienspieler am 1. Mai ab früh um 6 Uhr lautstark durch die Stadt gezogen und haben an den Häusern Birkenbäumchen zum Schmücken abgeladen.
Das Drehorgelduo anno 2023 hat erst um 9.30 Uhr begonnen die Stadt zu wecken. Unter anderem ging es von der Straße auch in private Hofgärten oder zum DRK-Pflegezentrum, wo die Bewohner einem Potpourri bekannter Frühlingsweisen lauschen konnten. „Vielleicht lebt die Tradition wieder auf“, sagte mir Stadtvertreter Thomas Zander. Strelitzius als Wesenberger jedenfalls würde es freuen.
Pianistin Claire Huangci spielt zusammen mit der Neubrandenburger Philharmonie wunderschöne Rhapsodien, darunter Gershwins „Rhapsody in Blue“ und Rachmaninows „Rhapsodie op. 43“. Weitere Infos hier.
Mit der Premiere von DER PREIS DER FREIHEIT liegt ein fulminanter Theaterabend im Schauspielhaus Neubrandenburg hinter der Theater und Orchester GmbH. Noch bis zum 7. Mai untersucht das gesamte Schauspielensemble im Wechsel zwischen Spielszenen, Tanz, Live-Musik und Video verschiedenste Aspekte zum Thema Freiheit. Mit Witz und Humor, aber auch Hintergründigkeit. Dazu gibt es ein Archiv der Freiheit, einen Podcast und ein spannendes Rahmenprogramm. Ein Fest für Entdecker.
Das Musiktheater bereitet sich unterdessen auf die nächste Premiere vor. In Gaetano Donizettis DER LIEBESTRANK steht das Liebeselixier des Doktor Dulcamara im Mittelpunkt. Die komische Oper zeichnet sich durch eine anmutige und eingängige Musik aus und enthält mit der Romanze „Una furtiva lagrima“ eine der berühmtesten Tenor-Arien der Operngeschichte. Interessierte können sich am 7. Mai. in der Matinee einen ersten Eindruck verschaffen (Eintritt ist frei), die Premiere des Stücks ist dann am 19. Mai im Landestheater Neustrelitz.
Vorher jedoch warten im 9. PHILHARMONISCHEN KONZERT noch Rhapsodien unterschiedlichster Herkunft und Stilistik auf uns. Die Pianistin Claire Huangci spielt zusammen mit der Neubrandenburger Philharmonie inspirierende Werke von Gershwin und Rachmaninow.
Eben erreicht mich die Nachricht, dass der Liedermacher und Schriftsteller Stephan Krawczyk sein Konzert am Wochenende im Neubrandenburger Schauspielhaus leider aus gesundheitlichen Gründen absagen muss.
Nachdem das Antiquariat am Stadthafen wieder seine Tore ins Labyrinth der Bücher geöffnet hat, erwartet uns am morgigen Freitag, 21. April, eine bunte Veranstaltung zu verschiedenen Methoden von Medienkompetenz. Ab 15 Uhr sind alle Schreiblustigen, dramatischen Dichter und epische Denker, lyrische Abenteurer und verträumte Büchernarren dazu eingeladen, an der offenen Schreibwerkstatt teilzunehmen. „Wir schreiben, was uns gerade in den Sinn kommt und sind dabei offen für alle Arten von Kreativität!“, heißt es von den Initiatoren – darunter der freischaffende Journalist Jens Wiesner, der sein Berliner Projekt „Erregung öffentlicher Freude“ nun in der Residenzstadt umsetzen wird. Unter professioneller Anleitung können Interessierte eigene Texte verfassen, überarbeiten, neu gestalten oder sich von dem wunderbaren Ort inspirieren lassen.
Während der offenen Schreibwerkstatt ist das Antiquariat ganz normal von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Einlass zur Abendveranstaltung ist ab 19 Uhr ebenda, um 19.30 Uhr finden Lesungen, Dialoge und vieles Weitere auf der Lesebühne statt, wer Lust und Laune hat kann selbstgeschriebene Texte zur Veranstaltung mitbringen und verlesen!
„Die Vermessung der Demokratie“ – ein Theaterabend über Wilhelm Leuschner von und mit Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki und Maria Hinze findet am Dienstag, 18. April, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz statt. Wie ist Widerstand in einer allumfassenden Diktatur möglich? Eine Frage, die sich heute wieder in vielen Ländern stellt. Jan Uplegger (Schauspiel), Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) zeigen in ihrer Inszenierung auf, wie unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ein einzelner Mann ohne heutige Möglichkeiten der digitalen Kommunikation und Speichermedien ein ganz Deutschland umfassendes Netzwerk aufbaute, das als Basis für das Attentat vom 20. Juli wirkte.
Wilhelm Leuschner war Demokrat, Gewerkschaftler, Widerstandskämpfer. Leuschner war das Herz und Hirn der sozialdemokratischen Gewerkschaft im Untergrund, in Verbindung mit dem militärischen Widerstand um Stauffenberg, sowie anderen freiheitlichen Gewerkschaftlern, mit denen zusammen er eine Einheitsgewerkschaft plante. Er schuf damit auch die Grundlage des heutigen DGB. Stauffenberg hätte ihn als neuen Reichskanzler vorgesehen.