Das Ensemble Concilium musicum Wien mit Viola d’amore, Foto: Ensemble.
Das Ensemble Concilium musicum Wien lockt am 10. Juni um 19.30 Uhr mit einem kaum bekannten Barockinstrument, der Viola d’amore, zu einem Abend voller seltener Klänge ins Schlosstheater Rheinsberg. Paul und Christoph Angerer gründeten das Ensemble Concilium musicum Wien in den 1980er Jahren, speziell um Werke des 18. Jahrhunderts zu musizieren. Heute ist das Ensemble für sein umfangreiches musikalisches Spektrum bekannt.
Für die Lesung von Wladimir Kaminer am 12. Juni um 16 Uhr in Sewekow auf der Freilichtbühne an der Max-Schmeling-Halle (Strelitzius berichtete) gibt es noch Karten. Das hat mir als bekennendem Kaminer-Fan Adelheid Schäfer vom veranstaltenden Heimatverein auf Anfrage mitgeteilt.
Die Türen des Spiegelsaals aus dem 18. Jahrhundert, Foto: Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. (KuK)
Im Rahmen der Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten veranstaltet der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. am Pfingstmontag, 6. Juni, um 17 Uhr, im Spiegelsaal ein Benefizkonzert zugunsten der Restaurierung der Türen des Spiegelsaals: Das Hornquartett des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder) spielt Musik für Waldhörner – eine seltene Gelegenheit, diese schönen Instrumente solistisch zu erleben.
Nach acht Monaten Bauzeit ist rechtzeitig zum Start der Hauptsaison heute die Schleuse Steinhavel nordwestlich von Fürstenberg wieder für die Schifffahrt freigegeben worden. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Verkehr Susanne Henckel nahm gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der Region die Eröffnung der Anlage an der Ländergrenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor.
Mit einem Gedenkkonzert im Schlosshof der Schlossanlage Rheinsberg ehren Sänger*innen und Musiker*innen den im August 2021 verstorbenen Gründer der Kammeroper Schloss Rheinsberg, Siegfried Matthus. Frühere Preisträger, die in der Opernwelt Karriere gemacht haben, wie Marco Jentzsch, Dorothe Ingenfeld, Karen Leiber, Cornelius Lewenberg, Liudmila Lokaichuk oder Allison Oakes kehren am 29. Mai auf die Bühne im Schlosshof zurück, ebenso wie Carolin Masur, die sonst in ihrem Meisterkurs mit Nachwuchssänger*innen an der Kunst des Liedgesangs arbeitet.
OnAir rockt das Schlosstheater mit „Vocal Legends“. Foto: Ben Wolf
Beim ersten Pop- und Jazz-Chorfestival vom 20. bis 22. Mai gastieren internationale A-cappella-Größen und ambitionierte Amateurchöre in Rheinsberg. Der preisgekrönte Chor „Vocal Line“ aus Aarhus bringt am Freitag, 20. Mai, um 20 Uhr das Schlosstheater zum Beben: Die 30 Stimmen starke dänische A-cappella-Gruppe begeistert mit Arrangements aus Elementen von Pop, Rock und Jazz. 2010 sangen sie an der Seite von Bobby McFerrin im Lincoln Center in New York, 2014 teilten sie beim Roskilde Festival die Bühne mit den Rolling Stones.
Die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sowie der Bund, vertreten durch die Generaldirektion der Wasserstraßen und Schifffahrt, haben ein Eckpunktepapier verabschiedet, in dem sie sich zu einer engen Zusammenarbeit bei der Flussgebietsbewirtschaftung der Oberen Havel bekennen.
Gemeinsam entwickeln die Beteiligten Bewirtschaftungsgrundsätze wie Wasserstandsziele und die Priorisierung von Wassernutzungen. Es wird eine Daten- und Wissensbasis aufgebaut, welche unter anderem Angaben zu relevanten Wasserentnahmen und –einleitungen sowie Pegelständen und Durchflüssen zur Steuerung der Stauhaltungen und Schleusen umfasst. Zudem werden Anforderungen sowie die Ausgestaltung und Form der künftigen Zusammenarbeit konkretisiert. Hierbei werden die Vertragspartner durch die Bundesanstalt für Gewässerkunde fachlich unterstützt.
Am kommenden Sonnabend, 14. Mai, um 16 Uhr, präsentiert die Rheinsberger Hofkapelle 2021/22 La Tabatière unter dem Titel „Willkommen und Abschied“ Werke aus der vorklassischen Epoche, darunter Johann Gottlieb Graun, Georg Philipp Telemann und Ignaz Holzbauer. In den Hofkapellen Berlins und Mannheims schufen Komponisten wie Graun, Janitsch und Holzbauer neue musikalische Stile, die den Weg vom Barock zur Klassik bis hin zur Frühromantik ebneten.
Die Melodie steht dabei im Vordergrund. In diesem Konzert bewegt sich La Tabatière musikalisch zwischen Berlin, Mannheim, Paris und Wien und stellt den neuen Stil u. a. anhand von Werken mit obligaten Partien vor, in denen die einzelnen Instrumente jeweils solistisch hervortreten. Es ist das letzte von vier Residenzkonzerten der Rheinsberger Hofkapelle 2021/22.
Das Ensemble Mozaïque (Rheinsberger Hofkapelle 2020/21). Foto: K. Schmidbauer.
Beim Doppelkonzert am 7. Mai um 17 Uhr erklingt im Schlosstheater Rheinsberg italienische Musik aus 400 Jahren, vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Rheinsberger Residenzensemble für neue Musik 2021/22 trifft auf die Rheinsberger Hofkapelle 2020/21.
Unter dem Motto „Mythos, Ort und Zeit“ präsentiert sich das Ensemble degli Intrigati diesmal in der Besetzung Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier unter Leitung von Alessio Casinovi. Auf dem Programm stehen fünf zeitgenössische Kompositionen von Federico Gardella, Armando Gentilucci, Mozhgan Chahian, Francesco Darmanin und Marcello Panni sowie ein Werk des finnischen Komponisten Magnus Lindberg, das in Montepulciano – dem Gründungsort des Ensembles – entstanden ist.
Das Ensemble Mozaïque widmet seinen Programmteil dem venezianischen Komponisten Antonio Caldara, der u.a. am Hof Maria Theresias wirkte und virtuose Musik für die Oper wie auch zahlreiche Oratorien schuf. Aufgeführt werden Bassarien (Solist: Alexandre Baldo) und Ouvertüren, die auch auf der ersten CD-Einspielung des mehrfach ausgezeichneten Ensembles Mozaïque zu hören sein werden.
Das gemeinsame Konzert der beiden Residenzensembles für alte und für neue Musik macht eindrucksvoll das musikalische Spektrum der Ensembleförderung durch die Musikakademie Rheinsberg erlebbar.
Probenaufnahme der Produktion „Fidelio“ der Kammeroper 2021 mit Larissa Angelini als Leonore. Foto: Uwe Hauth
„Der Liebe Wonne, der Liebe Leid“ – am 1. Mai um 16 Uhr erwartet die Besucher im Schlosstheater Rheinsberg ein besonderes Konzert. Unter dem Titel „Des Mädchens Klage“ spüren die Sopranistin Larissa Angelini, die Pianistin Hyun-Hwa Park und Regisseurin Andreea Geletu dem großen Thema Frauenliebe durch die musikalischen Epochen nach: Liebe, die auch jenseits der Erfüllung, sogar bis in den Tod, bestehen will und kann, nimmt im inszenierten Dialog der Sängerin und der Pianistin musikalisch Gestalt an. Ob Lied, Oper oder Klavierstück: In der Musik werden Frauen wie Goethes Gretchen oder Stella bis hin zu Wozzecks Marie oder Eislers Arbeitermutter in ihrer Aktualität lebendig. In Tränen manifestiert sich die Wahrheit des Verlustes – und es entsteht aufs Neue die Kraft, mit dem Schmerz zu leben und ihn wieder zu Glück zu machen.