Der Anhängerbau Conow steht unter neuer Führung. Peter Hasenjäger hat den Betrieb für ein halbes Jahr geleitet, nun hat Matthias Schulz die Geschäftsführung übernommen, wie aus dem jüngsten Newsletter der Gut-Conow-Unternehmensgruppe hervorgeht.
Matthias Schulz ist in Neubrandenburg geboren und in Neustrelitz groß geworden. Nach dem Schulabschluss und dualem Studium arbeitete er 18 Jahre im Flugzeugbau, davon dreieinhalb Jahre in Spanien. Nach seiner Rückkehr nach Neustrelitz wechselte er zur Bahn und war auch dabei immer unterwegs. Auf der Suche nach einer anspruchsvollen Aufgabe, die ihm dennoch genügend Zeit für die Familie und seine drei Kinder lässt, wurde er nach langer Suche beim Anhängerbau fündig.
Hier steigt er auf einer guten Basis ein: Der Anhängerbau konnte nach schwierigen Jahren 2022 ein Plus erwirtschaften und freut sich nach hohen Vorverkaufszahlen auf eine sehr gute Auslastung 2023.
Der heutige Frühlingsanfang hat mir auch noch (Strelitzius berichtete) einen blumigen Gruß meines treuen Lesers Hans-Dieter Schuchmann aus Karlsruhe eingebracht. Eine Strelitzie hat ihm „einen schönen Moment von Fröhlichkeit“ beschert, und den teilt er nun. Ein dickes Dankeschön nach Baden-Württemberg!
Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsbeginn am heutigen Tag hat mir mein Blogfreund Hans-Joachim Wloczyk aus Neustrelitz einen passenden fotografischen Gruß zukommen lassen. Vielen Dank aus Wesenberg hinüber in die Residenzstadt, lieber Hajo! Das Foto ist dir mal wieder gelungen und erfreut sicher auch andere Leser in der Strelitzius-Gemeinde.
Das zur Gemeinde Wustrow gehörige Canow in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte verfügt jetzt unter www.canow.de über eine eigene Webseite. Zu danken ist das Christian Weiß. Der 53-jährige Jurist lebt in Jena, liebt aber nach eigener Aussage Mecklenburg schon immer sehr. „Bereits mit zwei Jahren war ich das erste Mal am Großen Pälitzsee und habe dann dort jedes Jahr mit meinen Eltern und Großeltern gezeltet und später auch meine Ferien immer gerne auf dem Zeltplatz verbracht. Da der Pälitzsee immer ein Sehnsuchtsort von mir war, haben wir schließlich im Jahr 2018 ein Ferienhaus in Canow am Kleinen Pälitzsee gekauft und verbringen dort als Familie sehr gern Urlaub und viele Wochenenden“, schreibt mir der Thüringer.
„Aus meiner Dankbarkeit heraus, (m)einen Platz für regelmäßige Aufenthalte an der Mecklenburgischen Seenplatte gefunden zu haben, hatte ich mich Anfang letzten Jahres entschlossen, eine Seite für Canow auf die Beine zu stellen.“ Auch ein Logo hat Christian Weiß entworfen. Und seine Seite von Beginn an mit dem Strelitzius Blog verlinkt. Gute Entscheidung!
Anlässlich des 1. Jahrestages der russischen Aggression gegen die Ukraine hat sich einmal mehr Gerhard Schneider aus Krümmel zu Wort gemeldet. „Ich bin zerrissen und erschreckt, was da um mich vorgeht“, schreibt mir der Künstler zu einem Bild von ihm. Hier die Gedanken meines Blogfreundes:
Ein Jahr Russlands Aggression in der Ukraine. Für Russland eine Spezialoperation. Für die Ukraine ein Krieg auf Leben und Tod. Für den Westen der Tanz auf dem Seil. Trotz einer UNO-Resolution mit 141 Stimmen gegen Russland sehen es zahlreiche Staaten nur als eine Auseinandersetzung Russlands mit der massiv vom Westen unterstützten Ukraine. Der Westen ist nicht im Krieg mit Russland, lese, höre ich täglich. Ununterbrochen strömen westliche Waffen und Munition in die Ukraine. Täglich sterben Menschen in dreistelliger Zahl im Kampf oder bei Terrorangriffen auf die Bevölkerung.
Die EU und die USA beschließen fast im Monatstakt Sanktionen gegen Russland auf allen Gebieten. Die europäische Energieversorgung, bisher fast hauptsächlich von Russland abhängig, wird total umgestellt. Klimafragen spielen kaum eine Rolle.
Schreckensbilder erreichen uns täglich. Der Aggressor und die Ukraine sind siegesgewiss. Nur ein vollständiger Sieg des einen oder des anderen bringt den Frieden… Verhandeln nur, wenn der andere am Boden liegt und zu den Bedingungen des Siegers. Das ist das Ergebnis des ersten Jahres.
Ich lese in der Zeitung die Aussage von Experten, dieser Krieg wird noch bis 2030 gehen. Welch ein Glück, es sind nicht mehr ganz acht Jahre. Während eines Seminars meinte ein Seminarteilnehmer: „… und wenn es noch Hunderttausende sind, die sterben werden, für die Freiheit ist es das wert.“ Mir wurde schlecht. Ich bin eben ein naives Weichei, habe Angst vor dem Krieg. Habe Angst, dass „mein Wohlstand“ unter dem Krieg leidet. Gehöre zu den Lumpenpazifisten und zur Friedensmeute. Bin für Verhandlungen.
Auf meinem Bild leidet die Welt. Das Kind in der Krippe liegt am Boden, die Eltern (Maria und Josef), Ochs und Esel tot und die geblendeten Drei Weisen (Experten) werden von der Kriegstrommlerin geführt.
Ich bin zerrissen. Mich würde ernsthaft interessieren, wie andere Menschen diese Zeit erleben. Wenn ich einige Kommentare lese, dann erschrecke ich ob der Siegesgewissheit.
Cornelia Bugenings zwischen ihren beiden langjährigen, beruflichen Weggefährtinnen Christiane Weigt (links, Bibo und KWA) und Elke Mißling (Bibo, Rente seit 2022). Fotos: KulturquartierMST
Mit einem farbenfrohen Strauß von 33 Rosen geht Cornelia Bugenings, die seit 1990 die Stadtbibliothek Neustrelitz leitete, in den wohlverdienten Ruhestand. „Ich habe in meinem Traumberuf arbeiten können und immer ein tolles Team gehabt“ bilanziert sie ihr Berufsleben. „Die farbigen Rosen stehen für die reiche Vielfalt der Bibliotheksarbeit in den letzten drei Dekaden, die verstreckten Dornen symbolisieren gleichzeitig aber auch Herausforderungen, die es in den Jahren zu meistern galt“, sagt KQ-Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen bei der Verabschiedung.
Mit unzähligen Vorlesestunden und Bibliothekseinführungen, zahlreichen Autoren-Lesungen, einer großen Anzahl an Märchen- und orientalischen Nächten, vielen Sondermedienpräsentationen zu Jubiläen und aktuellen Themen, einer engen Vernetzung mit Kitas, Schulen und anderen Einrichtungen der Stadt und einem immer topaktuellen, super gepflegten Medienbestand hat die Bibliothek unter Leitung von Cornelia Bugenings einen unschätzbaren Beitrag für die Förderung von Bildung und Kultur in der Stadt geleistet. Die Bibliothek hat sich in Neustrelitz zu einem Ort etabliert, der niedrigschwellige Bildungsangebote, den Austausch zwischen Menschen und bereichernden Kulturgenuss fördert. Im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung sind diese Kompetenzen von Bibliotheken gesellschaftlich relevanter denn je für eine informierte Meinungsbildung und den demokratischen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Immer wieder Herausforderungen und Veränderungen
Cornelia Bugenings arbeitete bereits seit 1982 in der Stadtbibliothek, bevor sie 1990 deren Leitung übernahm. Damals hatte die Bibliothek noch mehrere Zweigstellen und fast 20 Mitarbeiter*innen. Die kommenden Jahre sorgten immer wieder für Herausforderungen und Veränderungen: umfangreiche Sanierung der Räume in der Augustastraße, Trennung von Kreis- und Stadtbibliothek, Einführung der elektronischen Erfassung der Medienstände, Schließung der Zweigestellen in Kiefernheide und Alt-Strelitz, Einzug des Karbe-Wagner-Archivs in die Augustastraße, Anschluss an die Onleihe MV etc.
Am 15. Februar hat Ramona Batke die Funktion und Aufgaben als Behindertenbeauftragte der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg übernommen. Sie folgt auf Heike Beck-Helbing, die vergangenes Jahr nach langjähriger Tätigkeit in den Ruhestand getreten ist.
„Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben und die Zusammenarbeit zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Neubrandenburg“, so Ramona Batke bei ihrem Antritt. „Besonders wichtig ist mir, dass der notwendige Veränderungsprozess in der Gesellschaft immer gemeinsam mit den Menschen, die es betrifft, gestaltet wird.“ Mit Blick auf das diesjährige Festjahr Neubrandenburgs und die Vielzahl von besonderen Veranstaltungen ergänzte sie: „Dass wir 2023 auch Host Town für die peruanische Delegation der Special Olympics World Games in Berlin sind, ist ein Gewinn für die ganze Stadt und die große Chance, das Thema inklusive und barrierefreie Gesellschaft weiter in den Fokus zu rücken.“
Was sind die Aufgaben?
Zu aller erst ist sie Ansprechpartnerin, Wegweiserin und Interessenvertreterin für behinderte Menschen in der Vier-Tore-Stadt. Im Allgemeinen sorgt sie für den Informationsfluss zwischen der Stadtverwaltung und allen weiteren Einrichtungen, Ämtern, Verbänden und Einzelpersonen in behindertenpolitischen Fragen und organisiert darüber hinaus Einzelfallberatung und -hilfe.
Zudem gestaltet sie aktiv den Prozess zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Neubrandenburg und arbeitet eng mit Verbänden und Vereinen der Behindertenhilfe und der Hochschule Neubrandenburg zusammen.
Bei Neubaumaßnahmen und baulichen Veränderungen im öffentlichen Bereich hat sie in der Regel ein Anhörungsrecht. Beschwerden aus dem betroffenen Personenkreis aufzugreifen, auszuwerten und an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, ist zentraler Bestandteil ihrer täglichen Arbeit.
Dieses „Fundstück“ hat der Holden und meiner Wenigkeit besonders gefallen. Selten sind wir so freundlich begrüßt worden, wie gestern bei unserem Wochenendspaziergang in Priepert am Ortseingang. Wir sind einige Zeit nicht durch unser Lieblingsdorf flaniert, deshalb wurden wir jetzt erst des Willkommensplakates aus Richtung Strasen ansichtig. Oder wir hatten davor die berühmten Tomaten auf den Augen.
Leider hat man sich auch schon wieder an der Tafel vergriffen. Ich habe Bürgermeister Manfred Giesenberg angerufen, und mein Blogfreund (Zweiter von rechts) hatte noch ein Foto von der tollen Aktion des Plakathängens in petto. Natürlich begrüßen die Prieperter ihre Gäste, wie im Bild ersichtlich, auch aus Richtung Düsterförde. Bis zum anderen Ortseingang sind wir diesmal aber nicht spaziert.
MV-Bildungsministerin Simone Oldenburg, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die am Projekt „Als junger Mensch in der Shoah“ mitgewirkt haben, trauern um den Holocaust-Überlebenden Sally Perel. Der als „Hitlerjunge Salomon“ bekannt gewordene Perel starb mit 97 Jahren in Israel.
Ich hatte als Journalist Gelegenheit, Sally Perel 2008 im Neustrelitzer Carolinum kennenzulernen. Er trat damals bei der 2. International Summerschool des Gymnasiums auf. Die Sommerschule stand seinerzeit unter dem Titel „Lebensbilder als Vorbilder“, wie sich Schulleiter Henry Tesch noch an den Gast erinnert. Er hatte Perel bereits zuvor in Israel getroffen und an seine Schule eingeladen.
Dr. Heinz Hahn, letzter Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zu DDR-Zeiten, ist tot. Er verstarb am 1. Februar dieses Jahres im Alter von 93 Jahren. Dr. Heinz Hahn trat das Amt ab dem 15. Juli 1968 als Bürgermeister an und führte es von 1969 bis 1990 als Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg fort. Im Zuge der politischen Veränderungen in der DDR trat Hahn 1990 von seinem Amt zurück. „Die Jahre seiner Amtszeit haben Neubrandenburg geprägt“, sagt Stadtpräsident Jan Kuhnert. „Dr. Heinz Hahn hat die Stadt aktiv mitgestaltet und dazu beigetragen, ihr ein modernes Gesicht zu geben.“