Am zurückliegenden Wochenende haben sich Diebe in Userin gütlich getan. In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag wurden sechs nagelneue rote 11-Kilogramm-Gasflaschen vom Bootsanlegesteg entwendet. Die Tatzeit ist auf 1.30 bis 7 Uhr einzugrenzen, wie mir Bürgermeister Axel Malonek mitteilt.
In der Nacht von Sonntag zu Montag wurden dann zwei Faltpavillone 3×3 Meter von der Badestelle gestohlen. Die Pavillone wurden in einem geschlossenen Festzelt gelagert. Die beiden Pavillone tragen an allen vier Seiten groß die Aufschrift 24MX (siehe Bild). Einer ist schwarz und der andere hellgrau. Als Tatzeit wird hier 22 bis 6 Uhr angegeben. Zweckdienliche Hinweise zu beiden Straftaten unter 03981 457548.
Vandalen haben sich am Bahnübergang Groß Quassow Richtung Campingpark Havelberge ausgetobt. Wie mir Userins Bürgermeister Axel Malonek am Morgen schilderte, sind von den zwölf Warnbaken zehn abgeschraubt, abgerissen oder verbogen worden. Ob es einen Zusammenhang mit Aufklebern eines brandenburgischen Handballvereins sowie weiteren Sachbeschädigungen gibt, die hier auftauchen, bliebe zu klären.
In der Nacht auf den gestrigen Montag ist es auf einer Baustelle in Friedland zum Diebstahl von Kupferkabeln gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen betraten unbekannte Täter die frei zugängliche Baustelle im Bereich Molkereistraße/Bahnhofstraße und entwendeten circa 50 Meter Kabel, die zuvor verbaut worden waren. Der Schaden beläuft sich auf circa 300 Euro.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Diebstahls führt die Kriminalpolizei Friedland. Zeugen, die im Zusammenhang mit der Tat auffällige Beobachtungen gemacht haben, richten diese bitte an die Polizei in Friedland unter 039601-300-224, oder an die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de.
In der Zeit zwischen dem gestrigen Dienstag und dem heutigen Mittwoch wurde das Toilettenhäuschen auf dem Parkplatz am Herrensteig in Mirow beschmiert. Eine erfolgreiche Anzeige beim Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte wird aus privaten Mitteln mit 125 Euro belohnt.
Neubrandenburgs israelische Partnerstadt Nazareth. Foto: Wikipedia
In der vergangenen Woche haben aufmerksame Bürger der Stadtverwaltung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg mitgeteilt, dass das Willkommens-Banner am Ortseingang von Neustrelitz kommend offensichtlich mutwillig zerstört wurde. Mit diesem Banner werden Gäste und Einheimische begrüßt und die neun Partnerstädte Neubrandenburgs dargestellt. Auf dem Banner an der Bundesstraße 96 wurden der Schriftzug der Stadt Nazareth und die Flagge Israels herausgetrennt. Die Stadtverwaltung hat daraufhin noch Ende der vergangenen Woche Anzeige bei der Polizei erstattet.
Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um eine mutwillige Tat handelt. „Vandalismus in jeglicher Form verurteilen wir“, verdeutlicht Oberbürgermeister Silvio Witt. Nazareth ist seit 1998 Partnerstadt von Neubrandenburg – die einzige offizielle Städtepartnerschaft, die Nazareth unterhält. Die Stadt liegt im Norden von Israel und wird sowohl von Juden, arabischen Christen und Muslimen bewohnt. „Leider kann man davon ausgehen, dass es sich bei dieser Tat möglicherweise um einen antisemitischen oder einen ausländerfeindlichen Akt gegen die muslimische Bevölkerung handelt. Ich verurteile und bedaure diesen Vorfall sehr. Neubrandenburg distanziert sich von jeglicher Art der Fremdenfeindlichkeit“, betont der Oberbürgermeister. „Wir verurteilen Angriffe auf den Staat Israel unabhängig davon, welcher Konfession die Bevölkerung angehört. Unsere Städtepartnerschaft bedeutet uns sehr viel und wir pflegen sie. Gerade der Austausch von Kommunen untereinander trägt zur Verständigung von Menschen unterschiedlicher Kulturen bei.“ Das Banner wird nun so schnell wie möglich erneuert und somit wieder vervollständigt.
Die Partnerschaften zu Collegno, Villejuif, Nevers, Koszalin, Petrosawodsk, Flensburg, Gladsaxe, Nazareth und Yangzhou sind zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten und politischen Gegebenheiten entstanden. Für das europäische Engagement wurde Neubrandenburg mit der Ehrenfahne des Europarates ausgezeichnet.
Die Orgie der Vandalen in Wesenberg geht offensichtlich weiter. Nachdem vor zwei Tagen in der Innenstadt Fassaden beschmiert worden sind (Strelitzius berichtete), waren diesmal die Blumenkübel in der Mittelstraße Ziel der Übeltäter. Gärtnermeister André Hagedorn hat mich heute Morgen darüber informiert. Ihn mache das nur wütend, sagte mir mein Mitbürger, der zu Pflanzen schon von Berufs wegen eine ganz besondere Beziehung hat.
In der Tat bot sich in der Fußgängerzone ein Bild der Verwüstung. Aus gleich mehreren Kübeln sind in der Nacht auf den heutigen Mittwoch blühende Blumen büschelweise herausgerissen und quer über die Straße verteilt worden. Wie zum Hohn, wurde in einem der Kübel auch noch eine leere Bierflasche platziert. Einmal mehr schwer vorstellbar, dass niemand der Anwohner etwas von dem nächtlichen Treiben mitbekommen hat.
Deshalb noch einmal der Appell an meine Wesenberger, wachsam zu sein, Zivilcourage zu zeigen und helfende Hinweise an die Polizei, das Ordnungsamt, an den Bürgermeister oder auch an Strelitzius zu geben. Nur so wird es gelingen, der permanenten Schändung unserer Stadt Einhalt zu gebieten. Ich lebe jetzt gut 25 Jahre in der Woblitzstadt, und es hat noch kein Jahr gegeben, in dem nicht blanke Zerstörungswut zu beklagen war – von zerschnittenen Weihnachtsbaumbeleuchtungen bis hin zum mehrfach demolierten Waldspielplatz am Naturerlebnispfad zum Weißen See.
Auch wenn die Neubrandenburger Polizei dieser Tage eine spektakuläre Festnahme im Zusammenhang mit Serieneinbrüchen in Wohnungen und Häuser in der Region gemeldet hat (Strelitzius berichtete), gehen die Straftaten unvermindert weiter. Was auch die Leser des Strelitzius Blogs sehr verunsichert. Nicht wenige glauben, wie den mich erreichenden Zuschriften zu entnehmen ist, dass dahinter organisierte Kriminalität steht. Die Einbrecher seien von den Drahtziehern einfach nur ausgewechselt worden.
Eine Leserin aus Altstrelitz verfolgt das Geschehen über meinen Blog aufmerksam und hat mir heute diese Zeilen nebst Foto geschickt: „Wir haben gestern an unserem Mehrfamilienhaus an einem Fallrohr an der Haus-Außenseite zum öffentlich zugänglichen Gartenweg einen seltsamen Aufleber mit darauf geschriebenen Zeichen entfernt. Erst über Nacht ist uns heute früh der Zusammenhang zu Gaunerzinken eingefallen.“
Mit Hilfe von „Gaunerzinken“, also geheimen Zeichen, informierten sich Bandenmitglieder bereits im Mittelalter darüber, wo und wann ein bestimmtes Haus überfallen, ausgeraubt und eventuell in Brand gesteckt werden sollte. Laut Wikipedia wurden Anfang 2014 in Norddeutschland, unter anderem in Flensburg, vermehrt Gaunerzinken gefunden und auch im Münsterland traten sie vereinzelt auf.
Zum wiederholten Mal sind in Neustrelitz Betrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter der Stadtwerke Neustrelitz ausgeben. Das teilt die Stadttochter mit, nachdem entsprechende Hinweise von verunsicherten Bürgern in ihren beiden Kundenzentren aufgelaufen sind. Die falschen Stadtwerker haben es offensichtlich auf Daten abgesehen.
In diesem Zusammenhang weisen die Stadtwerke darauf hin, dass sie grundsätzlich weder an der Haustür, noch am Telefon Daten abfragen oder gar Lieferverträge abschließen. Die Kunden würden grundsätzlich schriftlich informiert. Hausbesuche, wie etwa zum Zweck eines Beratungsgespräches, erfolgten nur auf vorherige Abstimmung oder Ankündigung. Alle Mitarbeiter der Stadtwerke könnten sich ordnungsgemäß ausweisen.
Im Internet veröffentlichte pornografische Fotos aus Duschen während des Fusion Festivals 2019 in Lärz haben den veranstaltenden Kulturkosmos e.V dazu veranlasst, Strafanzeigen zu erstatten. „Die Kamera war offenbar so platziert, dass die Körper der gefilmten Menschen vom Schulterbereich abwärts erkennbar waren, und es gab mehrere Nahaufnahmen von weiblichen und männlichen Körperteilen. Gesichter oder Köpfe waren vordergründig nicht zu erkennen. Die Aufnahmen wurden tagsüber und vermutlich aus einer abgestellten Tasche o.ä. heraus aufgenommen. Auf Intervention unserer Anwaltskanzlei wurden die Videos am 27. Januar innerhalb von wenigen Minuten gelöscht“, so der Verein am heutigen Sonntag.
Das betreffe auch ein wenige Tage später aufgetauchtes Video. „Wir sind erschüttert und fassungslos darüber, dass diese Form von sexualisierter Gewalt an Orten stattfindet, in denen wir Antisexismus und Gewaltfreiheit als Grundkonsens verstehen“, so der Interkosmos e.V..
Die Landkreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte warnt aus gegebenem Anlass vor Besuchern, die sich als Mitarbeiter des Jugendamtes ausgeben. So haben sich dieser Tage zwei Personen in einem Privathaushalt vorgestellt und behauptet, sie würden aus Gründen möglicher Kindeswohlgefährdung eine Kontrolle durchführen. Bei der Gelegenheit haben sie die Wohnung besichtigt. Die falschen Jugendamtsmitarbeiter hatten weiße, mit Stempeln versehe, Dienstausweise gezeigt.
Die korrekten Dienstausweise der Kreisverwaltung sind graugrün. Sie sind mit dem Passfoto, dem Siegel des Landkreises und der Unterschrift des Landrats versehen. Man sollte sich gegebenenfalls immer den Dienstausweis auch in Verbindung mit dem Personalausweis des Jugendamtsmitarbeiters zeigen lassen. Bei Verdachtsfällen ist es angeraten, beim Jugendamt direkt nachzufragen, ob es sich tatsächlich um Mitarbeiter (mit den entsprechenden Namen) des Amtes handelt. Die Telefonnummer lautet 0395 570873173.