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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, SC Staaken, TSG Neustrelitz

Nach einer 4:0-Führung zur Pause nebst souveräner Vorstellung haben die Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz ihr Heimspiel gegen den SC Staaken mit Ach und Krach 4:3 gewonnen. Rund 350 Zuschauer sahen einen Gastgeber, der nach dem Seitenwechsel wie verwandelt schien und enorm unter Druck geriet. Erleichterung mit dem Schlusspfiff bei der Franke-Elf und ihren Fans. Ex-Präsident Hauke Runge sollte sich als Wahrsager versuchen. Nach den ersten 45 Minuten hatte er von seinem Stammplatz auf der Tribüne aus verkündet, dass trotz der deutlichen Führung das Spiel noch nicht gewonnen sei…
Justin Schultze hatte bereits in der 5. Minute für das 1:0 gesorgt. Nachdem Manuel Härtel allein vor Staakens Schlussmann Lukas Hesse gescheitert war, verwertete „Schulle“ den Abpraller. Dann lässt die TSG nach, tut zu wenig, und macht prompt den Gegner stark. David Daroczi im Kasten der Neustrelitzer hat gut zu tun. Das 2:0 besorgt Härtel selbst in der 18. Minute. Wieder ein langer Ball hinter die gegnerischen Linien, Marcus Niemitz bedient quer und Härtel braucht nur noch einzunetzen. Dennis Ladwig, Elfmeterschütze vom Dienst, erzielte in der 39. Minute nach klarem Foul an Niemitz gewohnt abgezockt das 3:0. Kurz vor dem Pausenpfiff tritt Niemitz in der 42. Minute eine Ecke relativ flach, trotzdem erwischt Maik Frühauf das Leder per Kopf und verlängert ins Gehäuse der Gäste. Die Messen schienen gesungen.
Zum Auftakt der zweiten Halbzeit würdigt Stadionsprecher Jamy Lazar das TSG-Fanprojekt, das bekanntlich von seinem Träger aufgelöst worden ist (Strelitzius berichtete) und heute zum letzten Mal im Stadion vertreten war. Noch einmal wurde das Transparent „Fanprojekt Neustrelitz erhalten“ in die Höhe gereckt. Tom Kliefoth hat das 5:0 auf dem Stiefel, es soll nicht sein. Justin Schultze muss mit einer Bauchmuskelzerrung verletzt ausscheiden, Malte Gäbel kommt.
Und dann kommen die Staakener. Direkt von Sebastian Gigold verwandelte Flanke, 1:4 (54.), toller Treffer. Wieder trifft Gigold in der 69., nachdem die TSG-Abwehr zu zögerlich zu Werke geht. Und dann gibt es ja auch noch Schiedsrichter Tobias Starost. Der hatte schon im Hinspiel keine gute Figur abgegeben. Auch heute zeigte er völlig überzogen in der 93. Minute auf den Elfmeterpunkt, und David Koschnik nahm das Geschenk für die Berliner dankend an. Rechnet man den Lattenschuss der Staakener in der zweiten Hälfte noch mit hinein, dann sind die Residenzstadtkicker mit den drei Punkten bestens bedient. Sie haben nach Rückkehr aus der Kabine kaum noch zu ihrem Spiel gefunden, warum auch immer.
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