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Vertreter beider Landkreise beim Treffen auf der Mirower Schlossinsel. Fotos: LK MSE

Die Landkreise Osnabrück und Mecklenburgische Seenplatte haben ihrer langjährigen Partnerschaft einen neuen Anschub gegeben. So lautet die übereinstimmende Bilanz beider Seiten beim Pressegespräch auf der Schlossinsel Mirow zum Abschluss des Besuches der Osnabrücker Landrätin Anna Kebschull in der Seenplatte.

„Die Zeiten, da wir von den Osnabrückern sehr viel zum Aufbau einer Verwaltung gelernt haben, sind längst vorbei“, erklärte Landrat Heiko Kärger. Bei diesem Treffen wurde mit den Fachleuten aus dem Bereich des ÖPNV der Abfall- und Wertstoffwirtschaft und der Verwaltung in drei Arbeitsgruppen sehr intensiv und effektiv gearbeitet, um gemeinsam neue Wege auf diesen Gebieten zu beschreiten, betonte er.

Die Arbeitsgruppe ÖPNV hat sich vor allem mit den Fragen alterativer Bedienformen befasst. Wie seine Amtskollegin erklärte, bringen beide Landkreis ähnliche Voraussetzungen mit: „Wir sind Flächenlandkreise im Norden. Deshalb haben wir uns auch zusammengetan, um beim Bund Fördermittel für ein Modelprojekt zur Stärkung des ÖPNV zu beantragen. Wir haben uns zwar einzeln als Landkreise dafür beworben, jedoch zugleich darauf verwiesen, dass wir uns auch ein gemeinsames Projekt vorstellen können“, so Frau Kebschull.

Eine zweite Arbeitsgruppe befasste sich mit der Frage: Wie kann Bio-Abfall kostengünstig und umweltgerecht entsorgt bzw. verwertet werden? Dieses Thema sei für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte von besonderem Interesse, sagte Landrat Heiko Kärger. Während es im Partnerlandkreis seit Jahren die Bio-Tonne gibt, hat sie in der Mecklenburgischen Seenplatte nach wie vor nur die Kreisstadt Neubrandenburg. Das wird sich in den kommenden Jahren ändern, so der Landrat. „Und wir möchten von den Erfahrungen lernen, wie sich die Nutzung der Bio-Tonne möglichst kostengünstig für unsere Bürgerinnen und Bürger einführen lässt.“

Die dritte Arbeitsgruppe schließlich befasste sich mit der Strukturierung und Gestaltung der Partnerschaft selbst. „Da sind viele Ideen zusammengetragen worden. Ich denke an den Austausch auf künstlerischem und kulturellem Gebiet“, sagte Landrätin Kebschull. Aber vor allem auch was den Tourismus betrifft, könne sie sich eine engere Zusammenarbeit vorstellen.

Sowohl die Landrätin als auch der Landrat versicherten, dass noch vor der Heimreise der Gäste der nächste Termin für ein Treffen in Osnabrück vereinbart werde, denn die Arbeitsgruppen seien mit ihren Themen noch längst nicht zum Ende gekommen. Abschließend betonte Frau Kebschull, sie wünsche sich zukünftig auch viel stärker den „kurzen Draht“ zueinander – jetzt, da sich die Partner besser kennen. Video-Schaltungen und Telefonate seinen schließlich kurzfristig möglich.

Anna Kebschull und Heiko Kärger.