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Seit geraumer Zeit häufen sich Beschwerden über mangelnde Platzkapazitäten in den Bussen und lange Fahrwege.

Torsten Zarnikow ist ein wenig angesäuert. Der 2. Stellvertreter des Kreiselternrates der Mecklenburgischen Seenplatte, Vorstandsmitglied im Landeselternrat, hat wochenlang Material zum leidigen Thema Schülerverkehr zusammengetragen und erlebt nun, dass sich die CDU im Kreistag (Strelitzius berichtete) als „Heilsbringer inszeniert“, so Zarnikows Aussage in einem Gespräch mit mir.

„Wir haben in mühevoller Arbeit nachgewiesen, dass Buslinien im gesamten Landkreis von den Problemen betroffen sind, haben Zuarbeiten von rund 150 Eltern eingeholt, sind trotzdem gerade beim Landkreis und im politischen Raum immer wieder auf Ablehung gestoßen“, so Zarnikow. Plötzlich komme nun doch noch der Ball ins Rollen, wofür er den Druck der Medien, vornehmlich des NDR, als Ursache sieht. Natürlich sage man nicht nein, wenn offensichtlich ein Umdenken erkennbar sei.

Für heute Nachmittag ist ein Treffen mit dem Leiter Zentrale Dienste/Schulverwaltungsamt der Kreisverwaltung, Dirk Rautmann, und den Chefs der Verkehrbetriebe angesetzt, um zu einer Verbesserung der Schülerbeförderung zu gelangen. Langfristig kann es für Torsten Zarnikow und seine Mitstreiter nur einen Weg geben: zurück zu Schulen im ländlichen Raum, die verbliebenen Schulstandorte dort durch Herabsenkung der Mindestschülerzahlen sichern, anstatt auf riesige Zentralstandorte zu setzen. Thüringen mache es vor, so Zarnikow, der in das heutige Arbeitsgespräch große Hoffnungen setzt.