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Thomas Besse. Foto: B4B MV

In der Seenplatte waren im September 405 Menschen weniger arbeitslos als im August, insgesamt 10.384. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent. Im Vergleich zum September des Vorjahres gab es 796 Arbeitslose weniger.

„Die deutliche Herbstbelebung sorgt für Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit. Gerade auch junge Menschen – die nach dem Ende der Schulzeit und Abschluss der Ausbildungen keinen nahtlosen Anschluss fanden – kommen jetzt aus der Arbeitslosigkeit heraus. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit geht weiter zurück. Das ist sehr erfreulich und zeigt deutlich, wie aufnahmefähig der Arbeitsmarkt in der Seenplatte ist“, sagte der Neubrandenburger Agenturchef Thomas Besse. Diese Entwicklung führe zu regionalen und beruflichen Engpässen bei Fachkräften. Bis Arbeitsstellen, die mindestens eine Berufsausbildung voraussetzen, wiederbesetzt werden können, vergingen mittlerweile im Durchschnitt 93 Tage – das sei mehr als doppelt so lang wie 2010 mit 41 Tagen.

Seit Jahren gebe es kaum ein Thema, das die klein- und mittelständischen Unternehmen in der Mecklenburgischen Seenplatte mehr beschäftige als der Fachkräftemangel. Ob Maler im Handwerk oder Koch in der Hotellerie – branchenübergreifend gefährde dieser Mangel an gut ausgebildeten Arbeitnehmern die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Seenplatte.

Besse abschließend: „Immer häufiger müssen Betriebe Aufträge ablehnen, weil sie nicht genug fachkundige Kräfte haben. Die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von heute auch die Arbeit von morgen machen können. Das ist im Sinne der Fachkräftesicherung und im Interesse der Beschäftigten. Wir müssen die Menschen unabhängig vom Alter so qualifizieren, dass sie eine Chance auf gute Arbeit haben und sie den Anforderungen der Tätigkeiten gewachsen sind – heute und in der Zukunft. Das Qualifizierungschancengesetz weist den Weg, den wir dabei beschreiten wollen.“