
Die Grippe hat Strelitzius fest im Griff und seine Küche ist geschlossen. Ein Rezept vom vergangenen Wochenende ist aber noch unaufgeschrieben geblieben, sodass meine Leser auf die gewohnte Lektüre nicht zu verzichten brauchen.
Winter ist auch die Hochzeit des Kohls. Kommt guter Fisch dazu, braucht es nicht viel mehr. Bis auf einen kleinen Spitzkohl und zwei rote Paprika fand sich alles im Haus, und der Aufwand hielt sich auch sehr in Grenzen.
Ich habe vier Zanderfilets mit Zitrone, Salz und Pfeffer aus der Mühle und ein paar Spritzern Worcestersauce bedacht und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Apropos Worcestersauce. Die Gute aus Sachsen begleitet mich seit meinen Anfängen in der Küche noch zu DDR-Zeiten. Dank meines gebildeten Vaters, ich hoffe, er liest mich da oben, gehöre ich auch zu denen, die schon als Kind die Sauce richtig aussprechen konnten, will sagen, nicht „Worschester“ oder „Workester“. Kann bei manchen Kellnern zu Verwirrung führen, die eben zur anderen Fraktion gehören und mit „Wuster“ glauben nicht dienen zu können. Aber das nur am Rande. Jedenfalls sollte das vielseitig einsetzbare Würzprodukt in jeder gut sortierten Küche nicht fehlen.
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