
Was macht man am Sonntag bei Schietwedder? Schlafen, lesen, fernsehen, ein Bild malen, gar Verse schmieden, ein Liedchen mit viel Sonne darin komponieren, oder vielleicht doch kochen. Die Holde kam dieser Tage regelrecht aufgekratzt aus der Kaufhalle und reckte zwei Mal 200 Gramm Thunfisch-Steaks wie aus dem Bilderbuch, flüssig gewürzt, gleich einem Siegerpokal in die Höhe.
Das traf sich also gut, zumal unsere „Ninja“, schon wieder mit einer leichten Staubschicht bedeckt, beleidigt tat. Als Airfryer hat man es auch nicht leicht, selbst wenn man Herd und Backofen längst ausgestochen und sich für die Spitze der Küchentechnik empfohlen hat. Ich schreibe bewusst empfohlen hat, denn den Dampfgarer hat „Ninja“ bis jetzt noch nicht ausgestochen.
Die vier Fischfilets habe ich trocken getupft, mit Kräuter-Olivenöl beidseitig eingepinselt und lediglich mit gemahlenem Pfeffer bedacht. Wir erinnern uns an die Packungsinformation: flüssig gewürzt, was immer das heißt. Da kann man schnell über das Ziel hinausschießen. Dann lieber eine Geschmacksreserve ins Feld führen. Ich habe zwei mittlere Zwiebeln zerkleinert und vier Knobizehen sowie ein Stückchen Ingwer fein gehackt.
„Roast“ und „Match“
Vom Küchenbrett zur Maschine. Meine beiden Airfryer-Körbe haben Silikoneinsätze, die ich ebenfalls mit Öl bestrichen habe, bevor ich die Teilchen von Zwiebel, Knobi und Ingwer links und rechts eingestreut habe. Programm „Roast“, zwölf Minuten bei 190 Grad eingestellt und die Match-Taste für beidseitige Hitze gedrückt. Inzwischen warten die Roste, auf denen ich die Steaks vorbereitet habe, auf ihren Einsatz nach vier Minuten. Nach nochmals vier Minuten den Fisch wenden, die Kleinteile am Boden mit einem Löffel etwas durchmischen, und letzte vier Minuten Hitze geben.
Nach dem Abschalten des Geräts den Fisch noch einige wenige Minuten in der Lade ruhen lassen, bevor er aufgetischt wird, überstreut mit Zwiebel, Knobi und Ingwer. Innen die Steaks noch rosa, kein bisschen trocken, perfekt! Dazu hat meine bessere Hälfte einen gemischten Blattsalat gemacht, mit Tomate und Radieschen ausgebaut, verfeinert mit einem Kräuter-Dill-Dressing. Eine Flasche Budweiser und ein Glas Cidre haben das Mahl abgerundet, wir waren höchst zufrieden.
Nun vielleicht doch noch ein Stündchen auf die Coach, und dann verspäteter Verdauungsspaziergang ins Wesenberger Kino. Dustin Hoffman und Jean Reno in einem Film („The Piano Tuner“), mehr kann man von einem verregneten Sonntag wahrscheinlich wirklich nicht erwarten.

