
Ein gern gesehenes Lebensmittel in der Strelitzius-Küche ist Stangensellerie. Dieser Tage hatte ich ihn mal an einem heißhungrigen Abend in ein Omelett eingebaut, super! Aber auch in einer Tomatensauce zu Hackbällchen macht sich das Gemüse ausgesprochen gut. Und was die Bällchen angeht, es müssen da ja auch nicht immer die klassischen Bulettenzutaten hinein.
Zwei Stangen Sellerie und zwei Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden und in drei Esslöffeln Olivenöl glasig andünsten. Drei Knobizehen dazudrücken. Dann 400 Gramm gehackte Tomaten aus der Dose und 150 Gramm getrocknete Tomaten in Öl, kleingehackt und abgetropft, mit in die Pfanne. Drei Esslöffel Tomatenmark und ein Esslöffel brauner Rohrzucker sowie ein Viertelliter Weißwein komplettieren die Mixtur. Salz und Pfeffer drüber, und nach zehn Minuten Köchelns haben wir schon mal eine spitzenmäßige Sauce.
Unterdessen verkneten wir ein Pfund Rinderhack mit drei Esslöffeln Semmelbröseln, drei kleingehackten Knobizehen, zwei Esslöffeln gehackter Petersilie, einem Teelöffel getrockneten Oregano, einer Prise Muskat, einem Teelöffel getrockneten Koriander, 80 Gramm Parmesan und vier Esslöffeln Milch. Kleiner Tipp: Mit mehlbestäubten Händen geht die ganze Sache viel besser.
Die Kleinen für die Holde…
Aus dem Gemenge formen wir dann je nach gewünschter Größe ein Dutzend Bällchen. Bei uns gibt es immer kleinere für die Holde und größere für meine Gewichtsklasse. Die Hackbällchen in Öl schön braten, bis sie von allen Seiten eine appetitliche Farbe bekommen haben.
Nun kommt zusammen, was zusammen gehört, Fleisch und Sauce. Bei geringer Hitze eine halbe Stunde zugedeckt weiter köcheln lassen. Immer mal durchrühren und bei Bedarf noch Wein zugeben. Keinen Geiz!
Ihr merkt schon, mit dem Rezept geht kein Stress einher. Alle Zeit der Welt, nun je nach Hunger 300 bis 500 Gramm Bandnudeln al dente zu kochen. Ich traue es mich kaum aufzuschreiben, weil es wieder die inzwischen klassische Diskussion anheizt, aber ich habe ein paar Spritzer Öl ins Nudelwasser gegeben. GRüße an dieser Stelle nach Neubrandenburg an meinen Kochkritiker Dirk. Die Nudeln dann unbedingt in eine vorgewärmte Schüssel geben, nichts wird so schnell kalt wie Pasta. Es lebe meine Wärmeschublade, liegt auf Platz 2 nach dem Dampfgarer in meiner Küche. Falls sich mal jemand neu einrichten will…
Die Fleischbällchen mit der Sauce auf den Nudeln anrichten, und guten Hunger! Ein rotes Weinchen dazu kann nicht schaden.