Die Grippe hat Strelitzius fest im Griff und seine Küche ist geschlossen. Ein Rezept vom vergangenen Wochenende ist aber noch unaufgeschrieben geblieben, sodass meine Leser auf die gewohnte Lektüre nicht zu verzichten brauchen.
Winter ist auch die Hochzeit des Kohls. Kommt guter Fisch dazu, braucht es nicht viel mehr. Bis auf einen kleinen Spitzkohl und zwei rote Paprika fand sich alles im Haus, und der Aufwand hielt sich auch sehr in Grenzen.
Ich habe vier Zanderfilets mit Zitrone, Salz und Pfeffer aus der Mühle und ein paar Spritzern Worcestersauce bedacht und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Apropos Worcestersauce. Die Gute aus Sachsen begleitet mich seit meinen Anfängen in der Küche noch zu DDR-Zeiten. Dank meines gebildeten Vaters, ich hoffe, er liest mich da oben, gehöre ich auch zu denen, die schon als Kind die Sauce richtig aussprechen konnten, will sagen, nicht „Worschester“ oder „Workester“. Kann bei manchen Kellnern zu Verwirrung führen, die eben zur anderen Fraktion gehören und mit „Wuster“ glauben nicht dienen zu können. Aber das nur am Rande. Jedenfalls sollte das vielseitig einsetzbare Würzprodukt in jeder gut sortierten Küche nicht fehlen.
Den Spitzkohl habe ich halbiert geputzt, in einen Zentimeter breite Streifen geschnitten, in Gemüsebrühe bissfest gegart, abgegossen und beiseite gestellt. Jetzt eine Zwiebel und zwei Karotten fein würfeln, eine getrocknete Chili zerbröseln und die beiden Paprika in Würfel schneiden. 75 Gramm Schinkenwürfel und die Zwiebel in drei Esslöffeln Butter anschwitzen. Paprikas und Chilischote dazugeben und mitschwitzen. Ich habe auch noch zwei Stangen Sellerie im Zuge der Resteverwertung scheibchenweise eingeflogen. Jetzt noch die Karotten in die Pfanne und kurz dünsten. 100 Milliliter Weißwein und 200 Milliliter Sahne löschen das Ganze ab, sieben Minuten köcheln lassen.
Nun darf der Kohl wieder ins Warme, ordentlich durchmischen und noch einmal erhitzen. Mit Zitrone, Worcestersauce, Salz und Pfeffer abschmecken, gehackte Küchenkräuter (TK) untermischen. Wer will, wendet die Zanderfilets in Mehl. Wir haben sie diesmal naturell belassen und in der Pfanne in Fett beidseitig gebraten. Den Fisch auf das Gemüse setzen, Gläschen Weißwein dazu, aber hallo! Guten Appetit!

Toller Beitrag 💜
https://pwrsabina.blog
Das sieht richtig schön bunt aus!
Vom Geschmack ganz zu schweigen!