Gleich zwei Kulturveranstaltungen gibt es Anfang September im Neustrelitzer Antiquariat, Am Stadthafen 17. Den Auftakt macht der Journalist Frank Pergande am Mittwoch, 7. September, 19 Uhr, mit einer Lesung aus eigenen, humorvollen Geschichten. Sie drehen sich diesmal um Hund Elvis, den der Autor aus dem Tierheim adoptiert hat.
Im Rahmen der Kunstnacht gastiert das Saxofonensemble Strelicious unter Leitung von Magda Hafner-Akazawa am Sonnabend, 10. September, 20 Uhr, im Antiquariatsspeicher. „Mein kleiner grüner Kaktus“ heißt das Programm mit Liebesliedern von gestern und heute. Verstärkt werden die Bläser dabei noch von Ramin Varzandeh, Gesang und Piano. Für beide Veranstaltungen gilt wie immer: Eintritt frei; Spenden erbeten.
Auch das Originalkostüm von Dagmar Frederic aus „Hello Dolly“, der Sommeroperette 2015, steht zum Verkauf. Foto: Jörg Metzner
Zum Spielzeitbeginn öffnen das Schauspielhaus Neubrandenburg (3. September) und das Landestheater Neustrelitz (4. September) jeweils um 14 Uhr die Pforten und laden zu einem bunten Programm ein. Auf der Bühne präsentieren die Ensembles des Musiktheaters, Schauspiels und der Neubrandenburger Philharmonie eine Vorschau der neuen Spielzeit.
„Chorisma“ hat auch Mitglieder, die in Krümmel zu Hause sind.
Der Förderverein für die Dorfkirche Lärz lädt am morgigen Sonntag um 14 Uhr zur Veranstaltung „Bilder, Brot und Blechkuchen“ rund um die Lärzer Dorfkirche ein (Strelitzius berichtete). „Nach zwei Jahren Pause ist es nun wieder möglich diese Veranstaltung durchzuführen“, schreibt mir Bürgermeister und Vereinsvorsitzender Hartmut Lehmann.
Künstler wie Gerd Schneider (Zeichnungen), Kerstin Zegenhagen (Fotografie), Gerald Schwörk (Skulpturen) Und Johanna de Vos (Holzdesign) stellen ihre Werke aus. Um 14.30 Uhr gibt es ein Konzert mit dem Kammerchor Chorisma aus Neuruppin, und nach einer ausgiebigen Besichtigung kann sich der Besucher bei Kaffee und Blechkuchen erholen. Wenn das Brot aus dem Lärzer Backofen dann gebacken ist kann es käuflich erworben werden.
Alle Einnahmen dienen zur Finanzierung einer neuen Glocke für die Lärzer Kirche, so Lehmann. Deshalb wird auch um Spenden geworben.
Chor sucht nach kleinen Perlen der Volksmusik
Es ist ein besonderes Jahr für den Kammerchor, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Gegründet im Sommer 2007 von dem amerikanischen Musikprofessor Peter Gibeau als Projektchor in Neuruppin, wurde der Chor nach dessen Rückzug von den Sängerinnen und Sängern selbst weitergeführt. Die Chorleitung übernahm aus dem Chor heraus dann Dieter Winterle, der den Chor bis heute dirigiert. Winterle begibt sich für die Konzertprogramme immer wieder auf die Suche nach kleinen Perlen der Volksmusik. Konzertreisen führten den Chor bereits bis in die USA. Gerade ist Chorisma gemeinsam mit dem Neuruppiner A-Capella-Chor vom Deutschen Chorfest in Leipzig zurückgekehrt. Als Teilnehmer des größten nationalen Chortreffens bringt der Kammerchor von dort neue Eindrücke und Erfahrungen mit. „Unsere Teilnahme am Deutschen Chorfest hat den Chor noch weiter zusammengeführt. Nach der Coronazeit, in der wir aber sogar neue Mitglieder gewinnen konnten, war das wichtig“, so der Vorstandsvorsitzende Thomas Bünger. „Für das kommende Jahr planen wir bereits die Teilnahme an einem europäischen Chortreffen.“
Der Kammerchor Chorisma erarbeitet regelmäßig wechselnde Konzertprogramme, wobei jede Stimme mit nur zwei oder drei Sängern besetzt ist und zudem großen Wert auf die Interpretation der Stücke gelegt wird. Im neuen Sommerprogramm wird ein weiter zeitlicher Bogen gespannt, der von Motetten aus dem 16.Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischer Musik reicht. Das finnische Lied „Kaikki maat, te riemuitkaatte“ der Komponistin Mia Makatoff kommt dabei freudig und fast keck daher. Dabei handelt es sich um ein geistliches Stück, eine Vertonung des 100. Psalms, dem Aufruf zum Lob Gottes.
Sprachlich wird es immer interessant, wenn der Kammerchor Chorisma die Bühne betritt. So erwarten die Gäste des Sommerkonzertes nicht nur lateinische, englische, schwedische und finnische Texte, sondern der Chor hat in diesem Jahr auch ein Stück in Retoromanisch im Gepäck, das in der Schweiz gesprochen wird. In dem Titel „La sera sper il lag“ wird die feierliche Ruhe besungen, die beim Sonnenuntergang an einem Bergsee zu spüren ist. Ein besonders schönes musikalisches Bild in der Urlaubszeit.
Anlässlich des neuen Fabrik.Scheunen-Programmes und des 18. Irish Folk Festivals am Sonntag, den 28. August, in der Fabrik.Scheune (Strelitzius berichtete) sind in Neustrelitz zehn Freikarten in den Programmheften für die kommenden Veranstaltungen bis Oktober versteckt worden. So können Neustrelitzer und Besucher der Stadt im Kulturquartier, in der Touristeninformation, beim Hafenmeister, in der Gaststätte der Alten Kachelofenfabrik und beim Konzert am morgigen Sonnabend von Kultur in Bewegung am Hafen Tickets finden und mit diesen gratis Konzerte in der Fabrik.Scheune bis einschließlich 21. Oktober besucht werden.
Im neunten und letzten Konzert des Grüneberg-Orgelsommers wird am Sonntag, den 28. August, um 17 Uhr in der Stadtkirche Neustrelitz der Stummfilm „Das Wachsfigurenkabinett“ gezeigt.
In dem expressionistischen Film von Paul Leni aus dem Jahr 1924 wird ein Dichter beauftragt, sich Geschichten zu Figuren eines Wachsfigurenkabinetts auf einem Jahrmarkt auszudenken. Er erlebt diese Geschichten anschließend selbst zusammen mit der Tochter des Kabinettsbesitzers als jeweilige Hauptpersonen.
Zum Film wird Kantor Lukas Storch eine Begleitung auf der Orgel improvisieren. Die Begleitung des Stummfilms durch improvisierende Musiker war früher neben auskomponierten Filmmusiken durchaus üblich. Zu diesem Zweck wurden in Filmtheatern große Kino-Orgeln gebaut und mit zahlreichen zusätzlichen Effekten versehen. Eine original erhaltene Orgel dieser Art ist im Berliner Kino „Babylon“ zu bewundern.
Anlässlich des Strelitzienjahres 2022 laden die Stadt Neustrelitz und das Kulturquartier am morgigen Sonnabend um 17 Uhr zu einem sommerlichen Kammerkonzert des Avin Trios (Strelitzius berichtete) ein. Aufgrund der Wetterprognose wird das Konzert nach drinnen in die Schlosskirche verlegt.
Die Rocklegenden von „Selig“ treten in Neubrandenburg auf.
Das „Studio am See“ in der Halle 8 des RWN-Geländes in Neubrandenburg wird in diesem Jahr an zwei Tagen stattfinden. Am 16. September wird das junge Elektrovolk beglückt. Am Start ist das in der Seenplatte verwurzelte Kollektiv „3000Grad on Tour“. Es werden die Djs Dole&Kom, Mollono.Bass, Katzengold und Green Lake Project auflegen.