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„Chorisma“ hat auch Mitglieder, die in Krümmel zu Hause sind.

Der Förderverein für die Dorfkirche Lärz lädt am morgigen Sonntag um 14 Uhr zur Veranstaltung „Bilder, Brot und Blechkuchen“ rund um die Lärzer Dorfkirche ein (Strelitzius berichtete). „Nach zwei Jahren Pause ist es nun wieder möglich diese Veranstaltung durchzuführen“, schreibt mir Bürgermeister und Vereinsvorsitzender Hartmut Lehmann.

Künstler wie Gerd Schneider (Zeichnungen), Kerstin Zegenhagen (Fotografie), Gerald Schwörk (Skulpturen) Und Johanna de Vos (Holzdesign) stellen ihre Werke aus. Um 14.30 Uhr gibt es ein Konzert mit dem Kammerchor Chorisma aus Neuruppin, und nach einer ausgiebigen Besichtigung kann sich der Besucher bei Kaffee und Blechkuchen erholen. Wenn das Brot aus dem Lärzer Backofen dann gebacken ist kann es käuflich erworben werden.

Alle Einnahmen dienen zur Finanzierung einer neuen Glocke für die Lärzer Kirche, so Lehmann. Deshalb wird auch um Spenden geworben.

Chor sucht nach kleinen Perlen der Volksmusik

Es ist ein besonderes Jahr für den Kammerchor, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Gegründet im Sommer 2007 von dem amerikanischen Musikprofessor Peter Gibeau als Projektchor in Neuruppin, wurde der Chor nach dessen Rückzug von den Sängerinnen und Sängern selbst weitergeführt. Die Chorleitung übernahm aus dem Chor heraus dann Dieter Winterle, der den Chor bis heute dirigiert. Winterle begibt sich für die Konzertprogramme immer wieder auf die Suche nach kleinen Perlen der Volksmusik. Konzertreisen führten den Chor bereits bis in die USA. Gerade ist Chorisma gemeinsam mit dem Neuruppiner A-Capella-Chor vom Deutschen Chorfest in Leipzig zurückgekehrt. Als Teilnehmer des größten nationalen Chortreffens bringt der Kammerchor von dort neue Eindrücke und Erfahrungen mit. „Unsere Teilnahme am Deutschen Chorfest hat den Chor noch weiter zusammengeführt. Nach der Coronazeit, in der wir aber sogar neue Mitglieder gewinnen konnten, war das wichtig“, so der Vorstandsvorsitzende Thomas Bünger. „Für das kommende Jahr planen wir bereits die Teilnahme an einem europäischen Chortreffen.“

Der Kammerchor Chorisma erarbeitet regelmäßig wechselnde Konzertprogramme, wobei jede Stimme mit nur zwei oder drei Sängern besetzt ist und zudem großen Wert auf die Interpretation der Stücke gelegt wird. Im neuen Sommerprogramm wird ein weiter zeitlicher Bogen gespannt, der von Motetten aus dem 16.Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischer Musik reicht. Das finnische Lied „Kaikki maat, te riemuitkaatte“ der Komponistin Mia Makatoff kommt dabei freudig und fast keck daher. Dabei handelt es sich um ein geistliches Stück, eine Vertonung des 100. Psalms, dem Aufruf zum Lob Gottes.

Sprachlich wird es immer interessant, wenn der Kammerchor Chorisma die Bühne betritt. So erwarten die Gäste des Sommerkonzertes nicht nur lateinische, englische, schwedische und finnische Texte, sondern der Chor hat in diesem Jahr auch ein Stück in Retoromanisch im Gepäck, das in der Schweiz gesprochen wird. In dem Titel „La sera sper il lag“ wird die feierliche Ruhe besungen, die beim Sonnenuntergang an einem Bergsee zu spüren ist. Ein besonders schönes musikalisches Bild in der Urlaubszeit.