Die Kollegen vom NDR Fernsehen haben den 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung zum Anlass genommen, um eine Dokumentation über eine deutsch-deutsche Männerfreundschaft in Klein Vielen zu drehen. Neben Olaf Schulz steht mein Blogfreund Pitt Venherm im Mittelpunkt des Films, zugezogener Westfale, vielen meiner Leser auch durch den Verein Kultur in Bewegung ein Begriff.
Die Sendung wird morgen zwischen 21 und 21.45 Uhr ausgetrahlt, am Donnerstag von 6.35 bis 7.20 Uhr. Hier der Link zum Beitrag des NDR.
Es war eine aufregende Zeit, als im November 1989 die Grenze zur ehemaligen BRD geöffnet wurde. Am kommenden Freitag, den 25. September, um 19 Uhr, lädt das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zu einem öffentlichen Hörspielabend ein, bei dem dieses zentrale Ereignis deutscher Geschichte mit Witz und einem hinreißend verspielten O-Ton-Einsatz in einem besonderen Hörspiel zu erleben sein wird.
In dem mehrfach preisgekrönten Stück „Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgastzelle“ erzählt der Autor Thilo Reffert die Geschichte seiner Mutter und Schwester, die am 9. November 1989 am Grenzübergang Marienborn über die Grenze fuhren. Die Geschichte ist ein kleines Denkmal für zwei Frauen, die gezeigt haben, dass Geschichte sich nicht ereignet, sondern gestaltet werden kann. Es setzt einen Maßstab für eine andere Gedenk-Kultur.
Was wissen wir noch von alten Wassermühlen, Harzungen, Teeröfen, Köhlereien oder Steinschlägern? Interessierte können am kommenden Sonnabend, den 19. September, mit dem Ranger zu den ehemaligen Arbeitsstätten unserer Eltern und Großeltern radeln. Fahrradausleihe vor Ort im Jugendwaldheim Steinmühle bei Carpin gegen eine Gebühr von fünf Euro ist möglich. Die Tour findet von 10 bis 13 Uhr statt und führt über acht Kilometer.
Für die Führung ist eine persönliche telefonische Anmeldung bis zum 18. September, 13.30 Uhr, unter 039824 25280 erforderlich.
Die Reuterstädter Literaturtage in Stavenhagen stehen vor der Tür. Alles sehr kurzfristig, wie mir mein Blogfreund Marco Zabel, Chef des örtlichen Reuter-Museums, schreibt. „Du kannst Dir vielleicht vorstellen, welches Hin und Her es coronabedingt bis Ultimo gab.“
Zum Auftakt wird schon am kommenden Mittwoch, den 16. September „So in de Schummerstunnen“ in Zusammenarbeit mit dem Heimatverband MV Alwine Wuthenow zum 200. Geburtstag gewürdigt. Es gratulieren auf den Tag genau um 19 Uhr im Saal des Schlosses Stavenhagen Dr. Cornelia Nenz und Christian Peplow.
Die gerühmte Dichterin aus Vorpommern ist vielen Leserinnen und Lesern vor allem unter dem Pseudonym Annmariek Schulten bekannt. Ihre Gedichte und Texte gehören zum niederdeutschen Dichterschatz. „Mien Modersprak“, „Moders Spinnrad“ oder „An de Gören“ berühren bis heute. Zugleich steht ihr Leben und Schreiben für eine der Stillen und manchmal zu Unrecht Übersehenen.
Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz lädt am kommenden Sonntag, den 13. September, von 10.30 bis 12 Uhr zu einer stadthistorischen Abenteuertour ein. Zu entdecken sind Spuren der Stadtgeschichte in Tiergarten und Schlosskoppel und es ist zu erfahren, was ein verstecktes Wasserbassin, die Ruine eines Turms, Reste eines Tiergartentors, eine Waldquelle und ein verwunschenes Borkenhäuschen über Neustrelitz erzählen.
Die Tour ist familiengeeignet (Strecke ca. 5 km). Die Teilnahme kostet neun und ermäßigt vier Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Treffpunkt ist im Kulturquartier.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 30 Personen begrenzt, daher wird eine Anmeldung empfohlen unter 03981 2390999 oder info@kulturquartier-neustrelitz
Im Schloss Hohenzieritz wird die Luisen-Gedenkstätte besichtigt.
Im Rahmen der diesjährigen Aktion „Stadtradeln“ (Strelitzius berichtete) laden die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz und das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz am kommenden Sonntag, den 6. September, zu einer kulturgeschichtlichen Radtour ein. Sie startet um 10 Uhr mit einer Besichtigung des Luisenkabinetts im Kulturquartier. Anschließend radelt die Gruppe über den Schlossberg zum Luisentempel im Neustrelitzer Schlossgarten. Von dort aus geht es die sogenannte „Königin-Luise-Route“ entlang bis zum Schloss Hohenzieritz, wo die Tour mit der Besichtigung der Luisen-Gedenkstätte und des Sterbezimmers gegen 15 Uhr endet. Die Rückfahrt erfolgt individuell.
Die Strecke beträgt insgesamt ca. 25 km und führt zum Teil über Waldwege. Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 25 Personen begrenzt. Die Teilnahme kostet pro Person 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (im Preis enthalten sind eine kleine Flasche Wasser und ein Müsliriegel). Für Radler*innen unter 18 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei.
Die Teilnahme ist nur nach Voranmeldung über die Touristeninformation Neustrelitz möglich: 03981 253119 oder touristinformation@neustrelitz.de
Anlässlich der aktuell in der Schlosskirche präsentierten Ausstellung (Strelitzius berichtete), hat das Kulturquartier das von Großherzogin Marie von Mecklenburg-Strelitz 1859 für die Chorwand der Schlosskirche geschaffene Werk „Die große heilige Familie“ aus dem Depot geholt. Das Gemälde zeigt im Zentrum das Jesuskind, wie es aus der Wiege in die zärtliche Umarmung seiner Mutter Maria strebt. Neben ihm kniet betend der kindliche Johannes der Täufer mit seiner Mutter Elisabeth und im Hintergrund umrahmen Blütenhaltende Engel und ein nachdenklicher Joseph die heilige Gruppe. Das Original des 1518 von Raffael geschaffenen Gemäldes befindet sich heute im Louvre in Paris.
Ein weiteres Gemälde der künstlerisch hervorragend ausgebildeten Großherzogin Marie ist in der Stadtkirche zu bewundern. Das Altarbild mit der Darstellung der Kreuztragung Christi ist ebenfalls eine Kopie nach einem berühmten Raffael-Gemälde, welches sich im Original im Museo del Prado in Madrid befindet. Die Neustrelitzer Kopie wurde vor wenigen Jahren restauriert und erstrahlt nun wieder in brillanter Farbigkeit.
Bis Anfang Oktober kann die exzellente, aber in sehr bedauerlichem Zustand befindliche Raffael-Kopie der Heiligen Familie im Eingangsbereich des Kulturquartiers bewundert werden. Die Stadt plant, auch dieses Gemälde restaurieren zu lassen und es anschließend wieder an seinem Ursprungsort in der Schlosskirche zu zeigen. Die Restaurierung des Gemäldes und des vergoldeten Rahmens ist mit ca. 25.000 Euro kalkuliert. Sowohl in der Schlosskirche als auch im Kulturquartier sind Spendenboxen aufgestellt. Wer das Vorhaben mit Zuwendungen unterstützen möchte, erhält weitere Informationen auch beim Referat Kultur und Städtepartnerschaften, per Mail zu erreichen unter kultur@neustrelitz.de
Erstmals werden für Besucher in Hohenzieritz Außenführungen angeboten, die in kompakter Form die gesamte Schlossanlage und die wichtigsten Monumente des Schlossparks umfasst und die historischen Zusammenhänge von den Anfängen bis heute veranschaulicht. Der Rundgang beginnt am Schloss Hohenzieritz und erklärt die plötzliche Berühmtheit des Gebäudes durch den überraschenden Tod der preußischen Königin Luise in Hohenzieritz im Jahr 1810.
Ein kleiner Spaziergang durch Teile des Parks zeigt die speziellen Charakteristika englischer Landschaftsgärten am Beispiel von Hohenzieritz. Am Luisentempel wird die besondere Bedeutung Königin Luises anschaulich, die vom 19. Jahrhundert bis heute nachklingt. Zum Abschluss wird ein Blick in die Schlosskirche geworfen, die als Rundbau eine herausragende Stellung einnimmt. Führungsgebühr für die Führung „Schlossensemble Hohenzieritz – kompakt“: 2 Euro pro Person.