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Rückblick auf den 1. Oktober: Da rückten mehrere Feuerwehren der Umgebung zu einem Verkehrsunfall zwischen Wulkenzin und Chemnitz aus. Um 18.05 Uhr waren die Funkmelder der Kameraden der Feuerwehren Chemnitz, Krukow, Woggersin und Wulkenzin sowie die des Sanitätszuges des DRK Neubrandenburg aktiviert worden. „Verkehrsunfall mit vier verletzten Personen“ war abzulesen, und die 55 beteiligten Einsatzkräfte bereiteten sich entsprechend vor.

Nach Eintreffen der Fahrzeuge erkannte man jedoch schnell: Hier stimmt etwas nicht. Ob es die Bürgermeister von Woggersin und Wulkenzin, Martin Ernst und Sven Blank, oder die Kameraden Christoph Kracht und Marcel Thiele waren, die mit Klemmbrett vor Ort standen und die Einsatzkräfte stutzig machten, bleibt zu vermuten. Schnell wurde allen klar, dass dies eine Übung sein müsse. Sehr gut wurde hier eine Situation inszeniert, bei der zwei Pkw und ein Radfahrer in einen Unfall geraten sind. Drei Personen waren eingeklemmt und eine weitere war verletzt. Es musste also schnell gehandelt werden.

Erschwert wurde hierbei die Situation durch die räumliche Begrenzung der Straße, es war eng und dunkel, eine echte Herausforderung für die Einsatzkräfte. Dies erforderte klare Absprachen und reibungslose Zusammenarbeit der Feuerwehren und des Sanitätsdienstes, sowie sichere Handhabung der Geräte, wie mir Nadine Schröder von der Freiwilligen Feuerwehr Woggersin schildert.

Zu den Aufgaben gehörten also neben der vorrangigen Menschenrettung der Umgang mit dem hydraulischen Rettungssatz und das zügige Aufbauen der Stative für eine bessere Ausleuchtung der Einsatzstelle. Besonders wichtig war hier die Überwindung der sogenannten „Chaosphase“ und das Bilden von Einsatzabschnitten, welches die Kommunikation der jungen Gruppenführer voraussetzte, die hierbei besonders geschult werden sollten.

Die „Verletzten“ wurden schließlich geborgen und zur medizinischen Versorgung an den Sanitätszug übergeben, an dieser Stelle wurde die Übung beendet. Nach einem ausführlichen ersten Feedback lud die Feuerwehr Wulkenzin zu Bratwurst und Cola in ihrer Wehr ein, um den Abend ausklingen zu lassen.

„Bemerkenswert waren die gute Organisation der Übung, von den aufwendig drapierten Unfallfahrzeugen bis hin zu der strengen Geheimhaltung“, so Nadine Schröder. Dafür sagen die Kameradinnen und Kameraden Dank an die Organisatoren Christoph Kracht und Marcel Thiele.