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Franziska Göttsche und Martin Horst sind die Gründer von Jackle & Heidi. Foto: Uwe Toelle

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph und die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) haben die Pokale und Urkunden an die Sieger im Wettbewerb um den „Produkt-Leuchtturm MV 2020“ übergeben. Die zehn Siegerprodukte stehen seit Beginn des Jahres fest. Im Wettbewerb um den „Produkt-Leuchtturm MV“ hatten die Fachkunden der 1. Landesweiten Warenbörse “Regional + Bio aus MV“ im Oktober letzten Jahres entschieden. Nun endlich war eine Preisübergabe in Präsenz möglich. Die Preise werden erstmals vergeben.

In der Kategorie „Tiefkühlprodukte“ konnte die in Neubrandenburg beheimatete Eismanufaktur Jackle & Heidi einen Preis für ihre Eiscreme mit Wacholder und Basilikum erringen. Das handgemachte Eis – vorportioniert im Becher mit Holzlöffel – beinhaltet Birne und Basilikum aus MV. Es enthält ausschließlich natürliche Zutaten, keine Bindemittel, Konservierungsstoffe und Aromen. Der Becher und die Banderole sind aus Papier und der Löffel ist aus Holz, damit erfüllt die Verpackung den Anspruch, Ressourcen schonend zu sein. Jackle & Heidi entwickelten dieses Speiseeis im Ergebnis eines Workshops der Fellows – dem Expertennetzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Das Speiseeis ist in ausgewählten EDEKA-Märkten Nordostdeutschlands, im Werksverkauf, in der gläsernen Manufaktur und über ca. 100 Reseller in MV sowie bundesweit auf Messen und Events erhältlich.

„Die ausgewählten Siegerprodukte sind Produktleuchttürme der Ernährungsbranche unseres Landes. Sie stehen stellvertretend für hervorragende Lebensmittel aus allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Sie sind Bestandteil unserer kulinarischen Visitenkarte, die die Vielfalt der Branche deutlich macht. Die Produktleuchttürme MV sind innovative Produktideen mit hochwertiger Qualität von kreativen Unternehmerinnen und Unternehmern der Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Die Leuchttürme stehen für Regionalität, Innovation und Kreativität und damit für die Zukunftsfähigkeit der Branche. Die Unternehmen aus MV können sich überregional positionieren und behaupten“, betonte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Dr. Stefan Rudolph im Rahmen der Preisverleihung.

99 Bewerbungen aus 43 Betrieben

Insgesamt lagen 99 Bewerbungen aus 43 Betrieben vor. Davon kamen 46 Einreichungen in der Kategorie Food Frische, 24 Einreichungen in der Kategorie Food trocken, 15 Einreichungen in der Kategorie Getränke und 14 Einreichungen in der Kategorie Tiefkühlprodukte. Das Voting nahmen Fachkunden, unter anderem aus Lebensmitteleinzelhandel, Großhandel, Hotellerie und Gastronomie, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie Cateringunternehmen vor.

Die Fachbesucher wählten aus den vier Kategorien „Frischeprodukte“, „Trockenprodukte“, „Getränke“ und „Tiefkühlprodukte“. Zudem hat der Beirat sich für einen Sonderpreis entschieden.

„Immer mehr Verbraucher hinterfragen die Herkunft der Produkte. Regionalität und Authentizität werden immer mehr eingefordert. Corona hat diesen Trend noch einmal verstärkt. Die Menschen haben in der Krise den Wert hochwertiger, regional erzeugten Lebensmittel noch mehr schätzen gelernt“, so der Wirtschaftsstaatssekretär weiter. „Im Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Vielzahl leistungsstarker Unternehmen, die diese Nachfrage bedienen können und in herausragender Qualität produzieren. Regionale Wertschöpfungsketten werden dabei immer wichtiger. Die hiesige Ernährungsindustrie profitiert vom landwirtschaftlichen Reichtum unseres Landes. Mehr als die Hälfte der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns wird landwirtschaftlich genutzt. Die Verarbeitung und die Veredelung von Agrarerzeugnissen aus den Mecklenburg-Vorpommerschen Regionen gehören zu den Qualitätsmerkmalen der Ernährungsindustrie im hiesigen Nordosten Deutschlands“, betonte der Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph.

Ausgelobt wurden ein Werbelogo, Marketingunterstützung, ein Pokal und eine Urkunde. Träger des landesweiten Wettbewerbs ist die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV). Der Dank des AMV geht auch an den Beirat aus Handel, Wissenschaft, Verbänden, Kammern und Verwaltung.

Zehn Siegerprodukte ermittelt

Insgesamt wurden zehn Siegerprodukte ermittelt. Für diese sind vor allem ein hoher Anteil an heimischen Rohstoffen wie Pute, Bruderhahn, Wildschwein und Rind, aber auch Milch, Sanddorn, Hanf und Lupineneiweiß charakteristisch. „Die Siegerprodukte zeigen die hohe Kreativität in der Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern. Im Namen des AMV sage ich Danke und gratuliere den Betrieben. Unser Bundesland hat jetzt im Lebensmittelbereich erste kulinarische Botschafter. Sie umfassen ebenso konventionell hergestellte wie auch Bio-Produkte“, freut sich AMV-Geschäftsführerin Jarste Weuffen. „Es sind Leuchttürme aus unserem Bundesland, die auch beim Thema Nachhaltigkeit ganz vorn rangieren. Wertschöpfungsketten im eigenen Bundesland wurden bei der Abstimmung besonders honoriert“, betont die Geschäftsführerin.

Die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) ist seit mehr als 20 Jahren das größte Netzwerk der Agrar- und Ernährungswirtschaft in der umsatzstärksten Branche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes im Bundesland. Unter seinem Dach vereint der AMV sowohl konventionell als auch ökologisch arbeitende Betriebe aus Industrie und Handwerk. Derzeit umfasst der AMV 137 Partner – 78 Produzenten von Nahrungs- und Genussmitteln, 43 Fördermitglieder sowie 16 Kooperationspartner.