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„Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst.“ Unter diesem Titel findet am kommenden Sonntag, den 11. Juli, um 14.30 Uhr, in der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch ein Gedenkgottesdienst mit anschließender Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des Transports Domjücher Patienten in die Vernichtungsanstalt Bernburg an der Saale statt. Zu dieser Veranstaltung laden der Verein zum Erhalt der Domjüch – Ehemalige Landesirrenanstalt e.V. und die Kirchgemeinde Strelitzer Land ein.

Am 11. Juli 1941 erschienen in den frühen Morgenstunden die berüchtigten „Grauen Busse“ der GEKRAT in der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch, um vermutlich etwa 100 Patienten zum Bahnhof Altstrelitz zu bringen. Von dort fuhren sie wahrscheinlich auf direktem Weg nach Bernburg an der Saale, wo sie in der dortigen T4-Vernichtungsanstalt umgebracht wurden. An diese, aber auch an alle anderen Opfer der nationalsozialistischen Euthanasieverbrechen soll in einem würdigen Rahmen erinnert werden. Danach gibt es Führungen durch die Gedenkausstellung und die Anstalt sowie die Möglichkeit zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen.