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Werden sich Land und Investor einig und erhält dieser auch die nötige Unterstützung von der Kommune, so steht dem Großherzoglichen Palais in der Parkstraße 9 in Neustrelitz vermutlich eine glänzende Zukunft bevor. Andreas Krumme, Geschäftsführer der AGS GmbH & Co. KG in Groß Quassow, hat auf der 4. Schlossbergkonferenz am Freitag in der Residenzstadt (Strelitzius berichtete) sein Nutzungskonzept vorgestellt, mit dem er in Schwerin überzeugen konnte und zugleich betont, dass die Finanzierung seinerseits stehe. Gekauft hat er noch nicht. Ausschlaggebend für den Zuschlag dürfte gewesen sein, dass Krumme und sein Team einen Mix von öffentlicher und privater Nutzung vorsehen.

So sind in dem denkmalgeschützten Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 1.800 Quadratmetern ein Gesundheitszentrum mit Therapiebad und Sauna, ein Café mit Terrasse, Tagungsräume, Büros sowie Wohneinheiten vorgesehen, die eventuell auch von örtlichen Hotels angemietet werden können. Die Bausubstanz präsentiere sich in einem überraschend guten Zustand, so Krumme, der von einer beeindruckenden Immobilie sprach. Zu ihr gehört eine ebenfalls denkmalgeschützte Parkanlage mit einer Größe von 5.940 Quadratmetern. Die Sanierungsarbeiten seien aufwändig, aber kalkulierbar. Komplett erneuert werden müsse die Terrasse, zumal unter ihr das Schwimmbad einziehen soll.

Der Investor verhandelt momentan mit der Stadt, um auch noch das Nachbargrundstück Parkstraße 11 und den Weg dazwischen erwerben zu können, der aber öffentlich nutzbar bleiben soll. Krumme benötigt das zusätzliche Gelände unter anderem für einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten am Palais, für die er zwei bis zweieinhalb Jahre veranschlagt, und zur Verbesserung der Parkplatzsituation. Je nach Baufortschritt könne er sich auch eine abschnittsweise Inbetriebnahme vorstellen.

An Stadtpräsident Ernst-August von der Wense war es, die 4. Schlossbergkonferenz zu beenden. Er bezeichnete die Entwicklung auf dem Schlossberg und in seiner Nachbarschaft als spannend und danke der Stiftung Mecklenburg sowie der Stadtvertretung für die Organisation der erstmals digital veranstalteten Konferenz, deren fünfte Auflage im kommenden Jahr vielleicht in einem Zelt auf dem Schlossberg stattfindet. Henry Tesch, Ratsvorsitzender der Stiftung und Carolinum-Chef, hatte das am Ende angeregt. Unbedingt beigetragen zum Erfolg der Konferenz hat das Medienteam mit dem Studenten und Altcaroliner Moritz König sowie der Elftklässlerin Inga und dem zehntklässler Jelte.