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Fotos: DLR Neustrelitz

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt investiert weitere 5,5 Millionen Euro in seinen Standort Neustrelitz und damit in dessen Zukunft. Heute wurde auf dem Gelände ein neues, 60 Tonnen schweres Antennensystem montiert, das über einen Reflektor mit einem Durchmesser von 11,5 Metern verfügt.

Die Zahl der Satellitenkontakte mit dem DLR Neustrelitz ist in den letzten Jahren kontinuierlich angewachsen. Anspruchsvollere Satellitensysteme mit höheren Datenraten erfordern eine adäquate Erneuerung bzw. Modernisierung der Infrastruktur am Boden, hieß es zur Begündung. Das DLR in der Residenzstadt erfüllt Verträge und Vereinbarungen mit internationalen Raumfahrteinrichtungen aus USA, Indien, Korea (ca. 20 Satellitenmissionen) und mit europäischen Behörden, zeichnet sich durch langjährige Industriekooperationen aus und ist unter anderem in das Europäisches Erdbeobachtungsprogramm COPERNICUS eingebunden. Auch für die Forschungsstelle Maritime Sicherheit in Neustrelitz ist es wichtig, den direkten Zugriff auf die Satellitendaten zu haben, um maritime Echtzeitinformationen bereitzustellen.

Bei der heutigen Montage der Parabolantenne wurde herausgestellt, dass es trotz Corona in diesem Jahr keine Verzögerung im Bauablauf gegeben hat. Gedankt wurde allen beteiligten Behörden, Ämtern des Landkreises, der Stadt Neustrelitz, den Ingenieurbüros und Firmen aus der Region. Besonderer Dank galt dem Neustrelitzer Architekturbüro Christian Peters mit dem jungen Architekten Wito Tröschel und dem DLR-Baumanagement in Braunschweig mit Joana Mina-Behrndt und dem DLR-Projektleiter Frank Kempfer sowie der Neustrelitzer Firma Groth für die Betonarbeiten.

Hoher baulicher Aufwand sorgt für Standfestigkeit

Das Antennengebäude hate eine Grundfläche von zwölf mal zwölf Metern und verfügt über eine einen Meter dicke Grundplatte. Darauf steht ein vier mal vier mal fünf Meter Stahlbetonquarder, der über einen Ankerring das Antennensystem aufnimmt. Der bauliche Aufwand ist für die Standfestigkeit der Anlage erforderlich, um mit dem ca. 30 Tonnen schweren Parabolspiegel (einschließlich Gegengewichten) die Satellitenbahn genau zu verfolgen. Auch die Mechanik des Antennensystems ist vor große Herausforderungen gestellt.