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Vorstandsmitglieder des Kreiselternrates während der Sitzung des Parlamentes der Seenplatte. Foto: KER

Im Rahmen der Kreistagssitzung am vergangenen Montag hat auch eine Anhörung von Vertretern des Kreiselternrates stattgefunden (Strelitzius berichtete). „Alles in allem war es eine konstruktive und lösungsorientierte Sitzung. Wir haben viel für unsere Kinder erreicht. Unser Dank gilt allen beteiligten Entscheidungsträgern“, heißt es in einer anschließenden Pressemitteilung des Gremiums.

Neben den bereits als Sofortmaßnahme umgesetzten zusätzlichen Bussen auf Schwerpunktstrecken hat der Kreistag beschlossen, im Haushalt 2021 zusätzlich 750.000 € für den Schülerverkehr/ÖPNV bereitzustellen. Als Übergangslösung wird dabei auch auf externe Busunternehmer zurückgegriffen. Mittelfristig ist geplant, die Busflotte durch Zukäufe zu verstärken. Erste Verträge dahingehend sind bereits beschlossen. „Lobenswert in diesem Zusammenhang ist das Agieren der Verkehrsbetriebe, die hier bereits in Vorkasse gegangen sind. Langfristig ist angedacht, dass Verkehrskonzept unter Berücksichtigung des strukturellen Themas ‚Ländlicher Raum‘ auf neue Füße zu stellen“, so der Kreiselternrat.

Die Politik habe erkannt, dass man eine echte Alternative zum Individualverkehr schaffen muss, die weit über die Belange des Schülerverkehrs hinausgeht und einer sinnvollen Kombination von ÖPNV/Bus und SPNV/Bahn bedarf. Dazu zähle u.a. der Erhalt aller noch bestehenden Bahnlinien für eine flexible Anbindung des Hinterlandes und aktuell insbesondere die Strecke der Südbahn Neustrelitz – Mirow und die Strecke Waren – Malchow.

„Besonders gefreut hat uns, dass sich fraktionsübergreifend für den Erhalt der aktuell vakanten Schulen in Tützpatz und Rechlin ausgesprochen wurde. Ebenso wurde seitens der Verwaltung die Forderung formuliert, den Schlüssel für die Mindestschülerzahlen herabzusetzen, da die derzeitige Grenze von 22 für ein Flächenland nicht realistisch ist. Hier verweisen wir als Kreiselternrat auf unsere Forderung von 16, welche sich am Beispiel von Thüringen orientiert. Nur so können kleine Schulen erhalten und alte Schulen reaktiviert werden“, heißt es in der Mitteilung.

Für die Zukunft bleibe der enge Kontakt mit den Verantwortlichen bestehen. Ferner sei angedacht, den Kreiselternrat MSE in die geplante Neuordnung der Verkehrsinfrastruktur des Landkreises MSE beratend einzubeziehen.