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Stephan Bünning

Im November waren in der Seenplatte 261 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober, insgesamt 11.221. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Im Vergleich zum November des Vorjahres sind das 502 Arbeitslose mehr.

„Auch, wenn die COVID-19-Pandemie im Monat November Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt, fiel der Anstieg der Arbeitslosenzahlen – mit 261 – deutlich geringer aus, als im fünfjährigen Mittel von knapp über 460. Ein Indiz dafür, dass viele Unternehmen versuchen, während der Pandemie ihre Arbeitskräfte zu halten. Auch durch den Einsatz von Kurzarbeit“, weiß Vize-Arbeitsagenturchef Stephan Bünning.

Der zweite Lockdown ist für viele Branchen – die sich über die Sommermonate teilweise wirtschaftlich erholt haben – eine weitere Bewährungsprobe. „Denn viele Betriebe, die die Kurzarbeit bereits beenden oder reduzieren konnten, mussten wieder in ‚Kurzarbeit Null‘ zurückkehren. Aber: Der Einsatz von Kurzarbeit verhindert eine massive Erhöhung der Arbeitslosigkeit“, erklärte Bünning.

Für den Vize-Agenturchef ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im November nicht nur eine Folge der COVID-19-Pandemie, sondern ist auch „auf den saisonbedingten Rückgang der Arbeitskräftenachfrage sowie den Rückgang der Teilnehmerzahlen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurückzuführen. Eines sei jedoch deutlich: „Der Einsatz von Kurzarbeit verhindert eine massive Erhöhung der Arbeitslosigkeit“, so der Arbeitsmarktexperte. Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit deutlich höher.

Bis Mitte November wurde für 31.810 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im Juli 2020, 5.298 Mitarbeiter aus 792 Unternehmen in Kurzarbeit.