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Regisseur Holger Potocki (rechts) bei Proben für die Oper „Martha oder Der Markt zu Richmond“. Foto: Uwe Hauth

Mit „Martha oder Der Markt zu Richmond“ steht am kommenden Freitagabend, 2. August, um 19.30 Uhr, die zweite große Opernpremiere beim 29. Internationalen Festival junger Opernsänger in Rheinsberg (Strelitzius berichtete) auf dem Programm. Das historische Heckentheater im Schlossgarten bietet eine ideale Bühne für Friedrich von Flotows romantisch-komische Oper, für die Florian Ludwig beim Sommerfestival der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Musikalische Leitung übernommen hat. Mit knapp 30 internationalen Sängerinnen und Sängern inszeniert Holger Potocki das Werk des mecklenburgischen Komponisten, das zu den erfolgreichsten Opern im 19. Jahrhundert zählte.

An der New Yorker Met erreichte „Martha oder Der Markt zu Richmond“ höchste Aufführungszahlen. Der Ruhm dieser Oper verblasste nach dem 2. Weltkrieg völlig zu Unrecht. Schon Richard Wagner schrieb über sie: „Ich wollte, ich wäre so ein Genie wie Herr von Flotow – schriebe Opern wie ‚Martha…‘“. In der Rheinsberger Neuinszenierung setzt Regisseur Holger Potocki auf das junge, spielfreudige Ensemble. Er entstaubt die Handlung um den „Mägdemarkt“ in Richmond, so wie es das Libretto von Friedrich Wilhelm Riese vorsieht und erzählt die zeitlose Geschichte einer großen Liebe, die sich gegen Vorurteile durchsetzen muss und es schafft, Klassengrenzen zu überwinden.

Bühnen- und Kostümbildner Bernhard Niechotz hat eine Ausstattung geschaffen, die sich wunderbar in die Atmosphäre des Heckentheaters einfügt. „Martha“ erlebt in jüngster Zeit eine Renaissance und wird von den Theatern wieder für den Spielplan entdeckt. Welt-Hits wie Marthas „Die letzte Rose“ oder Lyonels „Ach so fromm“, in welchem sich das berühmte Zitat „Martha, Martha, du entschwandest“ findet, sind nur zwei der Gründe, warum Flotows Meisterwerk wieder oft gespielt wird.

Das 1847 uraufgeführte Werk steckt voller französischer Eleganz, volksliedhafter Melodien und italienischem Schmelz. Frische und grazile Rhythmen, ein gewandter Orchestersatz mit durchkomponierten Dialogen ermöglichen ein enges Miteinander von Handlung und Musik. In den Rheinsberger Aufführungen sind die Musikerinnen und Musiker der Jungen Kammerphilharmonie Berlin zu hören.

Weitere Vorstellungen:

SA, 03.08.2019, 19.30 Uhr | SO, 04.08.2019, 18.30 Uhr | DI, 06.08.2019, 19.30 Uhr | MI, 07.08.2019, 19.30 Uhr | FR, 09.08.2019, 19.30 Uhr | SA, 10.08.2019, 19.30 Uhr | SO, 11.08.2019, 18.30 Uhr

Tickets: www.musikkultur-rheinsberg.reservix.de
tickets@musikkultur-rheinsberg.de
Telefon 033931 72117 (Montag bis Freitag 10 bis 15 Uhr)