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Die Mirower sind am Donnerstagabend wieder für ihre Ortsumgehung auf die Straße gegangen. Mit Beifall begrüßter Gast war der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg. Der Parlamentarier bezog sich darauf, dass die Baufreigabe durch den Bund bereits vor drei Jahren geschehen ist. Er sei sich aber sicher, dass trotz der inzwischen gestiegenen Baukosten das Projekt ausfinanziert ist.

Endgültige Klarheit über die Kosten würden erst die Ausschreibungen schaffen, die er eher im kommenden Jahr sieht. Rehberg betonte, dass der Ausbau der B 96, die geplante Bundesstraße in Richtung Wittstock mit Andocken an die Ortsumgehung Mirow und die Ortsumgehung selbst von ihrer Bedeutung für die Verkehrsanbindung der Region zusammengehörten. Er habe Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) dieser Tage aufgefordert, hier klare Prioritäten zu setzen.

Zugleich plädierte der CDU-Politiker dafür, die beiden Abschnitte der Ortsumgehung getrennt zu beginnen, damit nicht noch mehr Zeit ins Land gehe. Die Verantwortung liege beim Land, die Fehler schnellstens zu korrigieren, die im Planfeststellungsverfahren gemacht worden seien.

An die Bürgerinitiative gewandt sagte Rehberg, dass ohne ihre Proteste vermutlich „in Schwerin keiner die Hand gerührt hätte“. So bitter es klinge, aber zum 10. Geburtstag der BI werde er wieder in Mirow sein. „Verlieren Sie nicht den Mut, machen Sie weiter“, bekräftgte Rehberg.

Bürgermeister Henry Tesch (CDU) gratulierte dem Gast nachträglich zum 65. Geburtstag im vergangenen Monat und dankte ihm für seinen Einsatz. Tesch kündigte in 14 Tagen ein erstes Gespräch zwischen der Bürgerinitiative, seiner Person und zuständigen Ministeriumsvertretern aus Schwerin in Mirow an. Davon seien sicherlich noch keine Wunder zu erwarten. „Was wir aber brauchen sind verlässliche Informationen, mit Gerüchten können wir nichts anfangen“, so Tesch. Der Leussower, der den Bürgeraktivisten gestern Soljanka spendierte, bewirbt sich bei den Kommunalwahlen am 26. Mai erneut für den Posten des Stadtoberhauptes.