
Andreas Landau aus Granzin zeigt die Spuren des Bibers am Seeufer. Fotos: Nora Künkler, Nationalparkamt Müritz

Im Winter fällen Biber kleinere Bäume am Ufer. Wenn die Seen zufrieren, fressen sie junge Äste und Rinde.
Der Anruf von Andreas Landau im Nationalparkamt Müritz kam überraschend. Er habe Biberspuren gefunden – einige Bäume seien ganz frisch angeknabbert worden. Seit Ende Dezember beobachtet der Granziner Kanuverleiher und passionierte Naturschützer, wo Europas größtes Nagetier seine Spuren hinterlässt. Anscheinend hat es sein Winterquartier mitten im Müritz-Nationalpark, am Pagelsee aufgeschlagen.
Nach einer Begehung mit Mitarbeitern des Nationalparkamtes ist klar: Das ausgewachsene Tier fällt immer wieder kleinere Bäume am Ufer, um in der kalten Jahreszeit junge Triebe und Rinde zu fressen. Seine Lieblingsspeise am Pagelsee sind Zitterpappeln und Weiden. Die Beobachtungen sind ungewöhnlich, denn Biberspuren waren bisher selten im Müritz-Nationalpark. Im Jahr 1996 wurden erstmals Biber im östlichen Teil des Nationalparks nachgewiesen. Diese kamen wohl über die brandenburgische Landesgrenze nach Norden. Im Westteil des Nationalparks, bei Boek, wurden im Jahr 2010 Biber entdeckt.
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