Zu Ostern kommenden Jahres will die Kaufhauskette STOLZ, hier ein Foto vom Rechliner Standort, auch am Ortseingang von Mirow, aus Richtung Wesenberg kommend, Flagge zeigen.
Es war kein einfacher und auch kein kurzer Weg, so die gemeinsame Einschätzung von Martin Stolz und Bürgermeister Henry Tesch. In der vergangenen Woche wurde die Baugenehmigung für das neue Kaufhaus STOLZ in Mirow erteilt. Für Bauherrn Martin Stolz ein Moment großer Freude: „Die Unterstützung der Stadt hat uns in dieser Zeit motiviert nicht aufzugeben, und nun können wir voller Energie den nächsten Schritt gehen und endlich richtig loslegen“, sagt er in Richtung von Bürgermeister Henry Tesch. Die Bauarbeiten haben begonnen. Das ambitionierte Ziel: pünktlich zu Ostern 2025 die Türen des neuen Geschäfts zu öffnen.
Der Bund stellt die für den Bau der Ortsumgehung Mirow benötigten Mittel nun doch zur Verfügung. Das hat das Bundesverkehrsministerium jetzt in einem Schreiben bestätigt. Für den Bundesstraßenneubau sind Kosten von 58,6 Millionen Euro vorgesehen. „Das ist eine großartige Nachricht aus Berlin. Wir können nun die Vergabe der Bauleistungen starten und voraussichtlich im Frühjahr 2025 mit dem Bau beginnen. Für die Stadt Mirow und die ganze Urlaubsregion Mecklenburger Seenplatte ist das ein enorm wichtiges Infrastrukturvorhaben – das Bundesverkehrsministerium hat das zügig und verlässlich unterstützt, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, sagte Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.
Für einiges Aufsehen hat gestern eine Meldung aus der Neustrelitzer Stadtverwaltung gesorgt, wonach das Gymnasium Carolinum um 24 Container „erweitert“ wird. Tatsächlich handele es sich um eine Übergangslösung im Schulhof angesichts der momentanen Raumnot, so Schulleiter Henry Tesch auf Nachfrage. Auch entstünden nicht etwa 24 weitere Klassenzimmer, sondern ganze fünf, die aus Segmenten zusammengefügt werden. Er hoffe, so Tesch, dass der Schulbetrieb dort am 11. November aufgenommen werden könne.
Henry Tesch (links) und Sylvio Krause mit der deutschen Teilnehmerin am Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine, Charlotte Sosa.
„In der Rückschau, da sind sich jetzt schon alle einig, ein gelungenes und wunderbares Festival vom ersten bis zum letzten Tag.“ Das ist das Resümee von Mirows Bürgermeister Henry Tesch zum XXI. Internationalen Festival der Künste, das am Wochenende zu Ende gegangen ist (Strelitzius berichtete). Er wird aber auch nicht müde, als Vorsitzender zusammen mit Axel Chudy vom Vorstand des veranstaltenden Vereins Residenzschloss Mirow e.V. einmal mehr darauf hinzuweisen, dass es enormer finanzieller Anstrengungen bedarf, um ein solches Festival mit einem solchen hochkarätigen eingebetteten Violinen-Wettbewerb weiterhin durchzuführen.
Prof Sylvio Krause als künstlerischer Leiter des Festivals unterstützt den Gedanken. „Wenn man sich die gezeigten Leistungen im diesjährigen Wettbewerb ansieht, die nicht nur die Jury überzeugten, sondern vor allem auch das zahlreich erschienene Publikum in den Wertungsrunden und im Galakonzert, so wäre es ein herber Verlust.“
„Wenn es alle wunderbar empfinden, und daran besteht kein Zweifel“, sagt Axel Chudy, „dann muss es jetzt gelingen, einen Plan für 2025 und die Folgejahre aufzustellen. Der Hintergrund ist natürlich wie überall, dass die Corona-Jahre und andere Krisen sich auswirken. Ermutigung ist andererseits, dass es die ersten Reaktionen von Besuchern bzw. Unternehmern gibt, die mit uns ins Gespräch kommen möchten.“
Etliche Mirower nutzten den Tag der offenen Tür, um sich selbst ein Bild von der attraktiven neuen Adresse in ihrer Stadt zu machen.
Das Verkehrsunternehmen Unger GmbH hat mit einem Tag der offenen Tür heute seinen neuen Betriebshof am Ortseingang Mirow aus Richtung Wesenberg direkt an der B 198 offiziell eröffnet. Nach Abriss der Altsubstanz auf dem Gelände 2019, einst an der Bahnstrecke von Neustrelitz nach Mirow Holzplatz, zuletzt brach liegend, hatten 2021 die Bauarbeiten begonnen. Es entstanden eine Bushalle, die zwölf Fahrzeuge fasst, und ein benachbartes Verwaltungsgebäude Das Projekt ist mit LEADER-Mitteln gefördert worden. Sieben Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Auf dem Gelände des Verkehrshofes können auch Urlaubsreisen gebucht werden.
Die Unger GmbH ist ganzjähriger Ansprechpartner für den Bereich Mirow, Rechlin und Röbel im Hinblick auf Linienverkehr, aber auch Kur-, Schiffs- und Busreisen. Sie gehört seit 2017, als sich die Familie in den Ruhestand begab, zum Firmenverbund Becker-Strelitz-Reisen Neustrelitz und GFB Reisen Neubrandenburg, in dem auch Marken in Goldenstädt bei Schwerin, Bergen auf Rügen, Ludwigslust und Hagenow vertreten sind. „Die ohnehin etablierte Unger GmbH hat sich mit dem neuen Verkehrshof gut positioniert“, schätzte Robert Leu, Geschäftsführer des Verbundes, vor den zahlreich zur Eröffnung in Mirow erschienenen Gästen ein. „Mit der Entscheidung für diesen Standort fördert Unger die Regionalität und leistet einen wichtigen Impuls für die Infrastruktur in Mirow.“ Es gebe allen Grund zum Optimismus, denn der Firmenverbund verfüge über eine beeindruckende Flotte moderner Fahrzeuge für den Personentransport, die mit den neuesten Technologien ausgestattet sein, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Schritt für Schritt, auch wenn es dauert
Mirows Bürgermeister Henry Tesch freute sich über die „schön aufgeräumte Situation“ am Ortseingang, verbunden mit der Investition in der Stadt, die in die Region ausstrahle. „Hier wird Verantwortung übernommen“, bescheinigte er dem Unternehmen. „Das Engagement passt gut in unser Stadtentwicklungskonzept, wir haben schnell die Genehmigung erteilt. Heute ist für uns ein schöner Tag.“ Und wenn einer in einer kleinen Stadt so einen Weg gehe, dann schaue auch der Nächste und komme vielleicht zu dem Schluss, dass es sich lohne. So wird die Kaufhauskette Stolz direkt neben dem Verkehrshof bauen (Strelitzius berichtete). „Schritt für Schritt, auch wenn es manchmal ein bisschen dauert“, blickte der Bürgermeister voraus.
Henry Tesch (rechts) und Kämmerer Andreas Franz bei Absprachen mit der „Alten Feuerwehr“ im Hintergrund. Das Gebäude, hier die Rückseite ins Grüne, hat mittlerweile unter anderem Fenster und ein neues Dach erhalten.
Die äußerlich bereits verwandelte „Alte Feuerwehr“ in der Mirower Rotdornstraße wird Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) und nimmt die nächste Hürde. „Die Stadt Mirow wird mit der Modernisierung der Räumlichkeiten u.a. durch den Einbau einer Heizungsanlage und den Umbau der Elektrotechnik eine ganzjährige Nutzung des ehemaligen Feuerwehrgebäudekomplexes und damit die Erhaltung und Wiederbelebung der Ortsmitte auf dem historischen Areal des Unteren Schlosses in Mirow für die Einwohnerinnen und Einwohner weiter voranbringen“, sagt Bürgermeister Henry Tesch. „Es ist uns gelungen, dafür eine Förderung von 300.000 Euro zu bekommen, kofinanziert von der europäischen Union sowie aus Mitteln in Zuständigkeit des Landes“, freut sich Henry Tesch. „Es war ein langer und arbeitsreicher Weg bis hierher. „Insofern ein Dankeschön an alle Unterstützer!“
Die „Alte Feuerwehr“ soll mit einer nachhaltigen Modernisierung und mit einer multifunktionalen Nutzung ein bekanntes sichtbares und neu erlebbares Wahrzeichen der Stadt werden. Die vorhandenen Räumlichkeiten im Bereich des Schlauchturmes und des ehemaligen Gerätehauses werden zu Funktionsräumen wie Lager und Küche umgebaut. Der Großraum erhält einen neuen Fußboden inclusive Heizung. Die Elektroanlage und Teile der Baukonstruktion werden aufgearbeitet bzw. erneuert. Die Heizungsanlage wird auf eine effektive Wärmepumpenheizung umgestellt. Die Beleuchtung erhält LED-Technik, um auch bei diesem Vorhaben zur CO2-Reduzierung beizutragen.
„Seit mindestens 2014 wurde geredet, aber passiert war nichts“, so gestern Tobias Jörn, stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart vom FSV Mirow/Rechlin e.V. bei der tollen Eröffnung des Kunstrasenplatzes am Leussower Weg in Mirow. „Um so mehr haben wir uns dann ab 2019 gefreut, dass das Projekt endlich Fahrt aufgenommen hat und wir die Hoffnung hatten, dass das dieses Mal was wird“, sagte er strahlend in Richtung von Bürgermeister Henry Tesch und bedankt sich bei ihm im Namen des gesamten Vereins. „Ich freue mich riesig, dass es gelungen ist, dieses Vorhaben umzusetzen, wie wir es zugesagt haben. Geredet wurde zu lange. Es ging darum, endlich Nägel mit Köpfen zu machen“, so Henry Tesch. „Allen Beteiligten ist klar, was das für ein hartes Stück Arbeit war“, sagte Danny Jachtner, Mitglied im Vorstand vom FSV Mirow/Rechlin.
Henry Tesch erinnerte an die wirklich nicht einfache Strecke, die zurückgelegt wurde, und bestellte unter anderem Grüße von Vincent Kokert, der sich seinerzeit als Landtagsabgeordneter für Mirow ausgesprochen hatte. „Meine Überzeugung bestand darin, als ich 2019 zum Bürgermeister von Mirow gewählt wurde, entweder, wir bekommen es hin, oder es wird nie etwas. Und genau so bin ich dann die Aufgabe angegangen. Das bedeutet, wir mussten zunächst im städtischen Haushalt mehrheitlich dafür sorgen, dass wir den Eigenanteil von 575.000 Euro aufbringen und sicherstellen. Damit war ein wichtiger und entscheidender Schritt getan. Die Kosten für das Vorhaben insgesamt lagen aber bei fast einer Million Euro (980.000 Euro)“, stellte der Bürgermeister heraus.
Großer Musical-Erfolg im Unteren Schloss in Mirow: Die Inszenierung von „Romeo und Julia“ des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Neubrandenburg unter der Leitung von Christoph Deuter hat am Freitag und am Sonnabend zwei ausverkaufte Vorstellungen erlebt.
„Ich kann nur sagen: Es gibt Dinge, die sind gut, es gibt Dinge, die sind sehr gut und es gibt Dinge, die sind sehr besonders. Und man darf, ja man muss Christoph Deuter und dem gesamten Ensemble vor und hinter den Kulissen zurufen: Es war sehr, sehr besonders“, schreibt mir Mirows Bürgermeister Henry Tesch begeistert. „Besonders, weil diese unheimlich inspirierende Darstellung die Herzen von uns allen spielend erreicht hat. Besonders, weil das Ensemble, alle gemeinsam, diese beeindruckende Leistung vollbracht haben. Deshalb besonders für das Publikum und besonders für das Ensemble. Beides bleibt prägnant für diese Aufführung. Beides wird bleiben in unser aller Herzen.“
Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem intensivieren die Bildungsarbeit. Bildungsministerin Simone Oldenburg reist in der kommenden Woche nach Israel und nimmt am Festakt zur Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung über Lehrkräftefortbildungen in der Holocaust-Gedenkstätte teil. Außerdem führt die Ministerin Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
„Das Erinnern an den Holocaust ist eine große Verantwortung, die wir beständig wahrnehmen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Bei den Fortbildungen steht der Holocaust, die Vermittlung des jüdischen Lebens sowie die jüdische Geschichte im Mittelpunkt. Die Bildungsangebote der Gedenkstätte richten sich an Lehrkräfte und andere pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren tätig sind. Hierzu ist es wichtig, sich vor Ort mit den Vertreterinnen und Vertretern auszutauschen, wie eine intensivere Zusammenarbeit aussehen kann. Ich bedanke mich bei dem ehemaligen Bildungsminister Henry Tesch, der die Kooperation mit Yad Vashem 2009 auf den Weg gebracht hat. Bei der Vorbereitung dieser Reise stand er ebenfalls mit seinem Sachverstand unterstützend zur Seite. Auch dafür gebührt ihm mein Dank“, so Oldenburg.