Am 10. Mai findet in der Liepener Kirche das erste Konzert in diesem Jahr statt. Das von Doreen Rother geleitete Neustrelitzer Ensemble Papillon bietet gemeinsam mit dem Akkordeonisten Mihajlo Milošev Weltmusik dar.
Zu Gehör kommt Musik aus den unterschiedlichsten Ländern dieser Erde. Mihajlo Milošev kommt aus Serbien und studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er war unter anderem Stipendiat der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now und war an verschiedenen Uraufführungen zeitgenössischer Musik als Solist und im Ensemble beteiligt.
Mit einem besonderen Konzert würdigt der Förderverein Liepener Kirche und Orgel den 100. Geburtstag Bulat Okudschawas. Dazu wird der Liedersänger, Publizist und Übersetzer Ekkehard Maaß am 12. Oktober um 16 Uhr Lieder des russischen Dichters und Chansonniers singen und über ihn erzählen.
Ekkehard Maaß gab zum 100. Geburtstag das Buch Bulat Okudschawa „Mein Jahrhundert. Lieder und Gedichte“ auf Deutsch und Russisch heraus. Mit den frühen Erzählungen Maxim Gorkis begeisterte sich Ekkehard Maaß für die russische Literatur. 1976 lernte er Bulat Okudschawa kennen und begann sofort, seine Lieder zu übersetzen und nachzusingen. Die Übertragungen von Ekkehard Maaß sind sehr genau, viele sind auch auf Deutsch gut singbar, im Konzert sind sie in beiden Sprachen zu hören.
Ekkehard Maaß studierte Theologie und Philosophie. Seit 45 Jahren organisiert er in seiner Künstlerwohnung im Berliner Prenzlauer Berg einen Literarischen Salon. Als Kaukasusspezialist leitet er seit vielen Jahren die von ihm gegründete Deutsch-Kaukasische Gesellschaft.
Der Förderverein Liepener Kirche und Orgel öffnet am diesjährigen Tag des offenen Denkmals am 8. September auch wieder die Türen zu seiner Dorfkirche. Da am selben Tag auch der 14. Deutsche Orgeltag stattfindet, hat der Verein beschlossen, beide Veranstaltungen zu verbinden. Damit setzt er mit der Liepener Kirche die einzige Veranstaltung in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf die Landkarte des Orgeltags.
Michael Obst wird um 11 und um 16 Uhr die Grüneberg-Orgel zu Gehör bringen. Jeweils anschließend können Interessierte bei einer Orgelführung einen Blick in das Innere des Instruments werfen, den Balg treten und alles erfragen, was sie schon immer einmal über Orgeln erfahren wollten.
Die Besucherinnen und Besucher des Tags des offenen Denkmals in Liepen werden damit den Abschluss der Restaurierungsarbeiten und die Wiederherstellung der Orgel würdigen können – und wie immer werden die Vereinsmitglieder zu Gesprächen bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen einladen.
„Gesang an die Welt“ ist das Konzert von Reglindis Rauca & Christian Pross betitelt, das am kommenden Sonnabend, den 31. August, um 17 Uhr, in der Liepener Dorfkirche gegeben wird. Die Musiker führen auf Einladung des Fördervereins Chansons und Texte der 1920er Jahre auf, von Brecht/Weill, Friedrich Hollaender, jiddische Lieder, Jazz & Folk. Sie spielen auch Variationen von Bach, Chopin und Chorälen auf der restaurierten Grüneberg Orgel.
Reglindis Rauca ist Theaterschauspielerin und Sängerin. Sie begeisterte sich schon früh für die frechen und nachdenklichen Verse und Songs von Brecht/Weill, Kurt Tucholsky und Friedrich Hollaender, von denen sie hier einige interpretiert. Christian Pross ist Arzt und Musiker, seit seiner Jugend spielt er Klavier und Gitarre, später kam als klassisches Jazz-Instrument das Saxofon dazu.
Seit einigen Jahren treten sie gemeinsam als Duo auf. In ihrer beruflichen Laufbahn setzten sich beide auch mit der jüdischen Geschichte auseinander, Reglindis Rauca als Schriftstellerin, Christian Pross als wissenschaftlicher Autor, was sie zu Liedern in jiddischer Sprache inspirierte, von denen einige zu hören sind. Zu einigen Choralvariationen wird die frisch restaurierte Liepener Orgel erklingen. Laut und leise, frech und nachdenklich, lyrisch und dramatisch – ein Gesang an Liepen und die Welt.
Eine Gelegenheit, die frisch restaurierte Orgel in der Dorfkirche in Liepen zu hören, wird es am Sonnabend, den 13. Juli, um 16 Uhr geben. Die kleine Grüneberg-Orgel war lange Zeit nicht spielbar, wurde aber vor kurzem im Zuge der Restaurierung der Kirche originalgetreu wiederhergestellt. Nun entspricht das Instrument nicht nur optisch sondern auch klanglich wieder dem ursprünglichen Zustand seiner Erbauungszeit von 1912 (Strelitzius berichtete). Es spielt der Greifswalder Organist Robert Schulz, der die Orgel den Konzertbesuchern mit einem vielfältigen Programm präsentieren wird.
Das Konzert ist Auftakt für weitere kulturelle Veranstaltungen, die der Förderverein Liepener Kirche und Orgel nun wieder durchführen wird. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird am Ausgang gebeten.
Das war ein denkwürdiger Nachmittag gestern in Liepen. Gleich zwei gelungene Restaurierungen galt es zu feiern. Beide grenzen angesichts der Kürze der Erneuerungszeit und der erreichten Perfektion an ein Wunder. Die 1888 geweihte Feldstein-Kirche und ihr Umfeld sind saniert worden, und die 1912 eingebaute Grüneberg-Orgel, aufgrund größerer Schäden 40 Jahre nicht spielbar, erklingt wieder.
Dabei hatte sich der Förderverein für Gotteshaus und Instrument erst 2017 begonnen den Mammutaufgaben zu widmen. Nun konnte er Mitglieder, Unterstützer und Sponsoren zu einem festlichen Konzert in die blumengeschmückte Kirche mit anschließendem Sektempfang vor der Tür einladen. Trotz der Kälte drinnen und draußen, in die Herzen kehrte jede Menge Wärme ein. Balsam für die Seele, das habe auch ich so empfunden, der ich das ambitionierte Vorhaben von Beginn an in meinem Blog begleitet habe.
Der neue Vorsitzende des Fördervereins, Torsten Benzin, würdigte, dass das kleine Dorf seinen sozialen und kulturellen Mittelpunkt zurückerhalten habe und hier auch wieder Gottesdienste gefeiert werden können. „Wir haben eine originale Kirche, ein baufälliges Kleinod vorgefunden, an dem wegen seiner Abgeschiedenheit ‚die Segnungen von Modernisierung und Erneuerung‘ vorbeigegangen sind.“ Dank der Tatsache, dass die seinerzeit ortsansässige Heidi Heller gleich nach der Wende für eine Neueindeckung des Daches gesorgt hatte, konnten massive Schäden an der Substanz vermieden werden. Gleichwohl habe es an Mauern, Boden, Fenstern und Gestühl sowie im Außenbereich sehr viel zu tun gegeben. Manches sei gravierender gewesen, als es zunächst aussah.
„Das hat unseren Enthusiasmus aber eher beflügelt als gebremst“, blickte der Vereinsvorsitzende zurück. Es wurden erfolgreich Förderanträge gestellt und durch kulturelle Veranstaltungen zusätzliche Gelder eingeworben, um das Projekt zu stemmen. 2019 hatten die Arbeiten begonnen, begleitet von der Pandemie, Engpässen und explodierenden Kosten. All das habe die 40 Vereinsmitglieder aber nicht entmutigt, sondern sie eher kreativ werden lassen. Trotz unterschiedlichster Motivationen hätten alle an einem Strang gezogen. „Wir haben es geschafft. Nach Abzug der Fachleute haben wir 2023 noch einmal die Ärmel hochgekrempelt und im Ergebnis zum Tag des offenen Denkmals die wiederhergestellte Kirche präsentiert. Wir waren mit vielen Menschen stolz und froh, dieses Baudenkmal wieder so zu erleben“, so Torsten Benzin abschließend. Das große Weihnachtsgeschenk habe dann Orgelbauer Andreas Arnold aus Plau am See folgen lassen. Die Kirche habe ihre Stimme zurückbekommen.
Der Förderverein Liepener Kirche und Orgel veranstaltet auch in diesem Jahr wieder sein Adventssingen. Am kommenden Sonnabend, 2. Dezember, wird um 16 Uhr in die frisch renovierte Kirche zum Mitsingen eingeladen. Leider konnte die Grüneberg-Orgel noch nicht wieder instand gesetzt werden. Daher wird wie im letzten Jahr Michael Obst auf dem Akkordeon begleiten.
Für das kommende Jahr hofft der Verein auf den Abschluss der Orgelreparatur, wie mir Torsten Benzin schreibt. „Dann starten wir nach Pandemie und Restaurierung von Kirche und Orgel wieder in eine Saison mit abwechslungsreichen und ansprechenden Kulturveranstaltungen.“
Der bundesweite Tag des offenen Denkmals am 10. September steht dieses Jahr unter dem Motto „Talent Monument“. Talent bewiesen hat der 2017 gegründete Förderverein der Liepener Kirche und Orgel. Denn er hat es unter den schwierigen Bedingungen der letzten Jahre (Pandemie) geschafft, die neogotische Feldstein-Kirche in dem kleinen Ort Liepen zu restaurieren und die Orgel wieder spielbar zu machen. Beim Tag des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr können die Besucher zum ersten Mal das Ergebnis bewundern. Der Förderverein lädt zwischen 11 und 17 Uhr zur Besichtigung sowie Kaffee und Kuchen ein.
Die Grüneberg-Orgel, die mit großzügiger Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz renoviert werden konnte, ist zwar noch nicht eingebaut, wird aber im kommenden Jahr wieder zu hören sein. Weitere Infos über den Verein finden sich unter
Mitglieder der Arbeitsgruppe Denkmalschutz und Denkmalpflege im Klein Vielen e.V. haben am vergangenen Wochenende einen bemerkenswerten Stein gereinigt, der an der Gemarkungsgrenze zwischen Liepen und Hartwigsdorf an der „Alten Salzstraße“ steht. Auf der einen Seite erinnert er an das einstige Ritterschaftliche Amt Stavenhagen, auf der anderen an den Ortsnamen Hartwigshof. Erst 1936 wurde Hartwigshof zu Hartwigsdorf.