• Über den Strelitzius Blog
  • Spenden
  • Preisliste
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum

Strelitzius Blog

~ gemeldet, glossiert & gegessen

Strelitzius Blog

Schlagwort-Archiv: Kochen

Der vierte Streich: Sandra Lembke legt diesmal ein historisches Kochbuch vor

28 Dienstag Nov. 2017

Posted by Strelitzius in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Friedland, Geschichte, Kochen, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz

Die Neustrelitzer Autorin Sandra Lembke hat ihr viertes Buch im Steffen Verlag Friedland herausgebracht. Es heißt „Königspastete und Schusterstippe“ und wird am Sonnabend, den 9. Dezember, um 17 Uhr, in der Buchhandlung Wilke in Neustrelitz präsentiert. Weiterlesen →

Caroliner gönnen sich in der Mensa des Gymnasiums koreanisches Drei-Gänge-Menü

02 Freitag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Bildung

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Carolinum, Essen, Kochen, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz

Young In Go, auch Lotte genannt, mit Teilnehmern am Projekt „Schülersozialdienste für Schüler“.

In wie vielen Schulen Deutschlands wird ein koreanisches Drei-Gänge-Menü in der Mittagspause angeboten? Ich behaupte mal ganz ungeschützt, neben dem Gymnasium Carolinum in keiner weiteren. Nach dem Training vor ein paar Wochen (Strelitzius berichtete) wurde in der Mensa des Carolinums am gestrigen Donnerstag Ernst gemacht. Unter der Regie von Young In Go, in Berlin lebende und für das südkoreanische Bildungsministerium arbeitende Koreanerin, wurden den Schülern von Schülern zubereitet eine schnelle Asia-Suppe mit Kimchi, pfannengerührte Glasnudeln mit Gemüse (Japchae) und koreanische süße gefüllte Pfannkuchen (Hoddeok) angeboten. Für alle meine kochinteressierten Leser im Anhang verlinkt die Zutaten.

Außerdem wurden eine Probierstrecke mit koreanischen Reisröllchen (Kimbap), Blitz-Kimchi und Gurken-Kimchi sowie ein Infostand aufgebaut. Zu den Gästen, die es sich schmecken ließen, gehörte auch Frau Professor Sigrid Jacobeit, die Präsidentin der Summer School am Carolinum. „Die Aktion wurde von den Schülern sehr gut aufgenommen, wir haben alle Portionen verkauft. Auch uns hat es bei allem Stress viel Spaß gemacht. Insgesamt eine schöne Sache, in kleinerem Umfang wiederholungswürdig“, so Gudrun Kort, Lehrerin im Fach AWT (Arbeit, Wirtschaft, Technik) sowie Projektverantwortliche „Schülersozialdienste für Schüler“.

Das Carolinum unterhält seit November vergangenen Jahres eine Schulpartnerschaft mit der Jeonbuk Foreign Language Highschool im südkoreanischen Gunsan. Wie mir Carolinum-Chef Henry Tesch verriet, soll im kommenden Schuljahr am Neustrelitzer Gymnasium auch Koreanisch-Unterricht offeriert werden.

Tagesmenü

Probierstrecke

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In der Mensa des Carolinums wird jetzt koreanisch gekocht

07 Freitag Apr. 2017

Posted by Strelitzius in Bildung

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Carolinum, Essen, Jugend, Kochen, Korea, Mecklenburg-Strelitz, Schulen

IMG-20170405-WA0016
IMG-20170405-WA0015
IMG-20170405-WA0014
IMG-20170405-WA0013

Die noch junge Schulpartnerschaft zwischen dem Neustrelitzer Gymnasium Carolinum und der Jeonbuk Foreign Language Highschool im südkoreanischen Gunsan (Strelitzius berichtete) hat in dieser Woche zum gemeinsamen Kochen in die Carolinum-Mensa geführt. Neustrelitzer Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer lernten auf Vermittlung aus Gunsan von zwei in Berlin lebenden Koreanerinnen, wie man Gimbab zubereitet.

„Dabei handelt es sich um eine Speise aus Reis, Tang, Krabbenfleisch, Rettich, Spinat und Ei in Form eines Omeletts, was wie eine Sushi-Rolle gerollt und auch so angerichtet und verzehrt wird. Der entscheidende Unterschied zwischen dem Japanischen Sushi und dem Koreanischen Gimbab ist, dass anstatt rohen Fisches, wie im Sushi, gekochtes Krabbenfleisch oder Krabbenfleischimitat verwendet wird“, schreibt mir Paul Winkel aus der 11. Klasse.

Ganz nebenbei gab es auch noch ein bisschen Unterricht in Koreanisch, so zum Alphabet oder zur Aussprache. Die ersten Vokabeln sitzen. Am Ende wurden die Rollen in daumenbreite Streifen geschnitten und mit Sojasauce in fröhlicher Runde verzehrt. Natürlich kamen Stäbchen als Esswerkzeug zum Einsatz.

Demnächst werden mehr Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die Gelegenheit bekommen, koreanisch zu essen. „Dann ziehen wir das größer auf“, stellte mir Schulleiter Henry Tesch für den Sommer in Aussicht. Im November werden dann zum zweiten Mal Schüler aus Südkorea in Neustrelitz anreisen, nachdem die Partnerschaft im November 2016 in der Residenzstadt besiegelt worden war. 2018 wollen Caroliner nach Gunsan reisen.

IMG-20170405-WA0010
IMG-20170405-WA0011
IMG-20170405-WA0012

Fahndung läuft: Essen die Chinesen jetzt Grünkohl?

26 Samstag Nov. 2016

Posted by Strelitzius in Leben

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Essen, Kochen, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Weihnachten

kale-438964_1280

Ich will ja nicht zum Advent miese Stimmung verbreiten, aber dunkle Wolken ziehen über dem diesjährigen Weihnachtsfest auf. Was haben Penny, Kaufland, roter Netto, Norma und schwarzer Netto gemeinsam? Es gibt keinen Grünkohl! Möglicherweise hat sich der eine oder andere Pinschieter in meine Lesergemeinde geschlichen und stellt jetzt die Frage nach Lidl, Edeka und Aldi. Es war nicht genug Freitag übrig in Neustrelitz, um diese Märkte auch noch abzuklappern. Die kommen am nächsten Wochenende als erste dran.

Zur Ehrenrettung von Norma muss ich sagen, dass die im Sonderangebot tatsächlich zwei Tüten Grünkohl in der Tiefkühltruhe hatten, aber küchenfertig und damit untauglich für Geheimrezepte wie meines. Im Kaufland wurde mir von einem Marktengel verkündet, dass es mit Grünkohl ganz schlecht aussehe. Irgendwie sei ein Lieferant weggebrochen – der muss dann wohl bisher fast alle Märkte beliefert haben – aber gehofft werde von Tag zu Tag. Nun ist ja Hoffnung in der Adventszeit nicht so schlecht aufgehoben, aber man wüsste schon gern, ob das heiligabendliche Traditionsessen in Gefahr ist. Und bisher konnte nur eine der drei Zutaten auf dem Beschaffungszettel als erledigt abgehakt werden.

Die Bäuerin meines Vertrauens hat die Vogelgrippe wohl vorausgeahnt und meiner Weihnachtsente rechtzeitig den Garaus gemacht. Thüringer Kloßmasse ist alle Jahre wieder eine Wackelkandidatin. Noch gibt es welche, allerdings mit Mindesthaltbarkeitsdatum Heiligabend. Poker noch ein Weilchen… Aber das mit dem Grünkohl lässt mich als analytischen Menschen nicht ruhen. Wir können doch unmöglich alle vom Acker des selben Fabrikanten beliefert werden. Möglicherweise gibt es Engpässe, weil die ersten Weihnachtsmärkte jetzt schon vor dem Totensonntag mit Grünkohlgerichten locken. Oder die Chinesen haben den Grünkohl für sich entdeckt.Bis in die USA und nach Australien hat er es ja auch schon geschafft.

Erschwerend für mich kommt hinzu, dass die Holde justament in diesem Jahr zu unser aller Überraschung erklärt hat, von der Rotkohlfraktion zur Grünkohlfraktion überlaufen zu wollen. Und nun das! Zum Glück verfüge ich ja über ein Netzwerk. Also, liebe Strelitzianer: Wenn Ihr irgendwo in einer Tiefkühltruhe Grünkohl ohne alles entdeckt, bitte sofort Signal an mich. Und euch allen da draußen einen schönen 1. Advent!

Fürstenhagener als Meisterkoch des Jahres ausgezeichnet

11 Sonntag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Gastronomie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Feldberger Seenlandschaft, Kochen, Mecklenburg-Strelitz

Nicole und Daniel Schmidthaler. Foto: privat

Nicole und Daniel Schmidthaler sind in der Erfolgsspur. Foto: privat

Daniel Schmidthaler, der Inhaber und Küchenchef der „Alten Schule Fürstenhagen“, ist als „Meisterkoch der Region 2016“ gewürdigt worden. Seit 1997 zeichnet Berlin Partner jährlich die besten Köche der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aus. Erstmals wurde nun darüber hinaus geschaut.

Ihre Entscheidung begründet die Jury folgendermaßen: „Wohl verdient! Denn Schmidthaler, eigentlich aus Österreich, hat das Restaurant in der Feldberger Seenlandschaft mit geduldiger Kleinarbeit zu einer weit über Mecklenburg hinaus bekannten Feinschmeckeradresse gemacht. Aus der intensiven Zusammenarbeit mit Bauern, Viehzüchtern und Fischern vor Ort verfügt er über rare Produkte, die er in einem modernen, aber nie überladenen Stil zu leichten, aromatischen Gerichten adelt. Und dabei wirkt nichts dogmatisch, jeder Teller überrascht. Nicht zu vergessen: Ehefrau Nicole, die im Gastraum die familiäre Atmosphäre schafft, in der die Küche vollends glänzen kann.“

Soja bringt Spitzkohl und Pute im Wok echt in Hochform

24 Sonntag Jan. 2016

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Essen, Kochen

Spitzkohlsoja

Eintöpfe gelten völlig zu Unrecht als gewöhnlich oder nicht salonfähig. Das Gute daran ist das Gute darin, um mal einen Werbespot zu borgen. Und wieviel Arbeit häufig dazu gehört, zeigt mein heutiges Rezept. Ich jedenfalls habe schon öfter zur Suppe eingeladen und hätte auch kein Problem damit, Gästen meinen Spitzkohltopf mit Soja vorzusetzen.

Zunächst müssen alle Zutaten vorbereitet werden, damit es nachher im Wok schnell gehen kann. 500 Gramm Putenbrustfilet in Streifen schneiden, kräftig salzen und pfeffern. Drei Knoblauchzehen und eine Zwiebel fein hacken. Eine rote Chilischote entkernen und in Streifen schneiden, zwei Karotten auch in Schnitze verwandeln. Ein Bund Frühlingszwiebeln in Scheiben und 400 Gramm Spitzkohl in Streifen schneiden. 200 Gramm braune Pfifferlinge und einen halbierten Zucchino in Scheiben schneiden.

Jetzt noch ein Glas Sojabohnenkeimlinge öffnen und den Inhalt abtropfen lassen. Das gleiche mit einer kleinen Dose Gemüsemais machen. Wer bekommt, nimmt Zuckermais. Dann brauchen wir noch drei bis vier Zentimeter Ingwerwurzel fein gerieben, einen Liter Hühnerbrühe und 100 Milliliter Sojasoße.

Päuschen schadet nicht, dann rühren, rühren, rühren

Nach der erheblichen Vorarbeit ein Bier aufmachen und sich eine Verschnaufpause gönnen (muss nicht), denn jetzt wird es richtig stressig. Pfannenrühren ist angesagt. Vier Esslöffel Öl im Wok erhitzen, das Fleisch bei starker Hitze anbraten, Zwiebeln und Knoblauch dazu. Kurz darauf Chili und Karotten ins Rennen schicken, immer rühren.

Jetzt die Frühlingszwiebeln und den Kohl mitbraten, Pilze, Zucchino und Sojabohnenkeimlinge kommen nach und bekommen kurz Hitze. Wir rühren unverdrossen, nur nicht nachlassen! Nun sind Ingwer und Mais an der Reihe, und immer noch rühren. Brühe und Sojasauce bilden den Abschluss, aufkochen lassen. Es hat sich ausgerührt, und wir haben uns das Essen redlich verdient. Mit Salz, Peffer und Zucker abschmecken und nichts wie auf den Teller.

Ich habe es gern scharf und war mit zwei Chili-Schoten am Start – eine reicht für Normalverbraucher. Es war uns ein echter Gaumenschmaus, und den wünsche ich euch jetzt auch.

„Wildschwein“ in Wittenhagen macht endlich wieder auf

20 Mittwoch Jan. 2016

Posted by Strelitzius in Gastronomie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Feldberg, Gastronomie, Kochen, Mecklenburg-Strelitz

Als gastronomisch unterversorgter Wesenberger ist man ein bisschen neidisch. Was hat Wittenhagen, was die Woblitzstadt nicht hat? Jedenfalls öffnet in dem Dorf bei Feldberg die Gaststätte „Zum Wildschwein“ nach zwei Jahren Schließung wieder. Immerhin wurde der Saal des Lokals in der Zwischenzeit regelmäßig für Veranstaltungen genutzt, ein Plus für den Neuen.

Der heißt Frank Strauch, ist vom Fach und will bereits Anfang März die ersten Gäste empfangen, wie dem Newsletter von Gut Conow zu entnehmen ist. Strelitzius wird die Gaststätte im Frühjahr unter die Lupe nehmen. Anfragen bezüglich Reservierungen für Feierlichkeiten, Ausflüge oder große Gesellschaften sind bereits möglich unter kontakt@zumwildschwein.de

Und weil wir gerade in der Feldberger Seenlandschaft und bei Gastronomie sind. Bis zum 4. Februar sind Spitzenkoch Daniel Schmidthaler und Kollegen von der „Alten Schule“ Fürstenhagen in den Winterferien. Schmidthaler hat es dem Vernehmen nach in die alte Heimat Österreich gezogen. Wer sich trotzdem für die beliebten Kochseminare anmelden möchten, kann das tun unter info@hotelalteschule.de

Letzte Plätze für die gemeinsame Zubereitung eines vegetarischen Vier-Gänge-Menüs am 13. März sind noch frei!  Drei freie Plätze gibt es jeweils für die Kochseminare am 20. März und 10. April. Der Kurs findet von 11.30 Uhr bis etwa 18 Uhr in der Alten Schule statt.

Wenn Romanesco noch ein paar Schüsse auf die Türmchen kriegt

16 Samstag Jan. 2016

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Essen, Kochen, Leben

Romanesco

Hobbyköche haben es nicht leicht mit dem Strelitzer Handel. Schickst du die Holde nach Romanesco, kommt sie ersatzweise mit Blumenkohl zurück. Erhoffst du dir von deiner Einkäuferin aber Blumenkohl, so packt sie dir Romanesco auf den Küchentisch. Zum Glück sind beide Gemüsesorten nahe Verwandte, da muss der Küchenplan nicht zusammenstürzen. Wobei ich dem Romanesco, auch Türmchenkohl genannt, den Vorzug gebe. Er schmeckt einfach kräftiger.

Je nach Größe die Röschen von ein bis zwei Köpfen Romanesco in Salzwasser fünf Minuten blanchieren. Anschließend ab ins Sieb und abtropfen lassen. Drei in feine Scheiben geschnittene Knoblauchzehen und 100 Gramm Rohschinkenwürfel in Olivenöl anbraten, den Kohl dazu und schön bewegen, bis er in der Pfanne Farbe annimmt. Nun ein Dutzend Cherrytomaten halbieren und hinein ins Vergnügen. Auch die Paprikaschote, die ich bei der Kühlschrankinventur noch gefunden habe, darf in Streifen fünf Minuten lang bei geringer Hitze mitziehen.

Jetzt noch zwei bis drei Schüsse dunklen Balsamico mit etwas Zucker verrühren und über das Gemüse geben. Mit Parmesan anrichten, Reis kann dazu, muss aber nicht. Das war es schon, um zu einem leckeren Mittagessen zu kommen. Ihr werdet es zu loben wissen!

Wurzel-Linsen-Kreation setzt edlem Zander die Krone auf

02 Samstag Jan. 2016

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Essen, Kochen

zander

Der leckerste einheimische Fisch ist für mich der Zander, er soll aber auch etwas Besonders bleiben. Deshalb kommt er bei mir nur zum Jahreswechsel frisch vom Fischer auf den Tisch. Diesmal habe ich mir die Köstlichkeit auch noch von den Experten filetieren lassen und für 25 Euro zwei stattliche Teile mit einem Gesamtgewicht von gut einem Kilo in die heimische Küche getragen.

Dazu gehört natürlich eine auch nicht alltägliche Beilage. Ich habe zwei Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen sowie 300 Gramm Petersilienwurzeln in Streifen geschnitten und in einem Esslöffel Olivenöl angedünstet. Dazu kamen 200 Gramm abgespülte rote Linsen, drei Esslöffel Absinth, zwei Lorbeerblätter und fünf Gewürznelken. 750 Milliliter Gemüsebrühe angießen und alles 20 Minuten köcheln lassen. Dann noch zwei Esslöffel Aceto Balsamico hinzugeben.

Filets erst beim Finale mit von der Dampfpartie

Die gewaschenen und trockengetupften Zanderfilets salzen und mit Zitronensaft beträufeln sowie mit Rohschinkenwürfeln besetzen. Dazu etwas Salbei geben. Den Fisch von der Hautseite kurz anbraten. Zwischendurch habe ich 500 Gramm Kartoffeln geschält und längs geviertelt, gesalzen und mit etwas Öl gemischt. Die Tüften wandern für 25 Minuten im ungelochten, gefetteten Garbehälter in den auf 200 Grad (Heißluft+Dämpfen, Höhe 2) vorgeheizten Dampfgarer. Hier gesellen sich die Filets acht Minuten vor Ende hinzu.

Jetzt noch Petersilie fein hacken und mit etwas Zitronensaft und ein paar Butterflöckchen unter die Linsen mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Tisch bitten. Reicht auch für drei Personen und ist ein perfekter kulinarischer Start in das neue Jahr. Kartoffelgegner kommen auch nur mit Linsen und Petersilienwurzel als Beiwerk über die Runden. Lasst es euch schmecken!

Ein bisschen Kult muss beim Grünkohl schon sein

23 Mittwoch Dez. 2015

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Essen, Kochen, Leben

Grünkohl

Und so sieht er aus, der Grünkohl, wenn er auf dem Feld steht.

Das waren Zeiten! Ich erinnere mich noch genau, dass meine Mutter immer im Lädchen gegenüber Grünkohl kaufte, sobald das Gemüse den ersten Frost erlebt hatte. Den bekam es häufig vor dem Geschäft in der Auslage auf dem Bürgersteig ab und war dann auch mit Schnee verziert. Kaum zu Hause angekommen, marschierte der Einkauf durch den Fleischwolf.

Frost ist heute schwerer zu haben als Grünkohl. Zum Glück ist die Tiefkühlung erfunden, und wie das Grünzeug ursprünglich aussieht, ist nur noch dem Bild auf der Packung zu entnehmen. Es sei denn, man hat den Vitaminspender auf dem Gartenbeet hinterm Haus stehen. Trotzdem halte ich Mutters Rituale vor Weihnachten hoch. Ein bisschen Kult muss sein. Drei Mal wird der Kohl für jeweils 20 Minuten sanft gekocht, dazwischen kommt er immer wieder über Nacht ins Freie. Wo er eigentlich erneut frieren soll. Na ja, auch da scheinen sich die Zeiten geändert zu haben. Letztlich hat meine Erzeugerin den Kohl auch immer leicht anbrennen lassen, das mache ihn noch leckerer. Behauptete sie zumindest. Ich schenke mir bei diesem Teil der Überlieferung das Nachahmen.

Eineinhalb Kilogramm mühelos wegputzen

Nachdem mein diesjähriger Grünkohl gestern Abend die Bekanntschaft mit Zwiebel- und Schinkenwürfeln sowie Schweineschmalz gemacht hat, gibt es heute nur eine heiße Runde auf dem Herd. An Heiligabend folgen noch Kaffeesahne, etwas Mehl, Salz und Muskat sowie die obligatorische Prise Zucker, bevor es auf den Teller zu Ente und Thüringer Klößen geht. Eineinhalb Kilogramm Grünkohl putzen meine Tochter und ich so über die Feiertage weg, gern auch ohne Beiwerk. Dann ist es in der Regel auch wieder für ein Jahr gut. Die Holde hält sich beim Festessen an ihren Apfelrotkohl.

Übrigens ist das mit dem ersten Frost Quatsch, wie die Wissenschaft nachgewiesen hat. Der Zuckergehalt in den Grünkohlblättern für den ganz eigenen Geschmack steigt auch bei kühleren Temperaturen an. Aber nur in der lebenden Pflanze. Deshalb die späte Ernte. Und was sind nun kühlere Temperaturen?  Wohl nicht das da draußen…

← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Einfach klicken: Daueranzeigen

HIER MÖCHTE ICH ARBEITEN!

+++ "INGEBORG BACHMANN - Jemand, der einmal ich war": Film und Gespräch mit Kameramann Johann Feindt, 1. August, 20.15 Uhr +++

Blogstatistik

  • 12.178.575 Aufrufe
Strelitzius

Strelitzius

71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

Vollständiges Profil anzeigen →

Blog per E-Mail folgen

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten, auch im Tagespaket.

Schließe dich 851 anderen Abonnenten an

Facebook & X

Auf Facebook folgen mir noch einmal 1110 Blogfreunde. 264 Follower lesen via X meinen Blog. Über die sozialen Netzwerke erreiche ich bis zu 30.000 Leser.

TV bei Strelitzius

McDonald’s baut in Demmin

Senioren-Rikschas Neubrandenburg

Bauarbeiten Burg Stargard

Markenforum Neubrandenburg

Belvedere in neuem Glanz

Kultur in Neustrelitz

Festspiele im Schlossgarten

Residenzstadtbroschüre

Theater und Orchester GmbH

Kulturquartier

Alte Kachelofenfabrik

Kleinseenplatte aktuell

Podcast #Mirow800

Puppenspielwochen

Veranstaltungen Juli 2026 (2)

Sehenswürdigkeiten Juli 2026

Digitaler Reiseführer

Rufbus ILSE

Stadtplan Mirow

Stadtplan Wesenberg

Hörgenuss

Kalenderblätter

Juli 2026
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
« Juni    

Neueste Beiträge

  • Polizei sucht Zeugen: Diebe entwenden wiederholt Waren aus Automatenshop in Neustrelitz 27. Juli 2026
  • „INGEBORG BACHMANN – Jemand, der einmal ich war“: Film und Gespräch mit Kameramann Johann Feindt in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz 27. Juli 2026
  • Liederabend im Rheinsberger Schloss: Preisträger*innen des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg präsentieren facettenreiches Programm 27. Juli 2026
  • Brückenschlag-Verein Fürstenberg lädt zu Lesung in der Alten Reederei und Freiluft-Kino im Stadtpark 27. Juli 2026
  • Liebeserklärung an sein Dorf: Früherer Bürgermeister von Priepert schreibt auf, was seinen ganz besonderen Heimatort im Innersten ausmacht 27. Juli 2026
  • Ma­ximum an Qualität und Individualität in der Pflege: Wesenberger Dienstleister wünscht sich personellen Zuwachs 27. Juli 2026
  • Immer streitbar und am Rande des Berufsverbots: Humorprofis der Berliner DISTEL bieten in der Musikbrennerei Rheinsberg scharfe politische Satire 26. Juli 2026
  • Schietwedder am Sonntag? Mit Thunfischsteaks und „Ninja“ erfolgreich dagegengehalten 26. Juli 2026
  • Natur und inspirierende Gedichte: Mit Lyrikliebhaberin durch den Neustrelitzer Schlossgarten spazieren 26. Juli 2026
  • Gastspiel des Dresdner Figurentheaters: Angsthase wird im Strelitzer Kulturquartier schrecklich mutig 26. Juli 2026
  • Mann schwer verletzt: Motorradfahrer beim Überholen zwischen Neddemin und Neubrandenburg von der Straße gedrängt 26. Juli 2026
  • Alle Bewohner und Pflegekräfte in Sicherheit gebracht: Seniorenresident in Friedland nach Brand derzeit nicht bewohnbar 26. Juli 2026
  • Frau schwer verletzt: Explosion auf Campingplatz in Waren nach unsachgemäßem Umgang mit Gaskartusche 26. Juli 2026
  • Das Original ist wieder da: Tamagotchi wartet in Ihrem Kaufhaus Stolz auf Zuwendung 26. Juli 2026
  • Seniorenresidenz in Friedland in Flammen: Hoher Schaden und Brandursache noch unklar 25. Juli 2026
  • Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung: Wiese nahe Neustrelitz an der B 96 brennt 25. Juli 2026
  • Nicht lange gezögert: Strelitzius hat sich in Zartenow einen Zweitwohnsitz zugelegt und gleich noch ein Gewerbe angemeldet 25. Juli 2026
  • Jetzt buchen und in die Geschichte eintauchen: Mit dem „Frau Rilke Buchladen“ auf Herbstreise nach Hiddensee 25. Juli 2026
  • Neustrelitzer gewinnen Test im Parkstadion mit 4:2: Trotz Sieg gegen den Penzliner SV ist TSG-Coach Jovanovic alles andere als zufrieden mit seinen Jungs 24. Juli 2026
  • Unaufschiebbares auf Bundesebene: Bürger-Stammtisch in Röbel zum Bürokratieabbau abgesagt 24. Juli 2026

Bereitgestellt von WordPress.com.

Kommentare werden geladen …